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Arbeitslosenquote erreicht tiefsten Wert seit über 20 Jahren

2022-07-07 11:05:08
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Quelle: Kanton Zürich

Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich lag im Juni bei 1,7 Prozent, wie der Kanton Zürich schildert.

Die Zahl der Arbeitslosen sei vor allem im Gast- und Baugewerbe gesunken. Gleichzeitig nimmt die Anzahl offener Stellen weiter zu, womit sich der Arbeitskräftemangel verschärft.

Eine Trendumkehr sei derzeit nicht in Sicht. Ende Juni waren 14’924 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet.

Das seien 955 Personen weniger als im Vormonat. Bereinigt um saisonale Effekte habe die Zahl der Arbeitslosen um 262 Personen abgenommen.Die Arbeitslosenquote sank im Juni von 1,8 auf 1,7 Prozent - ein Wert, der letztmals im Sommer 2001 unterschritten wurde.

Hauptgrund für diesen Tiefstwert dürften die Nachwirkungen der Pandemie sein. Während der Pandemie übten viele Unternehmen grosse Zurückhaltung bei der Personalrekrutierung.

Danach folgte ein kräftiger wirtschaftlicher Aufschwung. Innerhalb kürzester Zeit mussten viele Unternehmen ihre Beschäftigung hochfahren, was zu einer Knappheit auf dem Arbeitsmarkt und einer spürbaren Senkung der Arbeitslosenzahlen führte.

Zudem werde der demographische Wandel je länger, je stärker spürbar, indem mehr inländische Arbeitskräfte in Rente gehen, als neue Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt eintreten.«Die tiefste Arbeitslosenquote seit über 20 Jahren unterstreicht die Stärke der Zürcher Wirtschaft in den global sehr unsicheren Zeiten mit Ukraine-Krieg, hohen Energiepreisen, steigenden Zinsen und Lieferengpässen», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. «Mit verschiedenen Massnahmen gegen den zunehmenden Arbeitskräftemangel müssen wir dafür sorgen, dass der Wirtschaftsboom und die Vollbeschäftigung anhalten.»Die Arbeitslosigkeit sei in fast allen Branchen gesunken.

Am stärksten haben die Arbeitslosenzahlen im Gastgewerbe (-134), im Baugewerbe (-112) und bei den freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (-107) abgenommen. Gleichzeitig sei die Anzahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen im Juni weiter gestiegen und habe mit 12’089 offenen Stellen den bisherigen Höchststand erreicht. Am höchsten sei die Anzahl bei den Handwerks- und Baufachkräften (1’709) sowie bei den Köchen und Servicekräften (1’683).

In beiden Berufsgruppen werden mehr offene Stellen als Arbeitslose verzeichnet.Die steigende Inflation, der Ukraine-Krieg und das Risiko einer europäischen Energiemangellage im kommenden Winter sorgen weiterhin für Unsicherheit. Dennoch gehen Prognosen davon aus, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung in der Schweiz – wenn auch in abgeschwächter Form – fortsetzen wird.

Das gilt auch für den Kanton Zürich: Die Geschäftsaussichten sowie die Beschäftigungserwartungen der hier ansässigen Unternehmen bleiben positiv. Eine Trendumkehr auf dem Arbeitsmarkt sei daher nicht in Sicht.

Im Gegenteil: In den kommenden Monaten sei weiterhin mit sinkenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen, wodurch sich der Arbeitskräftemangel akzentuieren dürfte.Die Berechnungsformel für die Arbeitslosenquote wurde rückwirkend auf Januar 2020 angepasst: Im Nenner werde neu die durchschnittliche Zahl der Erwerbspersonen aus den Jahren 2018 bis 2020 verwendet (anstelle von 2015 bis 2017). In Zürich sei die Zahl der Erwerbspersonen weiter gestiegen, wodurch die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte sank..

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