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Tiefere Abwassergebühren ab 2022

2021-09-29 12:05:25
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Quelle: Stadt Zürich

Am 1. Januar 2022 treten die neuen Abwassergebühren der Stadt Zürich in Kraft, wie die Stadt Zürich schreibt.

Sämtliche Gebühren sinken befristet um 80 Prozent, um die zu hohen Finanzreserven im Bereich Abwasser abzubauen. Die Gebührenzahlenden werden um 60 Millionen Franken pro Jahr entlastet.

Mieterinnen und Mieter können durch tiefere Nebenkosten von den Reduktionen profitieren. Der Gemeinderat habe im März 2021 die totalrevidierte Verordnung über die Gebühren zur Abwasserbewirtschaftung beschlossen.

Der Stadtrat setzt sie nun per 1. Januar 2022 in Kraft. Wichtigstes Ziel sei es, die zu hohen Finanzreserven im Abwasserbereich von 301 Millionen Franken (Stand 31. Dezember 2020) abzubauen (Medienmitteilung vom 26. August 2020) und die Gebühren langfristig entsprechend den Ausgaben zu erheben.

Zudem seien die Gebühren stärker nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet.Mit der Reduktion sämtlicher Gebühren um 80 Prozent in den Jahren 2022 bis 2025 werden die Gebührenzahlenden um 60 Millionen Franken pro Jahr entlastet. In den darauffolgenden Jahren habe der Stadtrat die Kompetenz, weitere Reduktionen festzulegen, so dass die angestrebte Reservehöhe von 40 bis 60 Millionen Franken bis im Jahr 2029 erreicht wird.

Danach treten die ordentlichen Gebühren gemäss der revidierten Verordnung in Kraft. Sie entlasten die Gebührenzahlenden gegenüber dem heutigen Gebührenmodell um 13 Millionen Franken pro Jahr und stellen langfristig einen ausgeglichenen Finanzhaushalt sicher.Die Grundgebühr pro Wohneinheit werde durch ERZ Entsorgung + Recycling Zürich bei den Eigentümerinnen und Eigentümern der Liegenschaften eingezogen.

Die Mengengebühr errechnet sich anhand des Trinkwasserverbrauchs und werde von der Wasserversorgung Zürich in Rechnung gestellt – ebenfalls bei der Eigentümerschaft. Der Wasserverbrauch in Haushalten beträgt durchschnittlich etwa 60 Kubikmeter pro Person und Jahr, was eine reguläre Abwasser-Mengengebühr von knapp 100 Franken pro Person und Jahr ergibt.

Mieterinnen und Mieter bezahlen die Abwassergebühr in der Regel über die Miet-Nebenkosten. Somit können sie indirekt über tiefere Nebenkosten von den Gebührensenkungen profitieren.Unternehmen, die stark verschmutztes Abwasser in die Kanalisation einleiten, werden künftig mehr bezahlen müssen.

Dieser sogenannte «Starkverschmutzerzuschlag» erhöht die Kosten je nach Verschmutzungsgrad des eingeleiteten Abwassers. Davon betroffen seien einzelne Industrieunternehmen und städtische Verwaltungsbetriebe.Wer Regenwasser sammelt und etwa für die Toilettenspülung nutzt, muss dafür künftig keine Mengengebühr mehr bezahlen.

Zudem werde die flächenabhängige Grundgebühr für Regenabwasser neu um bis zu 100 Prozent reduziert, wenn Regenwasser nicht über die öffentliche Kanalisation abgeleitet wird, sondern zum Beispiel über eine bewilligte Anlage versickert..

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