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Massentests in Berner Schulen - Mit mobilen Testteams Ausbrüche rasch isolieren

2021-09-13 13:05:02
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Quelle: Kanton Bern

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) des Kantons Bern hat, wie bereits Anfang Juli angekündigt, am 3. September 2021 die repetitiven Massentests in den Schulen eingestellt und die Corona-Eindämmungsstrategie in den Schulen und Betrieben wieder auf das Ausbruchstesten verlagert, wie der Kanton Bern schildert.

Massentests brachten aufgrund der freiwilligen Teilnahme und des grossen zeitlichen Abstands zwischen den Testungen nicht den erwarteten Mehrwert. Durch mobile Testteams werden nun Ausbrüche in Schulen und Betrieben so rasch als möglich eingedämmt.

Die medialen Vorwürfe der Falschinformation weist die GSI mit aller Entschiedenheit zurück.Bereits am 2. Juli 2021 habe der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor, Pierre Alain Schnegg, darauf hingewiesen, dass die Massentestungen für drei Wochen nach den Sommerferien weitergeführt werden sollen. Diese Information habe die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) mit Blick auf ihre Information auf den Schulstart nochmals aufgenommen.Am 20. August habe das Eidgenössische Departement des Inneren (EDI) mit dem Direktor der GSI Kontakt aufgenommen, um über eine Fortsetzung der Schultests zu diskutieren.

Aus den Statistiken des BAG sei ersichtlich, dass der Kanton Bern rund ein Drittel der schweizweit durchgeführten Schultests bestritten hat. Am 31. August habe die GSI die Einstellung der Massentests an Schulen erneut kommuniziert und die Vorgaben und Unterlagen zum Ausbruchstesten öffentlich zugänglich auf der Internet-Plattform abgelegt.

Die BKD habe die Lehrerschaft mittels Newsletter informiert.Die Testresultate der Schultestungen werden seit Beginn der Testungen am 3. Mai öffentlich auf dem Covid-Kennzahlen-Cockpit des Kantons aufgeführt und umfassen die Anzahl durchgeführter Tests und die Anzahl positiver Einzelfälle, die sich aus den Nachtestungen von positiven Pools ergeben. Es gibt keinerlei Hinweise, dass die veröffentlichten Zahlen nicht korrekt wären.

Es gibt deshalb auch keinerlei Grund, Zahlen zu korrigieren.Die Durchführung der Schultests wurde verschiedenen Unternehmen und Organisationen übertragen. Sowohl das Pooling-Labor als auch das Labor für die Nachtestungen wurden vom BAG empfohlen.

Es obliegt dem Bund und nicht dem Kanton, die Labore zu kontrollieren. Vor dem Beginn der letzten Testwoche meldete das BAG, dass das Pooling-Labor unter Umständen zu tiefe Resultate ausweise.

Nachdem am Mittwoch mit einer Stichprobe Vergleichsauswertungen durchgeführt wurden, wurden für die verbleibenden zwei Wochentage die Tests in anderen Labors ausgewertet. Die Gesamtzahlentwicklung in Woche 35 nahm – wie erwartet – zu, da auch die nationale Fallentwicklung eine Steigerung ausweist.

Allerdings haben bei den Testungen in den neuen Labors auch die falsch positiven Pools deutlich, auf rund einen Drittel zugenommen (42 von 129), was durch das BAG als verantwortliche Stelle geklärt werden muss. Heute sei – entgegen anders lautenden Aussagen in der Presse – niemand in der Lage zu sagen, welches Labor richtig gearbeitet hat.Die Anzahl positiver Corona-Fälle im Kanton Bern liegt seit Beginn der Pandemie unter dem Schweizer Durchschnitt.

Auch habe der Kanton Bern in den zwölf Wochen vor und nach den Sommerferien schweizweit die meisten Tests an Schulen durchgeführt. Bei rund einer Million durchgeführter Tests wurden 363 positive Fälle entdeckt.

Der Kanton erachtet freiwillige Massentests an Schulen daher nicht als geeignetes Mittel.Der neu gewählte Weg über das Ausbruchstesten erfordert mehr Ressourcen. Trotz oder gerade wegen des Mehraufwands sei die GSI überzeugt, dass mit diesem Vorgehen Ansteckungen mit grösserer Sicherheit entdeckt werden und die Übertragungsketten so eher unterbrochen werden können.

Zudem sei das Testen nicht freiwillig; bei Personen, die den Test verweigern, könne eine Quarantäne angeordnet werden. In diesem Sinne liefern die höhere Ansteckungsquote in den Schulen aus den Zweittests der Proben zwar wichtige Hinweise, aber aus Sicht der GSI könne die Pandemie über mobile Testteams trotzdem wirkungsvoller bekämpft werden.

Wären die Schulen die Treiber der Pandemie, dann wären auch in Kantonen, die nicht, oder nur wenig an den Schulen testen, die Gesamtzahlen in der Bevölkerung höher. Es gilt, das Mittel als solches zu überdenken..

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