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Blaulicht

Anspruchsvoller Einsatz: Air Zermatt rettet Skifahrer aus bedecktem Gletscherbach

2022-05-04 15:00:20
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Quelle: Air Zermatt

Am Wochenende wurde die Air Zermatt zu einer aussergewöhnlichen Rettungsaktion im Bachlauf des Furgggletschers gerufen, wie die Air Zermatt meldet.

Ein Skifahrer brach durch die Schneedecke in einen reissenden Gletscherbach und wurde mehrere Meter mitgezogen. Dank der eingespielten Rettungscrew konnte der Verunfallte geborgen werden und habe den Unfall überlebt.

 Durch die Strömung des Wassers und die Steilheit des Bachbettes wurde der Verunfallte unter dem geschlossenen Schneedach mehrere Meter talwärts gespült. Seine Begleitung alarmierte umgehend die Rettungskräfte.

Nach wenigen Minuten traf ein Rettungshelikopter der Air Zermatt am Unfallort ein. Aufgrund der unklaren Situation wurde sowohl das Material für Lawinen- wie auch für Spaltenrettungen mittransportiert.

 Da der Verunfallte unter der geschlossenen Schneedecke nicht umgehend lokalisiert werden konnte, wurden für die Suche vor Ort vier zusätzliche Rettungsspezialisten mit dem Helikopter an den Unfallort gebracht. Zudem wurden mehrere Rettungssanitäter und Flughelfer der Air Zermatt sowie ein Lawinenhundeführer und ein Taucher aufgeboten.Nach einer Stunde und zehn Meter unterhalb der Einbruchstelle konnte der Verunfallte schliesslich mit einer Sondierungsstange geortet werden.

Nicht minder schwierig gestaltete sich allerdings die Bergung: Da sich der nächste verfügbare Taucher im Rhonethal befand und sich der Zustand des Betroffenen zwischenzeitlich derart verschlechterte, wurde kurzerhand ein Rettungsspezialist in den Gletscherbach abgeseilt. In der Dunkelheit des bedeckten Bachbetts, im reissenden Eiswasser konnte er den lethargischen Italiener sichern.

Mit Hilfe des Spaltenrettungsmaterials wurde der mittlerweile nicht mehr ansprechbare Patient aus fünf Meter Tiefe ans Tageslicht gezogen.Die Rettung kam in letzter Sekunde, der Verunglückte verharrte ganze zwei Stunden im Gletscherwasser und war mittlerweile massiv unterkühlt. Mit einer Körperkerntemperatur von 26 Grad wurde er in das Inselspital Bern überflogen.Die nicht alltägliche Rettung sei geglückt, mittlerweile konnte der Skitourengänger rehabilitiert werden und sei wohlauf.

«Dies verdanken wir nicht zuletzt der optimalen Zusammenarbeit zwischen Pilot, Rettungssanitäter sowie Bergungs- und Rettungsspezialisten», so der diensthabende Arzt nach dem Einsatz.Der Unfall ereignete sich bei einem beliebten Foto-Sujet, der Eisgrotte. Zwar befindet sich diese abseits der Piste, werde jedoch jährlich von vielen Skifahrerinnen und Skifahrern aufgesucht.Alle Preise verstehen sich in CHF inklusive MWST exkl.

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