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Regional

Ukrainische Jugendliche in der Berufsbildung

2022-06-07 15:05:14
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Quelle: Kanton Zug

Der Kanton Zug kann ab dem kommenden Schuljahr Plätze für ukrainische Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren in den kantonalen Brückenangeboten bereitstellen, wie der Kanton Zug schildert.

In der Ukraine besuchen rund 80 % der Jugendlichen im Anschluss an die obligatorische Schulzeit eine weiterführende Schule, während in der Schweiz etwa 70 % eine berufliche Grundausbildung absolvieren. Nachdem für 16 bis 19-jährige Jugendliche aus der Ukraine mit Schutzstatus S an der Kantonsschule Menzingen rasch ein Angebot für die nachobligatorische Schulzeit bereitgestellt werden konnte, folgt nun die Überführung in die Strukturen der Brückenangebote.

Aktuell können die Jugendlichen in Menzingen das Programm «Beschulung Sekundarstufe II» besuchen. Es umfasst in erster Linie intensiven Deutschunterricht am Morgen.

Am Nachmittag nehmen die Jugendlichen am regulären Unterricht teil.Statthalterin Silvia Thalmann-Gut erläutert: «Um den Bedürfnissen entsprechen zu können, braucht es geeignete Lösungen im Bereich Bildung.» Ab Juni 2022 werde es möglich sein, mit den Jugendlichen über eine passende Lösung für ihre Zukunft im neuen Schuljahr zu entscheiden. Diese Triage werde in Zusammenarbeit mit dem BIZ Berufsinformationszentrum des Kantons Zug professionell durchgeführt.

Für schulisch starke Jugendliche werde eine kantonale Mittelschule der richtige Weg sein, für andere könne der Einstieg in eine Berufslehre eine Option darstellen. Dazu kommen ukrainische Jugendliche, welche aktuell in den gemeindlichen Schulen ihr letztes obligatorisches Schuljahr abschliessen.

Auch hier werde eine passende Anschlusslösung individuell geklärt.Für einzelne Jugendliche werde der Start einer Berufslehre bereits im Sommer 2022 möglich sein. Die Mehrheit werde ein weiteres Jahr für die Orientierung sowie für den Aufbau von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen benötigen, um die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt zu erfüllen.

«Für diese Jugendliche macht ein kantonales Brückenangebot Sinn. Im Falle eines längeren Verbleibs könne eine passende Lehrstelle gesucht werden, im Falle einer Rückkehr in die Ukraine können die hier erworbenen Kompetenzen in einem schulischen Kontext angewendet werden», erklärt Silvia Thalmann-Gut.Das Integrationsangebot des Kantons Zug (I-B-A) vermittelt neu zugereisten fremdsprachigen Jugendlichen die notwendigen Kenntnisse in Deutsch und in weiteren Schulfächern für den Einstieg in eine Ausbildung.

Es richtet sich an motivierte Jugendliche, die sich für ihre Zukunft einsetzen wollen. Das Arbeiten am I-B-A findet individualisiert statt und werde durch ein regelmässiges Coaching in den Bereichen Lernfortschritte, Berufswahlprozess und Lehrstellensuche ergänzt.

Aus dem I-B-A sei der Übertritt in eine kantonale Mittelschule für Jugendliche mit hohem Potenzial und Leistungsbereitschaft möglich. Aufnahmen erfolgen laufend.

Jugendliche werden in den aktuellen Angebotsalltag integriert.Für Jugendliche, die über gute Deutschkenntnisse verfügen, könnte auch das Schulische Brückenangebot (S-B-A) die passende Lösung sein. In einer Kombination von gezieltem Unterricht in Deutsch, Mathematik, Informatik/Naturwissenschaften und Wahlfächern trainieren Jugendliche ihre Kompetenzen.

Sie seien gefordert, Verantwortung für ihr eigenes Lernen zu übernehmen, dieses zu planen und zu organisieren. Das Arbeiten werde regelmässig mit einem Coach reflektiert und die Jugendlichen erhalten Feedback.

Nach absolviertem S-B-A seien Jugendliche gerüstet, die Herausforderungen der Arbeitswelt in einer Berufslehre oder einer allgemeinbildenden Schule erfolgreich zu meistern..

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