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Sanierung Randenburg - Gut geschützt und sichtbar in die Zukunft

Sanierung Randenburg - Gut geschützt und sichtbar in die Zukunft
Sanierung Randenburg - Gut geschützt und sichtbar in die Zukunft (Bild: Kanton Schaffhausen)

2021-11-08 08:54:02
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Wer an den nächsten Wochenenden dem Nebel in den Niederungen entfliehen möchte, dem sei ein Ausflug zur Randenburg empfohlen, wie der Kanton Schaffhausen mitteilt.

Dort locken nicht nur die Sonne und ein grandioser Ausblick vom Schleitheimer Randenturm, seit kurzem präsentieren sich am Fuss des Aussichtsturmes auch die frisch sanierten Mauern der mittelalterlichen Burg. Zerfall eines Denkmals Auf dem Bergsporn zwischen Schleitheim und Beggingen stand im Mittelalter eine stolze Burg, erbaut von der Abtei Reichenburg für die Verwaltung der umliegenden Ländereien.

Davon zeugten bis vor kurzem nur noch armselige, von Moos und Bäumen überwachsene Mauerreste. Regen, Frost und die exponierte Lage am Steilhang setzten den Mauern in den letzten Jahren sichtbar zu.

Eine Sicherung des Kulturdenkmals drängte sich auf. Die Gemeinde Schleitheim als Grundeigentümerin und die Kantonsarchäologie Schaffhausen erstellten ein Sanierungskonzept und sicherten mit Unterstützung des Bundesamtes für Kultur (BAK) die Finanzierung.

  Burgretter Von Juni bis September herrschte unter der Woche reger Betrieb auf der Randenburg. Eine auf historisches Mauerwerk spezialisierte Baufirma entfernte den Bewuchs und legte die Mauern frei.

Baufachleute, Archäologie, Denkmalpflege und Gemeinde entschieden dann gemeinsam, welche schadhaften Partien abgebaut und welche belassen werden konnten. Beim Bau der Burg verwendete man nicht frostsichere Kalksteine, die - jahrhundertelang der Witterung ausgesetzt - zersprungen und abgebröckelt waren.

Ziel war, möglichst viel Originalsubstanz zu erhalten und diese durch neu aufgebaute Steinlagen und eine Mörtelabdeckung vor weiterem Verfall zu schützen.   Logistische Herausforderung Für die Mauerarbeiten mussten lastwagenweise Steine, Sand und Kalk zur Burgstelle hochgefahren werden.

Der imposante Burggraben, der früher vor Angreifern schützte, wurde mit einem Treppenlift überwunden. Die Feuerwehr füllte hunderte Liter Wasser in grosse Tanks.

Angesichts dieser logistischen Herausforderungen könne man nur staunen über die mittelalterlichen Baumeister, die diese Burg einst mit reiner Muskelkraft errichtet haben. Das handwerkliche Fachwissen allerdings bestand damals wie heute.

Auch die Maurer von heute fügten mit viel Geschick und jahrhundertealter Technik die neuen Steinlagen nahtlos an die alten an.   Gesichert für die Zukunft Die Sanierungsarbeiten wurden durch die Kantonsarchäologie begleitet und dokumentiert.

Dabei kam ans Licht, dass die Burg im Mittelalter nicht vor Schaden verschont geblieben war: Ein Feuer habe Brandspuren hinterlassen und in Richtung Beggingen stürzte ein Stück der Umfassungsmauer beinahe den Hang hinunter und musste mit Vormauerungen gesichert werden. Zudem seien die Archäologen auf Spuren einer früheren Restaurierung im 19. Jahrhundert gestossen.

Dank der jetzigen Sanierung bleibt die Burgruine hoffentlich ebenso lange geschützt. Wer die Waldwirtschaft oder den Randenturm besucht, könne die Burgmauern jedenfalls nicht mehr übersehen.

Ab nächstem Frühling sollen zudem Informationstafeln Auskunft geben über das Kultur- und Baudenkmal..

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