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Mehr Raum für «Nashörner» und «Hirschgeweihe» in Bern

  • Mehr Raum für «Nashörner» und «Hirschgeweihe» in Bern
    Mehr Raum für «Nashörner» und «Hirschgeweihe» in Bern (Bild: Stadt Bern)
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    Mehr Raum für «Nashörner» und «Hirschgeweihe» in Bern (Bild: Stadt Bern)
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    Mehr Raum für «Nashörner» und «Hirschgeweihe» in Bern (Bild: Stadt Bern)
2022-06-14 12:05:04
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Quelle: Stadt Bern

Nashornkäfer und Hirschkäfer – diese imposanten Brummer waren vor knapp hundert Jahren in und um die Stadt Bern noch heimisch, wie die Stadt Bern mitteilt.

Heute seien sie verschwunden und kommen ohne Hilfe des Menschen nicht wieder zurück. Drei Berner Institutionen, der Tierpark Bern, Stadtgrün Bern und das Naturhistorische Museum spannen zusammen, um diesen und anderen Holzkäferarten die Rückkehr zu ermöglichen.Rund 46 Prozent von 256 bewerteten einheimischen Käferarten seien laut einer Analyse im Auftrag des BAFU gefährdet (und damit auf der Roten Liste der Prachtkäfer der Schweiz), weitere 18 Prozent potenziell gefährdet.

Der Rückgang der Käferarten sei exemplarisch für das allerseits bekannte Insektensterben. Nashornkäfer und Hirschkäfer wurde zudem auf die Liste der national prioritären Arten des BAFU aufgenommen.

Diese Liste identifiziert die wichtigen Arten und Lebensräume in der Schweiz, welche dringend Förderungsmassnahmen benötigen.Der Verlust der beiden Käferarten um Bern geschah schleichend und sei bei weitem nicht nur dem Einsatz von Pestiziden geschuldet. Eigentlich böte der Siedlungsraum holzbewohnenden Käferarten einen guten Lebensraum: Alte, gut besonnte Bäume mit toten Ästen oder Höhlen seien das Substrat, in dem sich diese Insekten wohlfühlen.

Trotzdem seien sie in der Zwischenzeit im Raum Bern ausgestorben – wegen Bautätigkeit, der Verinselung (grosse Distanzen zwischen noch existierenden Populationen) und unseren Ansprüchen an Sicherheit, Ordnung und Wirtschaftlichkeit. Die Stadt Bern setzt explizit in ihrer Rahmenstrategie Nachhaltige Entwicklung auf Aufwertungen und Fördermassnahmen auf öffentlichen Flächen, um die regionale Biodiversität zu erhöhen. Mit diesem Ziel vor Augen haben Stadtgrün Bern, der Tierpark Bern und das Naturhistorische Museum gemeinsam ein Projekt initiiert, mit der Vision, dass im Aareraum Lebensräume für seltene Käfer, wie den Nashornkäfer oder den Hirschkäfer, geschaffen werden und sich die Arten wieder etablieren können.Im Tierpark Bern werden unter der fachkundigen und wissenschaftlichen Begleitung von Käferexpert*innen die seltenen Holzkäfer gezüchtet.

Auf dem Areal des Tierparks entsteht ein sogenannter Vorzeige-«Käfer-Treff», welcher für die Lebensbedingungen der Käfer und einfache Fördermassnahmen im Privatgarten sensibilisiert.Stadtgrün Bern schafft mit weiteren Käfer-Treffs neue Lebensräume für seltene Käfer auf öffentlichen Flächen im gesamten Aareraum der Stadt Bern. Mit Hilfe des Baumkompetenzzentrums werden zudem von seltenen Käfern bewohnte Bäume erfasst und wo immer möglich erhalten.Das Naturhistorische Museum eröffnet im Herbst 2023 eine Sonderausstellung zum Thema Insektensterben.

Zudem stellt das Museum mit seinen sechs Millionen Objekten in der Sammlung ein wichtiges Archiv des Lebens dar. Die Sammlung zeigt unter anderem auf, dass die Biodiversität rund um Bern in der Vergangenheit viel grösser war. Auch die Berner Bevölkerung könne einiges zum Gelingen des Projekts beitragen.

Käfer seien oft leicht zu übersehen. Aus diesem Grund sei meistens wenig über die Verbreitung von seltenen Käferarten bekannt.

Freiwillige Personen können im Rahmen eines Citizen Science Projekts mithelfen, seltene Käferarten im Raum Bern aufzuspüren. So können noch vorhandene Vorkommen von gefährdeten Arten besser geschützt und gefördert werden.

Interessierte können sich für den dafür nötigen Crashkurs in Käferbestimmung bei Stadtgrün Bern melden (natur@bern.ch)..

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Bern Raum «Nashörner» «Hirschgeweihe» Bern



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