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Coronavirus: Booster-Impfung für alle

2021-11-25 09:05:07
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Quelle: Staatskanzlei des Kantons Graubünden

Ab kommendem Montag können alle bereits gegen COVID-19 geimpften Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren eine Auffrischungsimpfung erhalten, wie die Staatskanzlei des Kantons Graubünden mitteilt.

Die Booster-Impfungen, eine Aufstockung der Intensivpflegeplätze und die Weiterführung der Betriebs- und Schultestungen seien die wichtigsten Teile des kantonalen Schutzkonzepts, welches die Bündner Regierung für die Wintermonate beschlossen hat. Angesichts der kritischen Situation appelliert das Gesundheitsamt, die bekannten Hygienemassnahmen unbedingt einzuhalten.Für die Bewältigung der Coronapandemie im kommenden Winter setzt der Kanton Graubünden auf ein umfassendes Schutzkonzept.

Die Regierung will die Infektionszahlen mit gezielten Massnahmen nachhaltig eindämmen, ohne dass einschneidende Massnahmen wie Verbote das öffentliche Leben wieder einschränken. Das «Schutzkonzept Winter 2021/2022» veranschlagt je nach Kostenbeteiligung des Bundes an den Impf- und Testprogrammen zwischen 10 und 35 Millionen Franken.

Der entsprechende Nachtragskredit muss durch die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rats (GPK) bewilligt werden.Ziel aller Massnahmen sei es, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern und die für Graubünden wichtige Wintertourismussaison so sicher und gleichzeitig reibungslos wie möglich zu gestalten. Dies werde nur möglich sein, wenn die Fallzahlen wieder spürbar sinken.Booster-Impfung für Personen ab 16 Jahren so rasch als möglich Der Kanton habe bisher bereits 8100 Booster-Impfungen an Personen über 65 verabreichen können.

Dieses Angebot werde nun weiter ausgebaut. Zudem erwarten die Verantwortlichen, dass bis spätestens Anfang kommender Woche alle Bewilligungen des Bundes vorliegen, um alle Personen ab 16 Jahren mit einer Drittimpfung versorgen zu können, deren Grundimmunisierung länger als sechs Monate her ist.Die Auffrischimpfung sei zur Eindämmung der Pandemie für alle sinnvoll.

Sie werde insbesondere den Personen ab 65 Jahren empfohlen, da bei ihnen die Schutzwirkung vor einem schweren Verlauf deutlicher abgenommen habe als bei jüngeren Personen.Angeboten werden die Impfmöglichkeiten in den neun Bündner Impfzentren, bei Hausärztinnen und Hausärzten sowie in Apotheken. Vor den Feiertagen sollen so viele Einwohnerinnen und Einwohner wie möglich eine Grundimmunisierung oder eine Auffrischimpfung erhalten.

Auf der kantonalen Webseite www.gr.ch/impfen befindet sich eine aktuelle Übersicht der Walk-in-Termine sowie die Möglichkeit für eine Anmeldung zur Impfung auf Termin.Ab Anfang 2022 werde voraussichtlich die COVID-Impfung in den bestehenden Strukturen der Impfzentren, Hausärztinnen und Hausärzte sowie Apotheken organisiert. Das Gesundheitsamt werde im Jahr 2022 weiter Logistik- und Fachsupport anbieten, jedoch keine Impfteams mehr zur Verfügung stellen.Pop-up-Impfzentrum und zusätzliches IPS-Personal in Chur Zu den bestehenden Impfstellen betreibt der Kanton bis Ende Jahr ein zusätzliches Walk-in-Impfzentrum an der Rheinfelsstrasse 5 in Chur (Chur West).

In diesem Pop-up-Impfzentrum werden jeweils von Montag bis Freitag, 10 bis 14 und 15 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr alle drei Impfstoffe sowie Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen angeboten. Die jeweils angebotenen Impfstoffe werden auf der kantonalen Webseite publiziert.Die Regierung plant in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Graubünden (KSGR), medizinisches Fachpersonal für zwei zusätzliche Betten in der Intensivstation zu rekrutieren.

Zurzeit seien im Kanton Graubünden Personal und Betten für maximal 16 Intensivpflegeplätze vorhanden.Umfassendes Testprogramm unterstützt Eindämmung der Pandemie Das umfassende Bündner Testprogramm in Betrieben und Schulen habe sich im Berufs- und Schulalltag integriert und findet eine hohe Akzeptanz. Aktuell beteiligen sich rund 3540 Unternehmen mit rund 45 800 Arbeitnehmenden sowie 167 Institutionen mit rund 21 100 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonal an den regelmässigen Testungen.Der Bundesrat habe die Finanzierung der Schultestungen bis Frühjahr 2022 in Aussicht gestellt.

Die Bündner Regierung erachtet zudem das Fortführen der Betriebstestungen über die gesamte Wintersaison als sinnvoll. Einerseits dienen sie als Indikator für das epidemiologische Geschehen, andererseits erlauben sie die Entdeckung von asymptomatischen Infektionen und damit eine rasche Unterbrechung laufender Infektionsketten.

Falls der Bund die Finanzierung der Schul- und Betriebstests einstellt, werden sie trotzdem kostenlos zur Verfügung gestellt und durch den Kanton finanziert.Das Projekt «SARS-CoV-2-Monitoring im Abwasser» werde bis Ende 2022 weitergeführt. Die Beobachtung der Pandemie über das Abwasser habe den Vorteil, dass die gesamte Bevölkerung im Einzugsgebiet der ARA einbezogen wird.

Das Abwasser-Monitoring solle zum Frühwarnsystem für die Gemeinden entwickelt werden.Kostenlose Testzertifikate aus den Betriebstestungen Die COVID-Zertifikate aus den Betriebstestungen bleiben bis voraussichtlich Ende der Wintersaison kostenlos, denn die rechtlichen Grundlagen erlauben keine kostenpflichtigen Testzertifikate. Aufgrund der hohen Testvolumen in den Labors könne eine Zustellung des kostenlosen COVID-Zertifikats aus den Betriebstests allerdings nicht binnen 48 Stunden garantiert werden.

Personen, welche dringend auf ein Zertifikat angewiesen sind, werde deshalb der Gang in eine Teststelle empfohlen.Gesundheitsamt unterstützt den Ausbau von Testkapazitäten durch private Anbieter Im Hinblick auf die Wintersaison sollen die Testkapazitäten im Kanton durch private Anbieter erhöht beziehungsweise bestehende Strukturen verstärkt werden können. Die Bereitstellung von zusätzlichen Testkapazitäten sei für Gemeinden, Destinationen und private Anbieter möglich.

Das Gesundheitsamt übernimmt dabei eine beratende Funktion in Bezug auf Rechtsgrundlagen und praktische Umsetzung von Teststandorten.Contact Tracing stellt vorübergehend auf Selbstregistration um Im Kanton Graubünden seien gegenwärtig 1815 Personen in Isolation. Aufgrund des starken Anstiegs stellt das Contact Tracing auf Selbstregistration um.

Während vor Monatsfrist noch um die 40 Fälle pro Tag registriert wurden, seien es aktuell um die 300 pro Tag. Trotz Verdopplung des Pesonalbestands, Ausbau der räumlichen Kapazitäten und Unterstützung des Zivilschutzes nimmt der Anteil der Personen, welche nicht mehr innerhalb von 24 bis 48 Stunden kontaktiert werden können, stetig zu.

Angesichts der Lage werden nun die meisten positiv getesteten Personen per SMS kontaktiert und gebeten sich selbst zu registrieren, um eine Anordnung zu erhalten. Als weitere Sofortmassnahmen werden länger zurückliegende Fälle vorübergehend nur noch mittels SMS kontaktiert..

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