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Kunst- und Kulturpreis sowie Anerkennungspreise 2022 der Stadt Luzern

  • Kunst- und Kulturpreis sowie Anerkennungspreise 2022 der Stadt Luzern
    Kunst- und Kulturpreis sowie Anerkennungspreise 2022 der Stadt Luzern (Bild: Stadt Luzern)
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    Kunst- und Kulturpreis sowie Anerkennungspreise 2022 der Stadt Luzern (Bild: Stadt Luzern)
  • Kunst- und Kulturpreis sowie Anerkennungspreise 2022 der Stadt Luzern
    Kunst- und Kulturpreis sowie Anerkennungspreise 2022 der Stadt Luzern (Bild: Stadt Luzern)
2022-06-05 02:05:03
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Quelle: Stadt Luzern

Die Kunst- und Kulturpreiskommission, unter dem Vorsitz von Stadtpräsident Beat Züsli, hat sich intensiv mit verschiedenen herausragenden Persönlichkeiten aus dem Luzerner Kulturleben auseinandergesetzt, wie die Stadt Luzern meldet.

Auf Antrag der Kunst- und Kulturpreiskommission habe der Stadtrat an seiner Sitzung vom 25. Mai 2022 den Kunst- und Kulturpreis sowie die Anerkennungspreise für das Jahr 2022 wie folgt verliehen:Kathleen McNurney übernahm als Tänzerin im Jahr 2009/10 die künstlerische Leitung der Kompanie Tanz Luzerner Theater. Als Kuratorin, Choreographin und Produzentin für den zeitgenössischen Tanz reformierte sie die Sparte Tanz in den folgenden zwölf Spielzeiten grundlegend neu.

Der Kunst verpflichtet, war sie prägend für die gesamte professionelle Zentralschweizer und Schweizer Tanzszene. Mit viel persönlicher Hingabe und Herzblut entwickelte sie die Sparte ständig weiter, suchte immer nach neuen Formen der Tanzsprache und bot meisterhaften Nachwuchs-Choreographen eine Plattform zur Entfaltung des künstlerischen Potenzials.

Sie schärfte den Blick des Publikums für den zeitgenössischen Tanz und erhöhte die Sichtbarkeit des professionellen Tanzschaffens bei den Produzenten ebenso wie bei der Öffentlichkeit. Unter dem Credo «we move to move you» baute sie ein treues Publikum auf, welches auf ein breites Spektrum des zeitgenössischen Tanzes mit grossem Zuspruch reagierte.

Die Förderung junger Talente liegt ihr bis heute sehr am Herzen. So setzt sie sich kulturpolitisch in verschiedenen nationalen Gremien für den Tanz ein.

Seit 2021 sei sie Präsidentin der Schweizerischen Vereinigung von Danse Suisse und sei als Gastdozentin national und international tätig. Mit viel Leidenschaft bietet sie in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute unter anderem den Dance-Workshop «Shall we dance» an und regt damit zur Kreativität im Alter an.

Kathleen McNurney sei mit ihrer Arbeit, auch nach ihrer Anstellung am Luzerner Theater, eine Bereicherung für die ganze Region und sei aus der Luzerner Kulturszene nicht mehr wegzudenken.Das Filmemacherpaar Corina Schwingruber Ilić und Nikola Ilić verfügt mit seinen bisherigen Filmarbeiten über einen beachtlichen Leistungsausweis. Sie treten oft als künstlerisches Team auf und ergänzen sich in ihrer kreativen Zusammenarbeit.

Sie verstehen ihr Handwerk, sei dies an der Kamera oder am Schnittpult, mal in Co-Regie und/oder auch unabhängig voneinander an eigenen Projekten. In ihren Filmarbeiten beschäftigen sie sich mit den Menschen im Alltag und deren jeweiligen Lebensphilosophien.

Behutsam nähern sie sich oft über Jahre ihren Protagonistinnen und Protagonisten an. Mit ihrem ersten langen Kinodokumentarfilm «Dida» haben sie sich an ein persönliches Thema gewagt und die Geschichte Nikolas und seiner Mutter berührend und bereichernd umgesetzt.

Die Liste der Auszeichnungen der künstlerischen Arbeit des jungen Paares sei beachtlich, und die Einladungen an wichtige nationale und internationale Festivals seien zahlreich. «Dida» wurde für den Schweizer Filmpreis nominiert, mit dem die beiden Filmschaffenden bereits im Jahr 2019 für «All Inclusive» ausgezeichnet wurden.

Man darf gespannt auf die nächsten Projekte sein. Das Paar bewegt sich mit seiner Familie zwischen Belgrad und Luzern.Christoph Fellmann sei in der Luzerner Kulturszene vor allem als kontinuierlicher freischaffender Autor von Theatertexten, aber auch als Schauspieler bekannt.

Als Theaterautor beschäftigt er sich meist mit aktuellen, brisanten Themen im politischen und gesellschaftlichen Umfeld. Oft verfolgt er einen dokumentarischen Ansatz mit einer genauen und aufwendigen Recherche.

Er thematisiert Amokläufe an Schulen, Revolutionsbewegungen wie Occupy ebenso wie die globalen Machtverhältnisse oder die Klimakrise. Die «Menschenschau» mit den dramatisierten und überhöhten Monologen mächtiger und zwielichtiger Menschen aus Wirtschaft und Politik seien ebenso aus einer erstklassigen Recherche hervorgegangen wie sein Solostück «This Dick Ain’t Free», wo er sich dem Rapper Kendrick Lamar und seinem Meisterwerk «To Pimp a Butterfly» erfolgreich annäherte.

Populärere Formate wie «Müllers» oder die Komödie «Ab die Post», die er zusammen mit Beat Schlatter geschrieben habe und selber mitspielt, runden sein reiches und vielseitiges Theaterschaffen ab. Neben seinen eigenen Theaterprojekten fungiert Fellmann auch als Vernetzer in der freien Luzerner Theaterszene, engagiert sich als Veranstalter und habe das Aha-Festival und das Format «Die Predigt» mitgegründet und mitgeprägt.

Zudem sei er Kolumnist für das Regionaljournal Zentralschweiz und den Willisauer Boten.Der Stadtrat habe sich diesen Begründungen angeschlossen. Er verleiht den mit 25’000 Franken dotierten Kunst- und Kulturpreis 2022 an Kathleen McNurney in Würdigung ihres künstlerischen Schaffens im Bereich Tanz.Sie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer.

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