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Neue Studie: Pandemie führt zu starker Nachfrage nach tierfreundlicher Mode / VIER PFOTEN zeigt auf, dass rund 90 Prozent der Befragten Tierschutz in der Industrie erwarten

2021-09-03 10:10:06
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Quelle: Tierschutzorganisation Vier Pfoten

Zürich, 3. September 2021 – Jährlich leiden und sterben Millionen von Tieren für Kleidungsstücke aus Pelz, Leder und Wolle, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten schildert.

Eine neue, von der globalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN in Auftrag gegebene Studie zeigt jedoch, dass die Nachfrage nach tierfreundlich produzierter Kleidung steigt. Die globale Umfrage umfasste knapp 14‘000 Teilnehmern:innen aus zwölf Ländern*.

Sie ergab, dass sich fast zwei Drittel der Erwachsenen (64%) einer Form von Tierquälerei in der Modeindustrie bewusst sind.Seit COVID-19 sucht ein knappes Drittel (31%) entweder bewusst nach Kleidung mit Tierschutz-Standards, oder meidet tierische Textilien komplett. Das neue VIER PFOTEN Programm «Wear it Kind» fordert Konsument:innen und die Industrie auf, "Nein" zu Tierquälerei zu sagen und stattdessen tierfreundlich und nachhaltig hergestellte Mode zu wählen.Laut der aktuellen Studie zieht jeder zweite Schweizer Erwachsene (49%) eine Modemarke einer anderen vor, wenn diese bei ihrer Produktion auf Tierschutz-Standards achtet.

Insgesamt treten tierquälerische Herstellungsformen immer stärker ins Bewusstsein der Konsumenten. Weltweit erwarten neun von zehn Menschen (86%), dass Hersteller neben Umweltschutz und sozialen Standards auch Tierschutz zu einer Priorität machen.

In der Schweiz wollen das sogar 91% der Bevölkerung. «Die Umfrageergebnisse zeigen, dass immer mehr Verbraucher erwarten, dass Marken das Tierwohl in der Produktion sicherstellen.

Hersteller, die Tierschutz-Standards einhalten, kommen bei den Verbrauchern zunehmend besser an. Obwohl diese Umfrageergebnisse ermutigend sind, wünschen wir uns, dass sich noch mehr Menschen beim Kauf von Textilien deren potentiell tierquälerischer Herstellung bewusst sind.

Wir fordern die Industrie dazu auf, eine Reduktion von tierischen Materialien voranzutreiben und für volle Transparenz innerhalb der Lieferkette zu sorgen», so Yasmine Wenk, Campaignerin bei VIER PFOTEN.Seit Beginn der Corona-Krise haben sich, laut der Umfrage, die Kaufgewohnheiten in Bezug auf Kleidung bei 50% der Befragten deutlich verändert. Im modeaffinen Italien etwa führte die Pandemie bei beinahe zwei Drittel der Befragten (64%) zu einem veränderten Kaufverhalten.

In der Schweiz seien es rund 56%. Im Gegensatz zu früher erkundigt sich ein Viertel der Befragten (24%) über nachhaltige Mode mit höheren Tierschutz-Standards, aber nur 13% der Schweizer:innen können sich zu einem gänzlichen Verzicht auf Mode tierischen Ursprungs durchringen.

Auf globaler Ebene habe sich jeder achte Umfrage-Teilnehmer (13%) dazu entschlossen, tierbasierte Mode zu meiden, wobei Bulgarien (28%), Südafrika (20%) und Österreich (17%) die Liste anführen.VIER PFOTEN habe in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich für Verbesserungen in der Textilbranche gekämpft: Zuletzt konnte man die Marken PUMA und Calvin Klein davon überzeugen, auf Mulesing-Wolle zu verzichten. Trotz schmerzfreier Alternativen werden beim Mulesing jungen Merino-Lämmern grosse Hautstücke vom Hinterteil abgeschnitten, um Fliegenbefall zu verhindern.

Darüber hinaus habe VIER PFOTEN auf internationaler Ebene gemeinsam mit anderen Organisationen das «Fur Free »-Retailer-Programm zum Erfolg geführt, bei dem sich über 1‘500 Marken dazu verpflichtet haben, nie wieder Pelz zu verwenden. «Mit unserem «Wear it Kind»-Programm wollen wir Marken dazu ermutigen, den Einsatz von Materialien tierischen Ursprungs zu reduzieren, ihre Lieferkettenpraktiken zu verfeinern und tierische Produkte langfristig durch nahhaltige, tierfreie Materialien zu ersetzen.

Während Pelz seit einiger Zeit im internationalen Fokus steht, gibt es auch viele andere grausame Praktiken wie das Lebendrupfen von Gänsen und die brutalen Tötungs- und Haltungsbedingungen von Tieren, die für die Produktion von Leder missbraucht werden. Gemeinsam können wir diese Grausamkeiten beenden und auf eine tierfreundliche Modezukunft hinarbeiten», resümiert Wenk.Konsument:innen können die Petition zu «Wear it Kind» hier unterzeichnen.

Unterstützer:innen aus der Modeindustrie können sich für Tiere hier einsetzen.Fotos dürfen kostenfrei verwendet werden. Sie dürfen nur für die Berichterstattung über diese Medienmitteilung genutzt werden.

Für diese Berichterstattung werde eine einfache (nicht-ausschliessliche, nicht übertragbare) und nicht abtretbare Lizenz gewährt. Eine künftige Wiederverwendung der Fotos und des Filmmaterials sei nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung von VIER PFOTEN gestattet..

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