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Sensationeller Fund: Kanonenfragment aus dem 17. Jahrhundert entdeckt in Solothurner Pächterhaus

Die neue Sonderausstellung "Abgefeuert und explodiert" im Pächterhaus des Museums Blumenstein in Solothurn präsentiert ein Kanonenfragment aus dem 17. Jahrhundert, das auf der Martinsflue bei Rüttenen entdeckt wurde. Erfahren Sie mehr über den spektakulären Fund und die mögliche Explosion des Geschützes in der Übungsschanze der Solothurner Artillerie im sogenannten Franzoseneinschlag.

2024-05-13 15:05:17
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Quelle: Kanton Solothurn

Die neue Sonderausstellung «Abgefeuert und explodiert» im Pächterhaus des Museums Blumenstein in Solothurn zeigt ein Kanonenfragment aus dem 17. Jahrhundert. Gefunden wurde das 2,5 Kilogramm schwere Bronzestück auf der Martinsflue bei Rüttenen. Das Geschütz ist möglicherweise in der Übungsschanze der Solothurner Artillerie im sogenannten Franzoseneinschlag explodiert.

Ein Kanonenfragment als spektakulärer Fund

Ein aussergewöhnlicher Fund kam 2021 auf der Martinsflue bei Rüttenen zum Vorschein: Was auf den ersten Blick aussah wie das Fragment einer Glocke, entpuppte sich bei genauerer Betrachtung als Teil einer neuzeitlichen Kanone. Bei der Zahl «16» handelt es sich um die ersten Ziffern des Herstellungsjahres: Die Kanone wurde irgendwann zwischen 1600 und 1699 gegossen.

Die Wallanlage im «Franzoseneinschlag»

Tiefe Risse und scharfe, nach aussen gebogene Bruchkanten deuten darauf hin, dass die Kanone explodiert ist. Wann genau dies geschah, lässt sich nicht sagen. Im bewaldeten Gelände ist sie noch schwach zu erkennen, die Wallanlage im «Franzoseneinschlag» an der Grenze von Rüttenen und Langendorf: Die Erdwälle bilden ein Rechteck mit einem Aussenmass von 38 auf 30 Metern.

Die Solothurner Artillerie und der Franzoseneinschlag

Bei der Anlage handelt es sich nicht um ein Militärlager und schon gar nicht um eine Richtstätte aus der Zeit des Franzoseneinfalls von 1798, wie es die landläufige Meinung ist. Vielmehr wurde die Schanze als Übungsplatz für die Solothurner Artillerie erbaut. Auf Plänen von 1820 und 1838 ist das Bauwerk mit «Batterie» oder «Poligon» angeschrieben.

Mit diesen Bezeichnungen bezeichnete man in der Artillerie Anlagen, in denen Geschütze in Stellung gebracht wurden. Geschossen wurde in nordwestliche Richtung in den 600 Meter entfernten Hang des Heissackers an der Grenze von Langendorf und Oberdorf. Die Solothurner Artillerie übte in der Schanze bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Der Flurname «Franzoseneinschlag» taucht erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Möglicherweise erinnert er an einen Friedhof aus der Besatzungszeit. Die Wallanlage mit dem Einmarsch und der Besatzung durch die Franzosen in Verbindung gebracht – das Waldstück bei der Schanze wurde ebenfalls zum «Franzoseneinschlag».

(Quelle:Kanton Solothurn Bearbeitet mit ChatGPT)

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