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IDAHOBIT 2024 in Bern: Queere ältere Menschen und Pionier*innen im Fokus

Stadt Bern lädt zu Veranstaltung für queere ältere Menschen und Pionier*innen am 17. Mai 2024 im Rathaus ein – mit Historikerin Corinne Rufli und Queeraktivist Daniel Frey. Der Verein queerAlternBern setzt sich für sichtbarkeit und Stärkung älterer queeren Personen ein. Besuche die Fotoausstellung im Rathaus oder online!

2024-05-15 11:05:02
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Quelle: Stadt Bern

Gemeinsam mit dem Verein queerAlternBern und der Abteilung für Chancengleichheit der Universität Bern lädt die Stadt Bern am Abend des 17. Mai 2024 zu einer Veranstaltung zum Thema «Queere ältere Menschen und Pionier*innen» im Berner Rathaus ein. Im ersten Teil der Veranstaltung kommen die Historikerin Corinne Rufli, die das Buch «Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert» mit Porträts zu frauenliebenden Frauen über siebzig geschrieben hat und an der Universität zum Thema forscht, und Daniel Frey, Berner Queeraktivist und Co-Präsident des Vereins queerAlternBern, zu Wort. Danach folgen Grussworte des Stadtpräsidenten Alec von Graffenried und der stellvertretenden Leiterin Abteilung für Chancengleichheit der Universität Bern, Ursina Anderegg.

Den zweiten Teil der Veranstaltung bilden zwei moderierte Erzählrunden mit älteren Zeitzeug*innen. Weitere Informationen zum Anlass finden sich unter www.bern.ch/idahobit. Als Mitglied des internationalen Rainbow Cities Network beteiligt sich die Stadt Bern auch an der jährlichen Fotoausstellung zum IDAHOBIT zum Thema «queer elders and pioneers». Die Fotoausstellung kann am Freitag, 17. Mai 2024 ab 16.30 Uhr im Rathaus oder ab dem 17. Mai online besichtigt werden.

Die Bedeutung des IDAHOBIT

Die Vorkämpfer*innen, die vor über 50 Jahren nicht länger bereit waren, sich für ihre Lebensweise zu schämen, die in den grösseren Städten «Homosexuelle Arbeitsgruppen» gegründet und sich für ihre Rechte eingesetzt haben, sind heute 70, 80 Jahre alt oder älter. Sie befürchten, in Alterseinrichtungen nicht nur ihre Selbstbestimmung zu verlieren, sondern sich auch wieder verstecken zu müssen. Dieser Umstand unterstreicht eine Umfrage von Pink Cross, der Dachorganisation der schwulen und bisexuellen Männer in der Schweiz, aus dem Jahr 2019, die zeigt, dass queere Personen in Pflege- und Altersheimen eine unsichtbare Minderheit sind.

Menschen, die so lange für ihre Rechte und ihre Freiheit gekämpft haben, sollen auch am Ende ihres Lebens offen und selbstbewusst zu ihren queeren Identitäten und Biografien stehen können. Der Anlass zum IDAHOBIT will die Pionier*innen von damals und mit ihnen die letzten 50 Jahre der Geschichte lesbischer Frauen und schwuler Männer in den Fokus rücken und würdigen.

Die Bedeutung von Verein queerAlternBern

Der IDAHOBIT erinnert daran, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität am 17. Mai 1990 offiziell als Krankheit aus dem Klassifikationssystem gestrichen hat. Seit Anfang 2022 führt die WHO auch die Transidentität nicht mehr als psychische Störung auf. Die Pathologisierung intergeschlechtlicher Menschen dauert noch an.

Um dem Rückzug und der Einsamkeit queerer älterer Menschen entgegenzuwirken, haben Aktivist*innen im Herbst 2023 den Verein queerAlternBern gegründet. Nach dem Vorbild der beiden Schwestervereine in Zürich und Basel hat queerAlternBern zum Ziel, Orte zu schaffen, wo ältere queere Personen Menschen mit ähnlichen Biografien und Lebenserfahrungen treffen können. Weitere Informationen zum Verein befinden sich unter queeralternbern.ch.

(Quelle:Stadt Bern Bearbeitet mit ChatGPT)

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