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Trend zum elektronischen Ausfüllen der Steuererklärung hält an

  • Trend zum elektronischen Ausfüllen der Steuererklärung hält an
    Trend zum elektronischen Ausfüllen der Steuererklärung hält an (Bild: www.be.ch)
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    Trend zum elektronischen Ausfüllen der Steuererklärung hält an (Bild: www.be.ch)
2022-01-20 12:16:40
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Quelle:

Bis am 3. Februar 2022 erhalten rund 630`000 steuerpflichtige Personen ihre Steuererklärungen für das Jahr 2021. Die Einreichefrist der Steuererklärungen von unselbstständig Erwerbstätigen ist wie immer der 15. März, für selbstständig Erwerbstätige gilt der 15. Mai, wie www.be.ch ausführt.

Knapp 460`000 steuerpflichtige Personen haben ihre Steuererklärung für das Jahr 2020 online ausgefüllt; davon haben über 300’000 Personen die Steuererklärung vollständig elektronisch eingereicht. Das entspreche gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von rund 112 Prozent.

Auch die erforderlichen Steuerbelege werden zunehmend elektronisch eingereicht: Über 500’000 Belege wurden hochgeladen (Zunahme von knapp 114 Prozent gegenüber dem Vorjahr), hauptsächlich Bescheinigungen zur Säule 3a.Dieser Anstieg sei unter anderem damit zu erklären, dass TaxMe seit dem Steuerjahr 2020 nur noch online zur Verfügung steht. Vorher gab es zusätzlich auch noch eine Offline-Version, die auf dem Computer installiert werden konnte.

Der Anteil der auf Papier eingereichten Steuererklärungen ging weiter zurück: um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Infolge der Überprüfung von rund 38`000 gemeldeten ausländischen Finanzdaten aus den Jahren 2017 bis 2019 habe die Steuerverwaltung bislang insgesamt 301 Nachsteuer- und Steuerhinterziehungsverfahren eingeleitet. Davon seien 162 bereits rechtskräftig.

Aus diesen 162 rechtskräftigen Verfahren ergibt sich ein Nachsteuer-Betrag von rund 4`788`000 Franken ( inklusive Bussen in der Höhe von knapp 1`536`000 Franken). Im Jahr 2021 gingen 715 neue straflose Selbstanzeigen ein.

Aus den im Jahr 2021 veranlagten Fällen aus den Vorjahren ergibt sich ein Steuerertrag von 18,4 Millionen Franken für den Kanton Bern und die Gemeinden.In der Märzsession 2017 habe der Grosse Rat eine allgemeine Neubewertung nichtlandwirtschaftlicher Grundstücke und Wasserkräfte per 2020 (AN20) beschlossen. Basis für diese Neubewertung seien die neuen nichtlandwirtschaftlichen Bewertungsnormen, welche von einer eigens dafür einberufenen kantonalen Schatzungskommission geprüft und abgenommen wurden.

Alle Liegenschaften werden steuerlich neu bewertet, unabhängig davon, in welcher Region sich die Liegenschaft befindet oder um welche Gebäudeart es sich handelt. Insgesamt werden im Kanton Bern rund 730`000 Grundstücke neu bewertet.

Stand per 31.12.2021:Der Grosse Rat hatte den Ziel-Medianwert (anzustrebender amtlicher Wert im Verhältnis zum Verkehrswert) per Dekret auf 70 Prozent festgelegt, wogegen der Regierungsrat einen Ziel-Medianwert von 77 Prozent vorgeschlagen hatte. Gegen diesen Ziel-Medianwert von 70 Prozent war beim Bundesgericht Beschwerde erhoben worden mit der Begründung, dass dieser Wert zu tief liege.

Das Bundesgericht hiess die Beschwerde am 21. Dezember 2021 nach einer öffentlichen Beratung gut, wobei die Urteilsbegründung noch aussteht.Das Bundesgericht hob einzig den Passus im Dekret des Grossen Rats auf, der den Ziel-Medianwert festlegte. Alle übrigen Bestimmungen gelten weiterhin, und die AN20 sei weiter umzusetzen: Der Regierungsrat werde die Auswirkungen des Bundesgerichtsentscheids vom 21. Dezember 2021 beurteilen, sobald die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.

Danach werde er das weitere Vorgehen festlegen..

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