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Wieder mehr Senkungen bei den Gemeindesteuerfüssen 2022

2022-06-24 09:05:04
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Quelle: Kanton Thurgau

Knapp ein Drittel der Politischen Gemeinden senkte 2022 den Steuerfuss, wie der Kanton Thurgau schildert.

Die Gesamtsteuerfüsse seien dank der Herabsetzung des Staatssteuerfusses in allen Gemeinden gesunken. Die Steuerkraft pro Einwohnerin und Einwohner war 2021 wieder etwas höher als im Vorjahr.Rund jede dritte Politische Gemeinde senkte 2022 ihren Steuerfuss.

Nur eine Gemeinde erhöhte den Ansatz. Die übrigen 54 der 80 Thurgauer Gemeinden hielten an den Gemeindesteuerfüssen des Vorjahres fest.

Dies geht aus der soeben publizierten Statistischen Mitteilung 3/2022 "Steuerfüsse 2022, Steuerkraft 2021" hervor. Der durchschnittliche, nach der Einwohnerzahl gewichtete Gemeindesteuerfuss sei damit stärker gesunken als im Vorjahr. Mit 55,9 % liegt er 1,1 Prozentpunkte unter dem Wert von 2021. Trotz des wieder etwas stärkeren Abwärtstrends bleibt die Abnahme im Vergleich zu den 2000er-Jahren gering.

Vor allem zwischen 2000 und 2012 sanken die Gemeindesteuerfüsse kräftig.Rund ein Drittel der 72 Schulgemeinden senkte 2022 den Schulsteuerfuss, 5 Schulgemeinden erhöhten ihn. In den restlichen 42 Schulgemeinden bleiben die Ansätze unverändert.

Der durchschnittliche, gewichtete Schulsteuerfuss liegt mit 88,9 % 1,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert und sei damit etwas stärker zurückgegangen als im Vorjahr. Dank der Senkung des Staatssteuerfusses von 117 % auf 109 % seien die Gesamtsteuerfüsse – die Summe aus Staats-, Gemeinde-, Schulgemeinde- und Kirchensteuer – 2022 in allen 80 Gemeinden tiefer als im Vorjahr, sowohl für die evangelische wie auch für die katholische Bevölkerung. Die stärkste Reduktion für die evangelische wie die katholische Bevölkerung verzeichnete Kesswil (evang.

Bev. –20 Prozentpunkte, kath.

Bev.: –22 Prozentpunkte), am wenigsten gesunken seien die Gesamtsteuerfüsse in Wilen (evang. wie kath.

Bev.: je –3 Prozentpunkte).Bottighofen führt neu für die Bevölkerung beider Konfessionen die Rangliste der steuergünstigsten Gemeinden an (evang. Bev.: 212 %, kath.

Bev.: 217 %). Warth-Weiningen folgt – unabhängig von der Konfession – auf Platz 2.  Die höchste Steuerlast trägt weiterhin die Bevölkerung von Arbon.Die Steuerkraft pro Einwohner stieg im Jahr 2021 wieder leicht, nachdem sie 2020 zum ersten Mal seit über 10 Jahren etwas gesunken war.

Mit 2`209 Franken war sie rund 2,2 % oder 47 Franken höher als 2020.  In über der Hälfte der Gemeinden sei die Steuerkraft 2021 gestiegen. Den stärksten Anstieg verbuchte Warth-Weiningen (+20 %).

Demgegenüber sank sie in 29 Gemeinden, am stärksten in Horn (–13 %).Wie in den letzten vier Jahren führte Warth-Weiningen auch 2021 die Rangliste der Gemeinden mit der höchsten Steuerkraft pro Einwohnerin und Einwohner mit 6`665 Franken an. Dank des kräftigen Anstiegs um 1`093 Franken setzt sich die Gemeinde klar vor Bottighofen (Fr.

4`500) und Salenstein (Fr. 4`316), die auf den Plätzen 2 und 3 folgen.

Die tiefste Steuerkraft pro Einwohner verzeichneten 2021 die Gemeinden Salmsach (Fr. 1`503), Schönholzerswilen (Fr.

1`550) und Sommeri (Fr. 1`562).

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