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Lebensgefährliche Hitze für Hunde

  • Lebensgefährliche Hitze für Hunde
    Lebensgefährliche Hitze für Hunde (Bild: Tierschutzorganisation Vier Pfoten)
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    Lebensgefährliche Hitze für Hunde (Bild: Tierschutzorganisation Vier Pfoten)
2022-06-16 09:10:11
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Quelle: Tierschutzorganisation Vier Pfoten

Zürich, 16. Juni 2022 – Der Sommer ist in vollem Gange, und die Temperaturen steigen wieder, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten meldet.

Hundehalterinnen und Hundehalter seien jetzt in der Verantwortung, ihren Vierbeiner vor zu grosser Hitze zu schützen. Dominik del Castillo, Biologe und Campaigner bei VIER PFOTEN Schweiz, gibt Tipps für das richtige Verhalten bei heissem Wetter und warnt eindringlich davor, Hunde alleine im Auto zurückzulassen.Ein aufgeheiztes Auto sei eine häufig unterschätzte Gefahr: Nur schnell in den Supermarkt, während der Hund im Wagen wartet? Das könne jetzt gefährlich werden.

Gerade, wenn ein Auto in der Sonne steht, können die Temperaturen im Inneren schnell auf das Doppelte ansteigen. «Hunde seien der Hitze in einem geschlossenen Auto hilflos ausgeliefert und können diese alleine durch ihr Hecheln nicht kompensieren.

Ist es draussen gerade einmal 20 Grad warm, steigt die Temperatur im Auto innerhalb einer halben Stunde bereits auf 36 Grad an. Bei sommerlichen 28 Grad Aussentemperatur seien es im Auto nach 30 Minuten schon 44 Grad.

Und bei 36 Grad Aussentemperatur heizt sich das Auto nach nur 30 Minuten auf 52 Grad auf. Schon nach wenigen Minuten könne der Hund einen Hitzeschock bekommen und das Auto zur Todesfalle werden.

Ganz wichtig: Die Scheibe einen Spalt aufzulassen verhindert keinen Hitzestau», sagt Dominik del Castillo, Biologe und Campaigner bei VIER PFOTEN Schweiz. Bemerkt man einen Hund in einem abgeschlossenen, offensichtlich überhitzten Wagen, darf man als Beobachterin und Beobachter einschreiten und das Tier aus seiner gefährlichen Lage befreien.

«Wer ein Tier in so einer Notsituation entdeckt, sollte zunächst schauen, ob nicht irgendwo die Halterin oder der Halter in der Nähe ist. Bleibt das erfolglos, sollte man die Polizei oder Feuerwehr rufen.

Bei besonders grosser Hitze oder wenn der Hund schon länger im Wagen gefangen ist, zählt allerdings jede Minute: Dann sollte man nicht zögern und die Scheibe einschlagen. Am besten man dokumentiert vorher kurz die Situation, macht Bilder oder ein Video und zieht im Idealfall weitere Augenzeugen hinzu», rät der Experte.

Sobald der Hund befreit ist, sollte man ihn – je nach Zustand des Tieres – in den Schatten bringen und vorsichtig und langsam kühlen oder direkt einen Tierarzt aufsuchen. Bei warmem Wetter sei es besonders wichtig, dass der Vierbeiner jederzeit Zugang zu frischem Wasser und einem kühlen Liegeplatz hat.

Auch Spaziergänge bei hoher Temperatur können die Gassirunde schnell zur Tortur machen: Strecken auf Asphalt sollten vermieden werden, denn dieser heizt sich selbst an lauen Sommertagen schnell auf. «Es lasse sich leicht testen, ob der Untergrund für die Hundepfoten zu heiss ist: Einfach die flache Hand für sieben Sekunden auf den Boden halten – sei das kaum auszuhalten, sei es zu heiss für einen Spaziergang», erklärt Dominik del Castillo.

Um Verbrennungen an den Pfoten und Überhitzung zu vermeiden, sollte man die Spaziergänge jetzt grundsätzlich lieber auf die frühen Morgen- und Abendstunden verlegen und auf Wegen im Schatten oder im Wald gehen. Besondere Rücksicht sollte man auf kurznasige Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge nehmen.

«Die körpereigene Klimaanlage eines Hundes sitzt in seiner Nase. Je kürzer die Schnauze, desto schlechter könne der Hund seine Körpertemperatur regulieren und muss versuchen, die Hitze über verstärktes hecheln auszugleichen.

Hohe Temperaturen und körperliche Anstrengung können für diese Hunde lebensgefährlich werden», so del Castillo. Wessen Hund sehr hitzeanfällig ist, sollte immer ein feuchtes Handtuch in Reichweite haben, mit dem man sein Tier abkühlen kann.

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