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Sondereffekte gleichen das Defizit in der Jahresrechnung 2021 aus

Das ausgeglichene Ergebnis 2021 der Stadt Biel ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2021 einerseits die Liegenschaften des Finanzvermögens neu bewertet wurden und andererseits damit begonnen werden musste, den Restbestand der Neubewertungsreserve gemäss kantonaler Vorschrift linear über fünf Jahre als ausserordentlichen Ertrag aufzulösen. Ohne diese buchhalterischen Sondereffekte hätte ein stark defizitäres Ergebnis in der Höhe von CHF 18,8 Millionen ausgewiesen werden müssen.

2022-04-12 10:05:12
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Quelle: Stadtverwaltung Biel

Das ausgeglichene Ergebnis 2021 der Stadt Biel ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2021 einerseits die Liegenschaften des Finanzvermögens neu bewertet wurden und andererseits damit begonnen werden musste, den Restbestand der Neubewertungsreserve gemäss kantonaler Vorschrift linear über fünf Jahre als ausserordentlichen Ertrag aufzulösen, wie die Stadtverwaltung Biel meldet.

Ohne diese buchhalterischen Sondereffekte hätte ein stark defizitäres Ergebnis in der Höhe von CHF 18,8 Millionen ausgewiesen werden müssen. Im Rechnungsjahr 2021 schliesst der Gesamthaushalt der Stadt Biel mit einem Aufwandüberschuss von CHF 0,50 Millionen gegenüber einem budgetierten Aufwandüberschuss von CHF 0,92 Millionen ab.

Der Allgemeine Haushalt schliesst wie budgetiert mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab. Die Sonderrechnungen schliessen ihrerseits mit einem Aufwandüberschuss von CHF 0,50 Millionen ab und liegen damit CHF 1,42 Millionen über dem Budget.Die Stadt war auch im Jahr 2021 mit den Auswirkungen der Coronakrise konfrontiert.

Das reale defizitäre Ergebnis von CHF 18,8 Millionen der Jahresrechnung 2021 kommt daher nicht überraschend, obschon sparsam mit den Ressourcen umgegangen worden ist. Ertragsseitig sinkt der Gesamtsteuerertrag von CHF 143 Millionen im Vorjahr auf CHF 140 Millionen (vor Corona im Jahr 2018: 145 Millionen).

Auch der Steuerertrag der natürlichen Personen liegt mit CHF 102 Millionen etwa 2 Millionen tiefer als im Vorjahr (vor Corona im Jahr 2018: 96 Millionen). Besorgniserregend sei die Entwicklung bei den juristischen Personen, bei welchen ein Ertrag von lediglich CHF 16 Millionen und damit CHF 3 Millionen weniger als im Vorjahr (vor Corona im Jahr 2018: 31 Millionen) erzielt werden konnte.Im Rechnungsjahr 2021 mussten rund CHF 40 Millionen neue Fremdmittel aufgenommen werden.

Der Selbstfinanzierungsanteil (SFA) beträgt 4,82% und sei mit Blick auf die anstehenden Investitionen als sehr tief zu bezeichnen.Bei den Entgelten seien die Budgetwerte unterschritten. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass auch für das Rechnungsjahr 2021 Mindereinnahmen bei Benützungsgebühren, Bussen und den Gebühren für Amtshandlungen (rückläufige Baugesuche, Ausfall Gebühreneinnahmen etc.) in der Höhe von CHF 2,6 Millionen in Kauf genommen werden mussten.Der Personalaufwand des allgemeinen Haushalts belaufe sich auf CHF 91,96 Millionen und liegt mit CHF 0,75 Millionen unter dem Budgetwert.

Der Sach- und übrige Betriebsaufwand des allgemeinen Haushalts belaufe sich auf CHF 41,38 Millionen und liegt mit CHF 2,38 Millionen über dem Budgetwert.Auch im Rechnungsjahr 2021 hatte die Coronakrise auf die Ausgaben im Sach- und übrigen Betriebsaufwand einen Einfluss. Trotz einer guten Ausgabendisziplin über die gesamte Verwaltung konnten Mehrausgaben nicht verhindert werden.

Die Hauptelemente für diese Abweichung seien einerseits beim baulichen, betrieblichen sowie immateriellen Unterhalt, bei den Wertberichtigungen auf Forderungen als auch und andere beim Verbrauchsmaterial zu finden.Neue Investitionen Trotz der schwierigen Situation mit dem Coronavirus wurde auch im Jahr 2021 umfassend in die Weiterentwicklung der Stadt investiert. Neue Projekte konnten gestartet und bereits begonnene zu einem guten Abschluss gebracht werden.

Die Bruttoinvestitionen des Gesamthaushaltes liegen bei CHF 44,64 Millionen. Dabei haben sich die Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen gesamthaft um CHF 4,59 Millionen erhöht.

Sie liegen somit um CHF 3,68 Millionen über dem Budgetwert.Nachhaltige Gemeindefinanzen «Substance 2030» Die Pandemie und damit verbunden auch der Rückgang der Steuererträge bei den juristischen Personen hinterlässt markante Spuren im realen Rechnungsergebnis 2021 und werde den Finanzhaushalt der Stadt Biel wie auch anderer Gemeinwesen in den kommenden Jahren beeinflussen. Um diese Krise bewältigen zu können, ohne dass eine höhere Verschuldung eingegangen werden muss, habe die Stadt angesichts der grossen finanzpolitischen Herausforderungen, verbunden mit den hohen anstehenden Investitionen, der wachsenden Verschuldung und dem sinkenden Eigenkapital das Projekt «Substance 2030» gestartet, welches nachhaltige Finanzen und finanziellen Handlungsspielraum für die Stadt sicherstellen soll.Hinweis: Mit der Benutzung der Social-Share-Funktion verlassen Sie die Website der Stadt Biel und externe Plattformen können Ihre Daten erfassen und verarbeiten.

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