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Nachhaltigkeitsbewertung für Landwirtschaftsbetriebe

  • Nachhaltigkeitsbewertung für Landwirtschaftsbetriebe
    Nachhaltigkeitsbewertung für Landwirtschaftsbetriebe (Bild: Bio Aktuell)
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    Nachhaltigkeitsbewertung für Landwirtschaftsbetriebe (Bild: Bio Aktuell)
2022-04-27 01:10:08
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Quelle: Bio Aktuell

Ein landwirtschaftlicher Betrieb ist nachhaltig, wenn er ausreichend rentiert, die Umwelt schont und den Mitarbeitenden gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne garantiert, wie Bio Aktuell mitteilt.

Doch was heisst das im Detail?Heute behauptet fast jedes Label, nachhaltig zu sein. Der Biolandbau als ökologischste Anbauform habe den Anspruch, seine Nachhaltigkeitsleistung mit einer transparenten und umfassenden Analyse sichtbar zu machen, sich stetig weiterzuentwickeln und sich zu verbessern, etwa in den Bereichen Tierwohl, nachhaltige Anbausysteme oder Klimaschutz.Um die Nachhaltigkeit der Lebensmittelproduktion zu bewerten und zu verbessern, können verschiedene Methoden zum Einsatz kommen.

Ökobilanzen oder Lebenszyklusanalysen betrachten bestimmte Produkte und ihren Einfluss auf die Umwelt vom Feld bis zum Konsum. Es können auch spezifische Fragen gestellt werden, zum Beispiel welche Anbauform pro Ertrag weniger Auswirkungen auf die Umwelt hat.Um zu beurteilen, ob ein Betrieb insgesamt nachhaltig ist, werden auch die soziale und wirtschaftliche Dimension der Nachhaltigkeit betrachtet.

Damit die Analyse aus wissenschaftlicher Sicht korrekt sei und auch Betriebe miteinander verglichen werden können, müssen viele Daten und Fakten erhoben werden.In der Schweiz haben sich zwei umfassende Nachhaltigkeitsbewertungen für Landwirtschaftsbetriebe etabliert: SMART vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL und RISE von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL. RISE fokussiert dabei stärker auf die Ausbildung und Beratung.Die vom FiBL entwickelte Methode SMART basiert auf Nachhaltigkeitsleitlinien (SAFA), die von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen FAO 2013 veröffentlicht wurden.

SMART steht dabei für Sustainability Monitoring and Assessment RouTine und erlaubt die Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeit von landwirtschaftlichen Betrieben und Lebensmittelunternehmen.Auf der Basis von über 300 Indikatoren werde die Zielerreichung bezüglich 21 Themen mit insgesamt 58 Nachhaltigkeitszielen in den Bereichen Ökologie, Wirtschaftlichkeit, soziales Wohlergehen und Unternehmensführung analysiert und bewertet. Dabei werde der Landwirtschaftsbetrieb besucht und der Betrieb inklusive zugekaufte Betriebsmittel bewertet.Bio Suisse liess 185 Knospe-Betriebe mit der Methode SMART durch das FiBL untersuchen.

Die nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Höfe widerspiegeln die Gesamtheit der Knospe-Höfe hinsichtlich Betriebstypen und Zonen (Talzone, Hügelzone, Bergzonen I bis IV). Die Fachspezialistinnen und -spezialisten erstellten von jedem Betrieb eine individuelle Nachhaltigkeitsbeurteilung und fassten die Ergebnisse über alle Betriebe in einem Bericht zusammen.Die Ergebnisse der Analysen zeigen, dass die grosse Mehrheit der Knospe-Betriebe bei den meisten Nachhaltigkeitskriterien gute bis sehr gute Leistungen aufweist.

Die SMART-Analyse bestätigt die beachtlichen Leistungen der Knospe-Betriebe bezüglich Ökologie und Tierwohl. Besonders erfreulich sei zudem das gute Abschneiden im Bereich soziales Wohlergehen.

So erreichen sämtliche untersuchten Betriebstypen ein hohes Niveau beim Kriterium Lebensqualität.Im Durchschnitt weisen die untersuchten Betriebe eine gute Profitabilität auf und können Investitionen tätigen. Auf rund 15 Prozent der Betriebe wurden in den letzten fünf Jahren Arbeitsplätze geschaffen.

Bei den arbeitsintensiven Spezialkulturen stieg die Zahl der Arbeitsplätze seit 2014 sogar bei der Hälfte der untersuchten Betriebe.Mit dem Bericht zur SMART-Analyse erhält der individuelle Betrieb eine umfassende Übersicht darüber, inwieweit er die Nachhaltigkeitsziele erreicht. Es werden Stärken und Verbesserungspotenziale aufgezeigt, und er könne sich mit ähnlichen Betrieben vergleichen.Die SMART-Analyse nützt aber nicht nur dem einzelnen Landwirt beziehungsweise der einzelnen Landwirtin und dem Verband Bio Suisse, sie hilft der gesamten Schweizer Landwirtschaft, sich weiterzuentwickeln.

Alle Landwirtschaftssysteme können von der unabhängigen und transparenten Nachhaltigkeitsbewertung profitieren.In zwei Pilotprojekten wurden vom FiBL, von der Sustainable Food Systems GmbH SFS und Bio Suisse Nachhaltigkeitsanalysen von Bio Suisse Verarbeitungsbetrieben und ihren Lieferanten, den Knospe-Landwirtschaftsbetrieben durchgeführt. Sehr wertvoll dabei war der Austausch im Rahmen von Workshops mit allen Akteurinnen und Akteuren, an denen die Resultate und gemeinsame Handlungsoptionen diskutiert wurden.Tel.

061 204 66 64 E-Mail www.bio-suisse.chChristian Schader Nachhaltigkeit, Sozio- ökonomie FiBL Ackerstrasse 113 5070 Frick Telefon 062 865 04 16 E-Mail www.fibl.orgTel. 062 865 72 40 E-Mail www.fibl.org In Zusammenarbeit mit den kantonalen Bildungs- und Beratungszentren. Adressen (Rubrik Adressen) .

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