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Wirtschaft

Erholung der Weltwirtschaft setzt sich fort, bleibt aber unausgewogen

2021-09-21 12:20:15
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Quelle: OECD

(Berlin/Paris, 21. September 2021) –  Die Weltwirtschaft wächst deutlich stärker als vor einem Jahr erwartet, wie die OECD berichtet.

Jedoch verläuft die Erholung weiterhin uneinheitlich. Das birgt Risiken – sowohl für fortgeschrittene als auch für aufstrebende Volkswirtschaften, so eine aktuelle OECD-Studie.

 Laut Interim Economic Outlook, der Zwischenausgabe des OECD-Wirtschaftsausblicks, konnten die außerordentlichen Stützungsmaßnahmen der Regierungen und Zentralbanken nach dem Ausbruch der Coronapandemie das Schlimmste verhindern. Angesichts der Impffortschritte und der allmählichen Konjunkturbelebung rechnet die OECD mit einem kräftigen Weltwirtschaftswachstum von 5,7 Prozent in diesem Jahr und 4,5 Prozent in 2022. Dies deckt sich weitgehend mit den Projektionen des Wirtschaftsausblicks vom Mai 2021, die von 5,8 Prozent beziehungsweise 4,4 Prozent Wachstum ausgingen.

Für Deutschland erwartet die OECD ein Wachstum von 2,9 Prozent in 2021 und von 4,6 Prozent in 2022.Die einzelnen Länder stehen nach der Krise vor unterschiedlichen Herausforderungen, was unter anderem mit den schon vor der Pandemie bestehenden Stärken und Schwächen sowie mit den unterschiedlichen politischen Ansätzen während der Pandemie zu tun hat.  Selbst Länder, deren  Wirtschaftsleistung oder Beschäftigung schon wieder auf Vorkrisenniveau liegt, haben sich noch nicht vollständig erholt, da das Niveau von Beschäftigung und Einkommen noch unter dem liegt, was vor der Pandemie erwartet wurde.

 Die sehr unterschiedlich hohen Impfquoten tragen ebenfalls dazu bei, dass die Erholung unausgewogen verläuft. In einigen Ländern haben erneute Infektionsausbrüche wieder Eindämmungsmaßnahmen erforderlich gemacht.

Das führt zu Engpässen und verschärft die angespannte Versorgungslage. Die Inflationsaussichten klaffen weit auseinander. In den Vereinigten Staaten und einigen aufstrebenden Volkswirtschaften seien sie deutlich gestiegen, während sie in vielen anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften, insbesondere im Euroraum, nach wie vor relativ niedrig sind.Der rapide Nachfrageanstieg, der mit dem Hochfahren der Wirtschaft einhergegangen ist, habe die Preise für wichtige Rohstoffe wie Öl und Metalle sowie Nahrungsmittel in die Höhe getrieben, was in den aufstrebenden Volkswirtschaften einen stärkeren Inflationseffekt bewirkt.

Die pandemiebedingt gestörten Lieferketten haben den Kostendruck zusätzlich erhöht. Zudem seien die Transportkosten erheblich gestiegen.Dieser Inflationsdruck dürfte aber wieder abklingen.

Die Projektionen gehen davon aus, dass die Verbraucherpreisinflation in den G20-Ländern gegen Jahresende 2021 einen Höhepunkt erreicht und im Jahresverlauf 2022 kontinuierlich nachlässt. Sowohl das Lohnwachstum als auch die mittelfristigen Inflationserwartungen halten sich weiter in Grenzen.Die OECD warnt jedoch, dass die Erholung kein Selbstläufer ist.

Um den Aufschwung auf Kurs zu halten, braucht es stärkere internationale Bemühungen, um Niedrigeinkommensländer mit den nötigen Ressourcen für die Impfung ihrer Bevölkerung auszustatten – zu ihrem eigenen Nutzen und zum Nutzen der ganzen Welt.Solange die Aussichten ungewiss bleiben und die Beschäftigung sich noch nicht vollständig erholt hat, braucht es weiterhin makroökonomische Impulse. Dabei seien die Politikverantwortlichen aufgefordert, ihre weitere Vorgehensweise klar zu kommunizieren, um künftige Risiken gering zu halten.

Die Zentralbanken sollten den voraussichtlichen Ablauf der geldpolitischen Normalisierung skizzieren und klarstellen, in welchem Umfang sie eine Überschreitung der Inflationsziele zulassen werden. Die Fiskalpolitik sollte flexibel bleiben und vermeiden, fiskalpolitischen Impulse zu früh zurückzuziehen.

Wichtig seien glaubwürdige und transparente mittelfristige Haushaltsrahmen, die Spielräume für höhere öffentliche Infrastrukturinvestitionen bieten.Bei der Vorstellung des Interim Economic Outlook zusammen mit Chefvolkswirtin Laurence Boone erklärte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann: „Die Weltwirtschaft zieht wieder kräftig an. Das verdanken wir dem entschlossenen Handeln der Regierungen auf dem Höhepunkt der Krise.

Der Fortschritt sei jedoch ungleichmäßig, wie sich auch bei der Impfstoffverteilung gezeigt hat. Um eine nachhaltige und möglichst umfassende Erholung zu sichern, seien verschiedene Maßnahmen erforderlich – von wirkungsvollen Impfkampagnen in allen Ländern bis hin zu konzertierten öffentlichen Investitionsstrategien, die den Boden für die Zukunft bereiten.“Laurence Boone kommentierte: „Die Maßnahmen der Politik haben den Schock erfolgreich abgefedert und für eine kräftige Erholung gesorgt.

Jetzt muss ein effizienterer Einsatz der öffentlichen Finanzen geplant werden, der stärker auf Investitionen in Sach- und Humankapital ausgerichtet ist. Dies werde auch eine reibungslose Normalisierung der Geldpolitik erleichtern, wenn die Erholung in sicheren Bahnen ist.“Die OECD sei ein globales Forum, das mit über 100 Ländern zusammenarbeitet.

Sie tritt ein für eine Politik, die die individuellen Freiheiten wahrt und das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen der Menschen weltweit fördert..

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