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Nur drei Monate «She-cession»

  • Nur drei Monate «She-cession»
    Nur drei Monate «She-cession» (Bild: Avenir Suisse)
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    Nur drei Monate «She-cession» (Bild: Avenir Suisse)
2021-07-29 23:20:12
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Quelle: Avenir Suisse

Die Erwerbstätigkeit der Frauen sank während der ersten Welle der Covid-19 Pandemie in der Schweiz stärker als jene der Männer, wie Avenir Suisse meldet.

Gesamthaft gesehen waren die geschlechterspezifischen Auswirkungen am Schweizer Arbeitsmarkt bisher jedoch gering. Dennoch führt uns die Corona-Krise vor Augen, wie wichtig die richtigen Rahmenbedingungen für eine bessere Gleichstellung am Arbeitsmarkt sind.

Die Erwerbstätigkeit der Frauen sank während der ersten Welle der Covid-19 Pandemie in der Schweiz stärker als jene der Männer. Gesamthaft gesehen waren die geschlechterspezifischen Auswirkungen am Schweizer Arbeitsmarkt bisher jedoch gering.

Dennoch führt uns die Corona-Krise vor Augen, wie wichtig die richtigen Rahmenbedingungen für eine bessere Gleichstellung am Arbeitsmarkt sind. Die Krise sei weiblich.

Dieses oder ähnliches sei seit Beginn der Covid-19 Pandemie immer wieder zu hören: Anders als in früheren Rezessionen sei die Erwerbstätigkeit der Frauen stärker von der Krise getroffen als jene der Männer, und das sei ein Rückschlag für die Gleichstellung der Geschlechter.Gemäss einer IMF-Studie sank die Erwerbstätigkeit der Frauen tatsächlich in rund zwei Drittel der 38 untersuchten Länder während der ersten Welle stärker als jene der Männer. Auch hierzulande kam es zu einer leichten «She-cession» (abgeleitet vom englischen Wort «recession»): Im zweiten Quartal 2020 sank die Erwerbstätigenquote der Frauen im Vergleich zur durchschnittlichen Quote von 2019 um rund 0,5% stärker als bei den Männern.Als Ursachen für die «She-cession» werden in der Literatur vor allem folgende Faktoren diskutiert: Erstens sei der Beschäftigungsanteil von Frauen in kontaktintensiven Branchen oft höher.

Auch in der Schweiz sei der Frauenanteil in der Gastronomie, im Handel sowie in der Kunst-, Erholungs- und Unterhaltungsbranche hoch – also in Bereichen, die stark unter dem Lockdown litten.Zweitens übernehmen Frauen tendenziell einen grösseren Teil der Kinderbetreuung, wenn die Schulen oder Betreuungsangebote geschlossen sind. Wie eine Befragung im Auftrag des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann zeigt, reduzierten im Mai 2020 37% der Mütter, aber nur 25% der Väter (mit Kindern unter 16 Jahren) ihre beruflichen Arbeitskapazitäten.Und nun die gute Nachricht: Die Erwerbstätigenquote der Frauen erholte sich im Sommer und Herbst schneller als jene der Männer – die «She-cession» war also von kurzer Dauer.

Zudem lag die Arbeitslosenquote der Frauen 2020 stehts unter jener der Männer. Die Pandemie habe jedoch nicht nur einen Einfluss auf die Erwerbstätigkeit, sondern vor allem auf das Arbeitsvolumen: Die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm zwischen 2019 und 2020 bei den Frauen (-3,8%) nahezu gleich stark ab wie bei den Männern (-3,7%).Gesamthaft gesehen waren die geschlechterspezifischen Auswirkungen am Arbeitsmarkt in der Schweiz bisher nur gering.

Ob die Unterschiede in der längeren Frist zunehmen, werde sich zeigen. Unabhängig davon könne die Gleichstellung am Arbeitsmarkt nur mit den richtigen Rahmenbedingungen vorangetrieben werden: Neben der Einführung der Individualbesteuerung sei auch die Verfügbarkeit von Betreuungsmöglichkeiten entscheidend für eine höhere Erwerbstätigkeit der Frauen.

Gerade letzteres haben uns die Schulschliessungen vor Augen geführt.Valérie Müller sei seit April 2019 bei Avenir Suisse und als Researcher tätig. Sie hält einen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre sowie einen Master in Volkswirtschaftslehre von der Universität Freiburg.

Zuvor arbeitete sie und andere bei der Schweizerischen Nationalbank sowie im Bereich Qualitätsmanagement an der Universität Freiburg. Serie Was aus dem als Libra lancierten Währungsprojekt von Facebook & Co.

geworden sei – eine Blogserie in sechs Teilen (1/6) Medienkonferenz 20. Mai 2021, 10 Uhr. Mit Patrick Dümmler, Lukas Rühli, Peter Grünenfelder.

Begrüssung Verena Parzer-Epp. Seit 2001 haben wir über 2000 Analysen, Publikationen, Podcasts und Videos veröffentlicht.

Sie finden sie alle in unserer Bibliothek. .

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