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Kultur

Schweiz gibt mesopotamische Kulturguter an Irak zuruck - Historische Restitution in Genf

Die Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider übergibt drei antike mesopotamische Kulturgüter an den Vizepremierminister und Außenminister des Irak, Fuad Hussein, im Rahmen einer offiziellen Feier im Bundesamt für Kultur. Die zwischen 1700 und 2800 Jahre alten Artefakte wurden im Kanton Genf beschlagnahmt und werden bis zum 7. Juni 2024 in einer öffentlichen Sonderausstellung im Bundesamt für Kultur zu sehen sein.

2024-05-24 11:35:03
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Quelle: Bundesamt für Kultur

Bundesratin Elisabeth Baume-Schneider hat heute drei bedeutende mesopotamische Kulturguter, eine Statue und zwei Reliefs, an den Vizepremierminister und Aussenminister der Republik Irak, Fuad Hussein, ubergeben. Die drei zwischen 1700 und 2800 Jahre alten mesopotamischen Kulturguter waren im Rahmen eines Strafverfahrens im Kanton Genf eingezogen worden. Die Restitution fand im Bundesamt fur Kultur statt, wo die Objekte bis zum 7. Juni 2024 in einer offentlichen Sonderausstellung gezeigt werden.

Offizielle Feier und Restitution

Im Rahmen einer offiziellen Feier in den Raumlichkeiten des Bundesamts fur Kultur (BAK) ubergab Bundesratin Elisabeth Baume-Schneider, Vorsteherin des Eidgenossischen Departements des Innern, die drei archaologischen Kulturguter dem Vizepremierminister und Aussenminister der Republik Irak, Fuad Hussein, der sie in ihr Herkunftsland uberfuhren wird. Dies ist die funfte und bei weitem wichtigste Ruckgabe von Kulturgutern an den Irak durch die Schweiz seit 2005.

Bedeutende Objekte

Bei den drei Objekten handelt es sich um zwei grosse assyrische Reliefs aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. aus der bedeutenden archaologischen Statte Nimrud-Kalhu und das Fragment eines auf das 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. datierten koniglichen Torsos aus der antiken Stadt Hatra, beide im heutigen Irak, in der Gegend von Mossul. Die Objekte sind Teil des mesopotamischen Kulturerbes und gehoren zu den am starksten gefahrdeten Kategorien irakischer Kulturguter.

Die Objekte wurden bei offiziellen Ausgrabungen in den Jahren 1856/57, 1959 und 1976 entdeckt und inventarisiert. Sie wurden zu einem unbekannten Zeitpunkt und unter unbekannten Umstanden illegal aus dem Irak ausgefuhrt. Die Schweiz und der Irak sind Vertragsstaaten der UNESCO-Konvention von 1970 uber Massnahmen zum Verbot und zur Verhutung der rechtswidrigen Einfuhr, Ausfuhr und Ubereignung von Kulturgut.

Mit dem Bundesgesetz uber den internationalen Kulturgutertransfer (KGTG), das die Konvention in der Schweiz ausfuhrt, will der Bund einen Beitrag zum Schutz des kulturellen Erbes der Menschheit leisten und Diebstahl, Plunderung sowie illegale Ein- und Ausfuhr von Kulturgut verhindern. Die drei mesopotamischen Objekte wurden im Jahr 2023 im Rahmen eines Strafverfahrens im Kanton Genf endgultig eingezogen und in Anwendung des KGTG dem BAK zur Ruckgabe an ihr Herkunftsland anvertraut.

Diese Restitution unterstreicht das gemeinsame Engagement der Schweiz und des Irak im Kampf gegen den illegalen Kulturgutertransfer. Die drei an den Irak zuruckgegebenen Objekte werden aufgrund ihrer herausragenden historischen und kunstlerischen Bedeutung ausnahmsweise in einer dokumentierten Ausstellung im BAK in den Raumlichkeiten der Schweizerischen Nationalbibliothek zu sehen sein. Die Ausstellung lauft vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2024 und kann von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 18.00 Uhr frei besichtigt werden.

(Quelle:Bundesamt für Kultur Bearbeitet mit ChatGPT)

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