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Glasklare Vorteile durch die Trennung der Farben

2022-01-11 07:05:03
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Quelle: Stadt Luzern

Verpackungsgläser (Flaschen und Schraubgläser) können in allen 11 Ökihöfen des Gemeindeverbandes REAL kostenlos abgegeben werden, wie die Stadt Luzern mitteilt.

Zudem seien auf dem Stadtgebiet 27 Glassammelstellen mit farbgetrennten Entsorgungsbehältern vorhanden. Sie werden mithilfe eines Grossmuldenfahrzeugs mit Krananlage geleert, welches getrennte Abteile für Grün-, Weiss- und Braunglas aufweist.

Obwohl alle drei Glasfarben nacheinander im selben Lastwagen entsorgt werden können, geraten sie – auch wenn dies für manche so aussehen mag – beim Transport nicht durcheinander.Warum nach Farben trennen? Eine farbgetrennte Sammlung sei aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen sinnvoll. Weisse und braune Glasverpackungen können nur aus Glas der jeweiligen Farbe hergestellt werden: Aus weissen Scherben könne nur weisses, aus braunen Scherben nur braunes Glas entstehen.

Nur für einige Farbtöne von grünem Neuglas lassen sich – nebst grünen – auch farbgemischte Scherben benützen. Grünglas sei auf dem Markt im Überfluss vorhanden.

Deswegen werde für grüne Scherben wesentlich weniger bezahlt als für weisse oder braune. Den geringsten Preis erzielen – bedingt durch ihre eingeschränkten Verwendungsmöglichkeiten – die farbgemischten Scherben, von denen ein grosser Teil zu Dämmstoffen wie Schaumglasschotter verarbeitet wird.Ökologisch ein Hit Die Farbtrennung sei auch ein ökologischer Beitrag, weil dadurch neues Glas zum grossen Teil aus Altglasscherben hergestellt werden kann.

Für die Herstellung von Weiss- und Braunglas könne man zwischen 60 und 70 Prozent Altglas verwenden, für grünes Neuglas sogar bis zu 100 Prozent. Das Einschmelzen von Glasscherben benötigt rund 25 Prozent weniger Energie als das der primären Rohstoffe (Quarzsand, Soda, Kalk, Dolomit und Feldspat).

Das bei uns gesammelte, farbgetrennte Altglas werde zum grössten Teil zur Produktion von neuen Glasbehältern eingeschmolzen.Glas verbrennt nicht Sporadisch taucht das sonderbare Gerücht auf, dass ein wenig Glas im Güselsack in der Kehrichtverbrennungsanlage förderlich für die Verbrennung sei. Genau das Gegenteil sei der Fall: Glas habe einen Schmelzpunkt von 1580 Grad Celsius.

Die Betriebstemperatur eines Kehrichtofens beträgt jedoch höchstens 1100 Grad Celsius und sei damit nicht annähernd so hoch wie der Schmelzpunkt des Altglases. Eine Glasflasche im Kehrichtofen zerspringt durch die Hitze vielleicht in Scherben, die Glasmenge verringert sich dabei freilich kein bisschen.

Das Glas gelangt danach mit der Kehrichtschlacke auf eine Deponie und beansprucht dort unnötigerweise das teure und ohnehin begrenzte Deponievolumen. Altglas im Kehrichtsack verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern es werde auch für immer dem Recyclingkreislauf entzogen.

Diese Verschwendung von Geld und Rohstoffen lasse sich ganz einfach mit einer fachgerechten und kostenlosen Glasentsorgung bei der nächsten Sammelstelle vermeiden. Dann könne aus einem Kilogramm Altglas beliebig oft wieder ein Kilogramm Neuglas hergestellt werden, und nichts geht dabei verloren.Sie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer.

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