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Regional

Der Stadtrat empfiehlt die Initiative Reuss-Oase zur Annahme

2022-01-14 12:05:04
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Quelle: Stadt Luzern

Im Dezember 2020 wurde eine Initiative mit dem Titel «Reuss-Oase: Ein Freiraum für alle!» eingereicht, wie die Stadt Luzern schreibt.

Die Initiantinnen und Initianten verlangen vom Stadtrat im Sinne einer Anregung, verschiedene Massnahmen zur Attraktivierung sowie zur Steigerung der Sicherheit und des ökologischen Wertes des Reussufers zwischen Spreuerbrücke und Nordpol zu prüfen und diese umzusetzen, soweit die Stadt dafür zuständig sei. Damit solle ein unkommerzieller Freiraum für die Bevölkerung geschaffen werden.

In den Planungsprozess sollen auch die betroffenen Quartiere und Umweltverbände miteinbezogen werden. Für eine zeitnahe Projektierung und Ausführung seien zudem entsprechende Sonderkredite zu bewilligen.Der Stadtrat unterstützt die Stossrichtung der Initiative und sieht bei der ökologischen und frei-räumlichen Aufwertung der Reuss ebenfalls grosses Potenzial.

Auch übergeordnete regionale und kantonale Strategien gehen bereits in diese Richtung. Die Grundidee der Initiantinnen und Initianten deckt sich somit mit zahlreichen Projekten der Stadt.

So sei zum Beispiel die Anregung, das rechte Reussufer als Naherholungsgebiet zu gestalten, bereits ins Entwicklungskonzept Basel- und Bernstrasse eingeflossen. Vorgesehen ist, das rechte Reussufer als naturnahes Naherholungsgebiet mit einem durchgehenden Fussweg und punktuellen Wasserzugängen zu gestalten.

Für den durchgehenden Reussuferweg wurde ein Projekt ausgearbeitet. Das Baugesuch solle 2022 eingereicht werden.

Der Stadtrat habe zudem im Zusammenhang mit der Initiative «Luzerner Velonetz jetzt!» einen Kredit von 2 Millionen Franken beantragt, um den Veloweg auf der rechten Uferseite zu verbessern und über eine neue Brücke beim Reusszopf Richtung Seetalplatz, Reussbühlund Emmenbrücke zu führen. Damit könne der Xylophonweg auf der linken Uferseite entlastet werden.Unter den zahlreichen Anregungsvorschlägen gibt es allerdings auch einige, die nicht umgesetzt werden können wie zum Beispiel eine «Reussbadi beim Kasernenplatz».

Die Gewässerschutz- und Wasserbaugesetzgebung erlauben unter anderem wegen des Hochwasserschutzes keine Bauten im Flussraum. Zudem kommt ein Gutachten der schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft zum Schluss, dass das Flussschwimmen im oberen Teil der Reuss zwischen Spreuerbrücke und Autobahnbrücke aufgrund der hohen Unfallgefahr nicht gefördert werden sollte. Auch wenn nicht alle Anregungen der Initiative weiterverfolgt werden können, empfiehlt der Stadtrat, die Initiative zur Annahme.

Sollte sie von der Stadtluzerner Stimmbevölkerung angenommen werden, wäre dies ein starkes Zeichen, den Reussraum noch aktiver zu planen und aufzuwerten. Dies sei aus Sicht des Stadtrates richtig.

Denn die Stadt Luzern habe sich in der Entwicklung immer hin zum See zugewandt und entwickelt. Im Gegensatz zum Reussraum, der oftmals in der Entwicklung etwas vergessen wurde und heute vor allem stark von Infrastrukturen geprägt ist. Für den Stadtrat sei wichtig, dass bei den aktuellen und zukünftigen Entwicklungen die gesamtheitliche Sicht nicht verloren geht.

Er will deshalb zusätzlich zu den Anregungen der Initiative 2023 ein Schutz- und Nutzungskonzept erarbeiten lassen. Darin sollen die Schutz- und Nutzungsansprüche über den gesamten städtischen Reussabschnitt vertieft analysiert werde.

Ziel ist, einen sinnvollen Interessensausgleich zwischen Naherholung und Ökosystem und eine ausgewogene Balance zwischen Mensch und Natur herzustellen.Sie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer. Dieser veraltete Browser stellt die Webseiten möglicherweise nicht korrekt dar und könne Sicherheitsprobleme verursachen.

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