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Zukunftsbild ÖV 2050: Zürichs Zukunft rollt an

2021-08-31 10:05:37
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Quelle: Stadt Zürich

Mit strategischen Überlegungen zur Netzentwicklung der kommenden Jahrzehnte nehmen die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) Kurs auf in Richtung Zukunft, wie die Stadt Zürich schildert.

Im Februar 2020 haben die VBZ die Zürcher Bevölkerung eingeladen, ihre Bedürfnisse und Ideen in das Zukunftsbild ÖV 2050 einzubringen. Unterdessen seien diese Anliegen in die Projektarbeit eingeflossen und zu einem Zukunftsbild verdichtet worden.

Die Stadt Zürich werde auch in Zukunft wachsen. So werden bis 2040 zusätzliche 100`000 mehr Einwohnerinnen und Einwohner sowie 40`000 weitere Arbeitsplätze erwartet.

Die VBZ wollen deshalb mit ihrem Blick in die Zukunft auch in den nächsten Jahrzehnten ausreichende Kapazitäten bereitstellen, einen pünktlichen, schnellen und möglichst umsteigefreien öffentlichen Verkehr anbieten sowie mit einer ökologischen und ökonomischen Mobilität weiterhin einen wesentlichen Beitrag leisten zu den Klimazielen der Stadt Zürich.Das heutige ÖV-, insbesondere das Tram-Netz sei in der Stadt Zürich mehrheitlich auf die Innenstadt ausgerichtet. In der Zukunft erhalten weitere Stadtzentren eine stärkere Bedeutung.

Ein äusseres Ring-System würde die Stadtzentren Oerlikon und Altstetten miteinander verbinden und im Nordosten den Bahnhof Stettbach sowie im Südwesten den Bahnhof Enge miteinbeziehen. So gelangen die Reisenden ab den Bahnhöfen am Stadtrand schnell in die Quartiere.

Ebenso würden die Binz, die ETH Hönggerberg und Schwamendingen besser erschlossen.Eine wichtige Funktion dieses Ringsystems sei die Entlastung der Innenstadt. Vor allem der innere Ring, welcher auf der Strecke Milchbuck – Bucheggplatz – Hardbrücke – Albisriederplatz – Schmiede Wiedikon – Bahnhof Enge – Bellevue vorgesehen ist, könne dieses Ziel erreichen, indem er die wichtigsten ÖV-Hubs im Gebiet zwischen den drei Zentren Hauptbahnhof, Altstetten und Oerlikon verbindet.

Sowohl der äussere wie auch der innere Ring sollen mit der bestehenden Strecke zwischen Bellevue und Milchbuck verknüpft werden. Wo sinnvoll, stehen auch unterirdische Streckenführungen zur Diskussion, etwa am Hönggerberg.

Ein Korridor zwischen Bahnhof Enge und Stadelhofen werde in der Erarbeitung der Netzentwicklungsstrategie 2040 weiter vertieft.Bereits heute bieten Angebote wie die Züri-Mobil-App die Möglichkeit, verschiedene Verkehrsmittel während der Reise zu kombinieren. Inskünftig wollen die VBZ das mit sogenannten multimodalen Mobilitätshubs fördern und besseren Umstieg auf S-Bahn, Velo, E-Bike, Scooter, E-Trottinett, Carsharing oder den Fussweg bieten.

An zentral gelegenen Haltestellen würden entsprechende Infrastrukturen bereitgestellt, die es erlauben, bequem Zugriff auf die genannten Mobilitätsangebote zu erhalten.Die VBZ haben mit On-demand-Angeboten wie «Pikmi» oder multimodalen Mobilitätsplattformen wie «Züri-Mobil» das Prinzip von «Mobility-as-a-Service» und die Möglichkeiten der Digitalisierung bereits aufgegriffen. In Zukunft könnten in Stadtteilen oder Zeiträumen, in denen weniger Leute unterwegs seien und keine Hauptachsen verlaufen, solche Angebote intensiviert werden.Die bestehende Tramstrecke zwischen Oerlikon – Milchbuck – Hochschulgebiet Zentrum – Bellevue / Stadelhofen solle zu einer Ost-Tangente aufgewertet werden.

Verknüpft mit dem neuen Ringsystem im Westen entstünde so ein leistungsfähiges Tramangebot, welches direkte Verbindungen zu den Hochschulgebieten bietet. Das wachsenden Spitalquartier Balgrist-Lengg möchten die VBZ mit guten Anschlüssen an die S-Bahn am Bahnhof Stadelhofen anknüpfen, ebenso an das ÖV-Ringsystem.     Als Zweck stehen bei dieser Aufwertung auch kürzere Reisezeiten im Fokus.

Hierfür wären, nebst betrieblichen Massnahmen, beispielsweise auch die Einführung eines Schnelltrams (das nicht alle Haltestellen bedient) oder die Erhöhung der Haltestellenabstände möglich.Endhaltestellen sollen dort platziert werden, wo sie am meisten Nutzen bringen. Dafür wollen die VBZ bestehende Linien gezielt verlängern und bessere Anschlüsse etwa an die S-Bahn schaffen.Wo heute Engpässe bestehen, seien diese in der Zukunft mit geeigneten Massnahmen zu beheben, um weiterhin einen zuverlässigen ÖV zu bieten.

Ein grosses Thema sei dabei auch die Vernetzung des ÖV-Angebots über die Stadtgrenzen hinaus. Dank einer guten Verknüpfung der Tangentialverbindungen mit dem städtischen und regionalen ÖV-Netz sollen auch im Umland neue zuverlässige Verbindungen mit kurzen Reisezeiten entstehen.Begleitet wurden die vier Expertenteams bei der Ausarbeitung des Zukunftsbilds von verschiedenen Gremien, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der VBZ, des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) und des Tiefbauamts der Stadt Zürich (TAZ).

Für eine breite Abstützung in Stadt und Kanton sorgten eine Begleitgruppe mit Mitwirkendenden aus der Dienstabteilung Verkehr, dem Amt für Städtebau, der Stadtentwicklung Zürich sowie dem Amt für Mobilität Kanton Zürich und einem externen Fachbeirat.Die fünf Elemente des Zukunftsbildes ÖV 2050 werden nun in einem nächsten Schritt hinsichtlich ihrer Machbarkeit, Etappierbarkeit und Kosten vertieft geprüft und finden je nach Ergebnis Aufnahme in die Netzentwicklungsstrategie 2040. Die Netzentwicklungsstrategie 2040 werde dann dem Stadtrat der Stadt Zürich und dem Regierungsrat des Kantons Zürich vorgelegt. Es handelt sich dabei um das zentrale Planungsinstrument für Infrastrukturen und Fahrzeugbeschaffungen.

Nachfolgend werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt..

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