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Kulturpreis für eine der wichtigsten Chronistinnen des Thurgaus

  • Kulturpreis für eine der wichtigsten Chronistinnen des Thurgaus
    Kulturpreis für eine der wichtigsten Chronistinnen des Thurgaus (Bild: Kanton Thurgau)
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    Kulturpreis für eine der wichtigsten Chronistinnen des Thurgaus (Bild: Kanton Thurgau)
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    Kulturpreis für eine der wichtigsten Chronistinnen des Thurgaus (Bild: Kanton Thurgau)
2021-10-06 04:05:29
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Quelle: Kanton Thurgau

Gestern Abend wurde der Fotografin Simone Kappeler der mit 20 000 Franken dotierte Thurgauer Kulturpreis 2021 verliehen, wie der Kanton Thurgau schildert.

An der Feier im Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen würdigten Regierungspräsidentin Monika Knill und Laudator Bernd Stiegler die Preisträgerin als visuelle Poetin, deren reiches Schaffen sie zu einer der wichtigsten Chronistinnen des Thurgaus machen. Sie sei ganz gerührt von den Reden und der Musik, sagte Simone Kappeler, nachdem sie von Regierungspräsidentin Monika Knill die Urkunde für den Thurgauer Kulturpreis erhalten hatte.

Sie wolle die Gelegenheit nutzen, sich bei allen zu bedanken, welche sie auf ihrem Fotografinnenweg begleitet haben und werden. Auch der Kanton Thurgau habe sie über viele Jahre hinweg gefördert.

Als Zeichen der Wertschätzung für die Unterstützung überreichte sie Monika Knill eine ihrer ersten Fotografien. Einen «gelben Löwen», aufgenommen 1966 im Plättli Zoo in Frauenfeld mit einer ausgeliehenen Agfa Isolette-Kamera.

Majestätisch blickt das Tier namens Melaku in die Kamera der jungen Kappeler. Diese war zuvor waghalsig über eine Mauer geklettert, um das Objektiv der Kamera durch das Drahtgitter, welches das Gehege umspannte, schieben zu können.

«Einen Kunstgriff würde man das heute wohl nennen», resümiert Kappeler und fügt an: «In meiner Fotografie ging es mir schon immer darum, Grenzen zu verschieben.» Die Regierungspräsidentin zeigte sich begeistert von dem Werk und versicherte, dass «der Staatsleu» einen Ehrenplatz erhalten werde.In seiner Laudatio beleuchtete Bernd Stiegler, Professor für Neuere deutsche Literatur im medialen Kontext an der Universität Konstanz, das umfangreiche Kunstschaffen der Preisträgerin. Er führte das Publikum durch die vielfältigen Techniken, auf die Simone Kappeler zurückgreift: «Eigentlich sei Simone Kappelers Werk so etwas wie die Geschichte der Fotografie in knapper Form.

Sie nimmt viele Techniken seit der Frühzeit dieser Erfindung auf, um sie zugleich aber auch wiederzuentdecken, sich verwandelnd anzueignen und neu zu interpretieren. Sie sei eine fotografische Erfinderin und Bildfinderin.

Die visuelle Poesie von Simone Kappelers Aufnahmen verdankt sich der Technik, die sie ganz bewusst eingesetzt, um die Welt ästhetisch zu verwandeln.»Auch Monika Knill hob in ihrer Ansprache die Vielschichtigkeit von Simone Kappelers langjährigem Schaffen hervor: «Ihre Bilder waren bereits in unzähligen Ausstellungen und Publikationen zu bestaunen. Sie haben für mich deshalb etwas Vertrautes.

Trotzdem haben sie nichts von Ihrer Relevanz verloren. Man könne sie immer wieder anschauen, entdeckt Neues und sei fasziniert.

Mit dem Blick durch die Kamera von Simone Kappeler nehmen wir Dinge, die wir eigentlich kennen, alltägliche Dinge, die uns stets umgeben, neu wahr und können sie mit frischen Augen betrachten. Zum Beispiel die bekannten Fotografien des Nussbaumersees.

Wie verzaubert sieht die Landschaft aus, irgendwie auch entfremdet. Erst beim zweiten oder dritten Blick merkt man, dass einem dieser See ja doch sehr vertraut ist.»Simone Kappeler zählt zu den wichtigsten Schweizer Fotokünstlerinnen ihrer Generation.

Sie sei in Frauenfeld aufgewachsen, wo sie auch heute wohnt und arbeitet. Zwischendurch sei sie viel gereist, auch in der Ostschweiz.

Die Region begleitet sie schon seit über 50 Jahren mit ihrer Kamera. Dadurch sei sie eine der wichtigsten Chronistinnen des Thurgaus.

Im Zentrum ihres Schaffens stand und steht die analoge Fotografie. Die Fotografin experimentiert mit allen Möglichkeiten der Kamera, des Filmmaterials und des Fotopapiers, die sie bis an die Grenzen des technisch Machbaren auslotet.Der Thurgauer Kulturpreis werde seit 1986 vergeben.

Damit spricht der Regierungsrat seinen Dank und seine Anerkennung aus für ausserordentliche kulturelle Leistungen von Privaten und von Institutionen, die das kulturelle Leben im Kanton in besonderer Weise bereichern. Eine Auswahl möglicher Trägerinnen und Träger des Kulturpreises werde dem Regierungsrat jeweils von der Kulturkommission des Kantons Thurgau vorgeschlagen.

Die Verleihung des mit 20 000 Franken dotierten Thurgauer Kulturpreises 2021 fand im Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen statt. Musikalisch umrahmt wurde die stimmungsvolle Feier von jazzigen Klängen von Jürg Lanfranconi, Gesamtleiter des Studienprofils der Musik- und Bewegung/Schulmusik an der Zürcher Hochschule der Künste, am Baritonsaxofon und dem Leiter des Naturmuseums Thurgau Hannes Geisser am Tenorsaxofon.Tel.

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