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Mehr Schul- und Wohnraum im Quartier Hirzenbach

  • Mehr Schul- und Wohnraum im Quartier Hirzenbach
    Mehr Schul- und Wohnraum im Quartier Hirzenbach (Bild: Stadt Zürich)
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    Mehr Schul- und Wohnraum im Quartier Hirzenbach (Bild: Stadt Zürich)
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    Mehr Schul- und Wohnraum im Quartier Hirzenbach (Bild: Stadt Zürich)
2022-06-23 09:05:07
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Quelle: Stadt Zürich

Die beiden Architekturwettbewerbe für eine Schulanlage und eine Wohnsiedlung an der Luchswiesenstrasse sind entschieden: Die geplante Schule kombiniert Bestand und Neubau geschickt und sorgt für viel Grünflächen, wie die Stadt Zürich berichtet.

Die Wohnsiedlung schafft mehr preisgünstigen Wohnraum und beherbergt umfangreiche neue Betreuungsinfrastrukturen. Das Amt für Hochbauten habe im Auftrag von Immobilien Stadt Zürich und Liegenschaften Stadt Zürich zwei offene Architekturwettbewerbe für eine Schulanlage, Betreuungseinrichtungen und eine Wohnsiedlung an der Luchswiesenstrasse durchgeführt.

Nun liegen die Siegerprojekte vor.Die Aufgabenstellungen waren herausfordernd: Platz schaffen für fünfzehn zusätzliche Schulklassen, Ausbau des Betreuungsangebots und die Bereitstellung von deutlich mehr gemeinnützigem Wohnraum. Dazu kommen Anforderungen zur Erreichung des Netto-Null-Ziels und zum Erhalt der Freiräume.

Eine vorgängig erstellte Machbarkeitsstudie habe gezeigt, dass eine Umsetzung all dieser Ziele nur möglich ist, wenn die beiden Bauvorhaben verknüpft werden. Die beiden Wettbewerbe wurden deshalb parallel durchgeführt.Die zukünftige Schulanlage werde drei bestehende Bauten mit einem Neubau kombinieren, so entsteht ein reizvolles Nebeneinander von Alt und Neu.

Im siegreichen Projekt «Lynx» von Parameter Architekten und Rosenmayr Landschaftsarchitektur aus Zürich bleiben die zwei Klassentrakte und der Spezialtrakt erhalten. Anstelle der Turnhalle entsteht ein neues, zentrales Hauptgebäude.

Die ebenfalls neue Dreifachsporthalle kommt unter den Pausenhof zu liegen. Die heutigen Kindergärten weichen einer Rasensportanlage und werden aufs benachbarte Areal der Wohnsiedlung verlegt.

Der sparsame Umgang mit den Flächen und die Photovoltaikanlage auf dem Dach tragen zu einer sehr günstigen Energiebilanz bei. Das Siegerprojekt erlaubt es, das bisherige Angebot an Freiflächen nicht nur zu erhalten, sondern zusätzlich aufzuwerten.

Wertvolle Baumgruppen auf dem Areal können erhalten bleiben. Zudem werde die parkartige Südwestseite des Areals um einen fürs Quartier zugänglichen Spielplatz vergrössert.Das Siegerprojekt «Pergola» von Blättler Heinzer Architektur aus Zürich und Kollektiv Nordost Landschaftsarchitekten aus Sankt Gallen schafft das Kunststück, nicht nur etwas mehr (76 statt bisher 72), sondern auch grössere und familientauglichere Wohnungen zu schaffen: Rund die Hälfte der flexibel gestaltbaren Wohnungen haben 4.5 und mehr Zimmer und lösen vorwiegend Kleinwohnungen ab.

Im direkt ans Schulareal grenzenden Gebäude finden vier Kindergärten und die Betreuungsinfrastruktur für die Tagesschule mit rund 700 Kindern Platz. Wohn- und Schulnutzungen seien dabei voneinander getrennt.

Das Projekt schlägt drei höhere Zeilenbauten und niedrigere Atelierhäuser dazwischen vor, die filigrane und farbenfrohe Siedlung sei geprägt von Lauben und Passerellen. Der durchfliessende ortstypische Grünraum werde nicht nur erhalten, sondern um Vertikalbegrünung und bepflanzte Dächer und Terrassen erweitert.

Zudem entstehen zwei grosszügige Gartenhöfe, die mit Bäumen bepflanzt sind. Das Parkplatzangebot der nachhaltig gebauten Siedlung werde aufgrund eines Mobilitätskonzepts gegenüber dem Standard um die Hälfte reduziert und in die benachbarte Schulanlage integriert.Das von der Jury mit dem zweiten Platz gewürdigte Projekt «Schwamendinger» habe sich mit der Weiterentwicklung des Bestands auseinandergesetzt.

Der Projektvorschlag erhält die drei bestehenden viergeschossigen Wohnzeilen und platziert zwei siebengeschossige Neubauten dazwischen. Sowohl bei den Gesamtkosten wie auch bezüglich CO2-Bilanz weist das Projekt gute Werte auf.

Durch diese massive Verdichtung bliebe gemäss Projektbeschrieb jedoch kaum zusammenhängender Freiraum für die Bewohnenden übrig. Die Kindergärten und Betreuung müssten zudem in einem der Neubauten mitten in der Siedlung untergebracht werden, was zu einer sehr ungünstigen Verflechtung der Nutzungen führen würde.Die Erstellungskosten der beiden Bauvorhaben werden auf rund 97 Millionen Franken geschätzt (Kostengenauigkeit +/- 25 Prozent).

Einschliesslich Reserven werde mit einem Objektkredit von rund 111,7 Millionen Franken gerechnet: 61,5 Millionen Franken für die Schulanlage, 5,1 Millionen für das Schulprovisorium und voraussichtlich 45,1 Millionen Franken für die Wohnsiedlung. Die Siegerprojekte werden nun weiterbearbeitet.

Der Objektkredit solle dem Gemeinderat voraussichtlich im Juni 2023 und der Stimmbevölkerung ein Jahr später vorgelegt werden. Der Bezug der Schulerweiterung und der 1. Etappe der Wohnsiedlung dürfte im August 2028 erfolgen.

Die 2. Etappe der Wohnsiedlung sollte im August 2030 fertiggestellt sein.Am Dienstag, 28. Juni 2022 informiert die Stadt Zürich im Erdgeschoss des Geschäftshauses Airgate, Thurgauerstrasse 40, 8050 Zürich über die beiden Wettbewerbsergebnisse. Der Anlass findet von 18.30 bis 20 Uhr statt..

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