Logo newsbot.ch

Regional

Kanton Zug übernimmt Vorreiterrolle im Cybersicherheitsbereich

2022-06-08 09:05:14
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Kanton Zug

Der Kanton Zug unterstützt den Aufbau des Nationalen Testinstituts für Cybersicherheit NTC und den Aufbau einer zentralen Informations- und Anlaufstelle für KMU im Kontext der Cybersicherheit (ITSec4KMU) in Rotkreuz, wie der Kanton Zug ausführt.

Im Rahmen des Programms Zug+ beteiligt sich der Kanton Zug an den Aufbaukosten des NTC mit 7,55 Millionen Franken und von ITSec4KMU mit rund 1,4 Millionen Franken. Die Referendumsfrist sei am 7. Juni 2022 unbenutzt abgelaufen.Im Kanton Zug werde ein Nationales Testinstitut für Cybersicherheit NTC aufgebaut.

Bis anhin fehlt in der Schweiz eine unabhängige Institution, welche die Sicherheit digitaler Produkte prüfen kann. Ebenfalls unterstützt werde der Aufbau einer zentralen Informations- und Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen im Kontext der Cybersicherheit (ITSec4KMU).

Mit dieser Anlaufstelle solle die Widerstandsfähigkeit der KMU gegenüber Angriffen aus dem Cyberspace gefördert und somit das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft gestärkt werden. Die beiden Projekte erlauben es dem Kanton Zug, in der Schweiz (auch mit internationaler Ausstrahlung) eine Vorreiterrolle im Cybersecurity-Bereich wahrzunehmen.Wichtige Grundpfeiler zur Abwehr von Cyber-GefahrenDie in letzter Zeit stetig steigenden Angriffe aus dem Internet auf Schweizer Unternehmen und Institutionen sowie publik gewordene grossflächig eingesetzte Spionagesoftware aus dem Ausland zeigen, wie wichtig es für die Bevölkerung und die Wirtschaft ist, in diesem Bereich aktiv zu werden.

«Die Schaffung eines unabhängigen und gut ausgestatteten Testinstituts für Cybersicherheit sowie einer zentralen Informations- und Anlaufstelle seien wichtige Grundpfeiler zur Abwehr der Gefahren aus dem Cyberspace», sagt Finanzdirektor Heinz Tännler und fügt hinzu: «Das Einschleusen von Ransomware und die anschliessende Verschlüsselung wertvoller Daten zur Erpressung von Lösegeldern sowie versteckte Hintertüren in Soft- oder Hardware zur illegalen Datenbeschaffung seien eine grosse Bedrohung für Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung.»Nationales Testinstitut für Cybersicherheit NTCDas NTC sei das nationale Kompetenzzentrum für Prüfungen der Cybersicherheit. Es arbeitet nicht gewinnorientiert und agiert unabhängig.

Finanzielle Beteiligungen durch Produktherstellende und Dienstanbietende seien ausgeschlossen. Als Kernaufgabe prüft es im Auftrag von Unternehmen der Privatwirtschaft, der Verwaltung und anderen Organisationen (z.

B. Hochschulen, NGO) vernetzte Komponenten auf ihre Cybersicherheit.

Das NTC untersucht die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit von cyber-physischen Komponenten unabhängig und vertieft. Es betreibt zu diesem Zweck eine eigene Test- und Forschungsinfrastruktur und arbeitet eng mit den Hochschulen, privaten Anbietenden von Sicherheitsprüfungen und internationalen Testzentren zusammen.

Im Rahmen mehrerer bereits abgewickelter (Pilot-) Prüfaufträge wurde der Machbarkeitsnachweis erfolgreich erbracht. Im Auftrag des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit NCSC habe das NTC beispielsweise die Funktionalitäten und Sicherheit des Schweizer Covid-Zertifikatsystems geprüft.

«Die Prüfung dieses für Bevölkerung und Wirtschaft sehr wichtigen Systems wurde trotz hohem zeitlichen Druck durchgeführt», sagt Heinz Tännler und ergänzt: «Dies zeigt, zu welchen Leistungen das NTC bereits in der Pilotphase fähig sei und vor allem, wie wichtig eine solche Institution für die Schweiz ist.»ITSec4KMUITSec4KMU fördert die Widerstandsfähigkeit von Schweizer KMU gegenüber Angriffen aus dem Cyberspace landesweit und stärkt somit das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. KMU werden motiviert, sich mit dem Thema Cybersicherheit auseinander zu setzen, minimale Grundschutzmassnahmen umzusetzen oder diese Dienstleistungen von Drittanbietenden in Anspruch zu nehmen.

Durch das zentrale Awareness-Zentrum werde der Wirtschaftsstandort Schweiz als Ganzes gefördert und sei auf die kommenden Gefahren aus dem Cyberraum bestmöglich vorbereitet. Das Angebot setzt sich aus den drei Bereichen «Plattform», «Netzwerk» und «eigene Angebote» zusammen.

Die Plattform dient als zentrales Präsentations-, Informations- und Kommunikationsmedium. Das Netzwerk setzt sich, neben den KMU selbst, aus verschiedenen Akteuren, die im Bereich Cybersicherheit für KMU in der Schweiz aktiv sind, zusammen (u.a.

Verbände, Bund, Kantone, Universitäten, Fachhochschulen). Weiter werden als gezielte Ergänzungen zu bereits vorhandenen Hilfestellungen eigene Angebote entwickelt.

«Nachdem in der ersten Phase die Plattform und das Netzwerk in der Deutschschweiz aufgebaut wird, folgen in der zweiten Teilphase das Rollout in der französischsprechenden Schweiz und in der letzten Phase die Ausweitung auf die italienische Schweiz», zeigt der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler die gesamtschweizerische Bedeutung des Projekts auf.Nutzen für den Kanton ZugFinanzdirektor Heinz Tännler sei überzeugt, mit der Unterstützung der beiden Cybersecurity-Projekte den richtigen Weg einzuschlagen: «Wir möchten in diesem Bereich einen wertvollen Input leisten und mit der hiesigen Ansiedlung dieser Institute den Denk- und Werkplatz Zug noch attraktiver machen.» Der Ausbau von Kooperationen mit internationalen Cyber-Labors werde die Innovation und Forschung im Crypto Valley dynamisieren. Auch auf die Entwicklung der Hochschule, insbesondere in den Bereichen Technik und Informatik, habe die Errichtung einen positiven Einfluss.

«Der Kanton Zug verfügt bereits heute über eine sehr hohe IT-Affinität mit einem fast doppelt so hohen Anteil an IT-relevanten Arbeitsplätzen im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt. Die beiden Cybersecurity-Projekte passen thematisch bestens zu den bereits zahlreich angesiedelten Unternehmen der Fintech- und Blockchain-Branche», sagt Finanzdirektor Heinz Tännler..

Suche nach Stichworten:

übernimmt Vorreiterrolle Cybersicherheitsbereich



Newsticker


Kantonspolizei Bern

Biel: Zug mit Auto kollidiert


Stadtpolizei Zürich

Tödlicher Verkehrsunfall im Kreis 10


Staatssekretariat für internationale Finanzfragen

Publikationshinweis


Bundesamt für Strassen

Bundesrat legt nächste Schritte zur nachhaltigen Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur fest


Eidgenössische Personalamt

PUBLICA: Bundesrat genehmigt Änderungen in den Vorsorgereglementen der ETH