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Regional

Die Pandemie verschärft schwierige Situationen

2022-01-10 14:05:05
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Quelle: Stadt Luzern

Wie verändert die Corona-pandemie die Arbeit der Ombudsfrau? Es werden mehr Anliegen an mich herangetragen, wie die Stadt Luzern berichtet.

Die Menschen seien derzeit dünnhäutiger, Konflikte eskalieren schneller, es seien weniger Ressourcen vorhanden, klärende Gespräche selber zu initiieren und zu führen.Die Pandemie verschärft die Umstände für Menschen in schwierigen Situationen. Es habe sich in dieser ausserordentlichen Zeit gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Ombudsstelle rasch und unbürokratisch tätig werden kann.

Durch meine Pensenaufstockung auf 70 Prozent und durch die fixe Anstellung von meinem Stellvertreter Markus Vanza in einem 20-Prozent-Pensum werde die Ombudsstelle ab dem neuen Jahr noch bessere Dienstleistungen erbringen können.Wer könne sich an die Ombudsstelle wenden? Alle Menschen, die sich vom Stadtrat oder der Stadtverwaltung von Luzern missverstanden oder ungerecht behandelt fühlen. Man­chmal sei den Ratsuchenden bereits geholfen, wenn sie eine kurze Rechtsauskunft erhalten oder sie wissen, wer innerhalb der Stadtverwaltung für ihr Anliegen zuständig ist.

Ich leiste auch viel Übersetzungsarbeit, zum Beispiel weil ein Missverständnis vorliegt oder ein Ablauf sehr komplex ist. Es geht darum, Ängste abzubauen und vorhandene Ressourcen zu stärken.

Es gibt aber auch Anliegen, die komplexer seien und mehr Zeit beanspruchen.Wie gehen Sie in solchen schwierigeren Fällen vor? Im Zentrum meiner Arbeit steht das persönliche Gespräch. Ich bin absolut neutral und gehe unvoreingenommen an jeden Fall heran.

Das Zuhören und Rückfragen, das Interesse an der Sorge der ratsuchenden Person könne wie ein Katalysator wirken: «Endlich hört mir jemand zu.»Mein Ziel seien faire und zufriedenstellende Konfliktlösungen. Ich setze mich dafür ein, dass berechtigte Anliegen bei den Behörden gehört werden.

Es sei aber auch meine Aufgabe, die Verwaltung vor ungerechtfertigten Angriffen zu schützen.Bei Beschwerden klärt die Ombudsstelle den Sachverhalt ab und prüft, ob die Stadtverwaltung angemessen und rechtmässig vorgegangen ist. Dabei sei die Verwaltung zur Gewährung der Akteneinsicht verpflichtet.Missverständnisse, Ängste, Klagen, Verstösse: Sie werden mit negativen Ereignissen konfrontiert.

Was reizt Sie an Ihrer Arbeit? Die Vielseitigkeit: Bei meiner Arbeit treffe ich auf ganz unterschiedliche Menschen. Es interessiert mich, was sie denken, was sie bewegt.

Ich habe Menschen gerne und es motiviert mich, mit ihnen Auswege und Lösungen aus oft schwierigen Situationen zu finden.Tel. 041 241 04 44 info@ombudsstelle-stadt-luzern.ch www.ombudsstelle-stadt-luzern.chSie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer.

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