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Die Quartierarbeit in Luzern: Zusammenhalt und Interessenvertretung in den Stadtteilen

Die Quartierarbeit in Luzern hat ihren Ursprung im Würzenbach und hat sich über Jahrzehnte zu Interessenvertretungen für die gesamte Bevölkerung entwickelt. Erfahren Sie, wie die Kooperation mit Quartiervereinen die städtische Quartierarbeit bereichert und die Beteiligung der Bevölkerung an städtischen Anliegen fördert.

  • Über den morschen Steg zum offenen Quartierbüro
    Über den morschen Steg zum offenen Quartierbüro (Bild: Stadt Luzern)
  • Über den morschen Steg zum offenen Quartierbüro
    Über den morschen Steg zum offenen Quartierbüro (Bild: Stadt Luzern)
  • Über den morschen Steg zum offenen Quartierbüro
    Über den morschen Steg zum offenen Quartierbüro (Bild: Stadt Luzern)
2024-05-06 09:05:04
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Quelle: Stadt Luzern

Wirtschaftliche Interessen legten auch den Grundstein für die Quartiervereine Obergrund und Hochwacht zehn Jahre später. Der Quartierverein Obergrund war ursprünglich ein strammer Gewerbeverein von gehobenen Herren. Ebenfalls 1874 entstand der Quartierverein Hochwacht, gegründet von Gewerbetreibenden und Handwerkern. Nach und nach entstanden weitere Quartiervereine. Über Jahrzehnte haben sich die Quartiervereine zu Interessenvertretungen für die ganze Bevölkerung entwickelt. Sie fördern das Zusammenleben und bilden das Bindeglied zu den Behörden. Aus dem Gegeneinander in der Gründerzeit wurde ein Miteinander.

Der Ursprung der Quartierarbeit in Luzern

Der eigentliche Ursprung der Quartierarbeit in der Stadt Luzern liegt im Würzenbach. «Ich erhielt Anfang der 1980er-Jahre vom Verein Spielhaus Würzenbach den Auftrag, den Robinsonspielplatz und das Spielhaus in der Hochhüsliweid zu einem Jugendtreff auszubauen», erinnert sich Walti Mathis. Mit viel Elan startete er 1982 in einem 40-ProzentPensum, unterstützt mit Mitteln der Stadt Luzern «So entstand der erste Jugend- und Quartiertreff der Stadt mit professioneller Jugendarbeit direkt im Quartier. Für mich war das die schönste Zeit in meinem Berufsleben», sagt der heute 67-Jährige. Was ihm bei seiner Arbeit geholfen hat: Er wohnte im Quartier und war damit «fassbar», er war Präses der Pfadi St. Johannes und mit der Pfarrei vernetzt. «Mit meiner Arbeit konnte ich nachweisen, dass es professionelle Jugendarbeit in den Quartieren braucht.»

Die Quartierarbeit der Stadt Luzern hat sich ab dem Jahr 2000 aus der «Mobilen Kinder- und Jugendarbeit» heraus entwickelt. Wertvolle Grundlagenarbeit lieferte auch das Projekt «BaBeL-Kids» im Gebiet Basel- / Bernstrasse. 2004 entstand an der Baselstrasse 72 schliesslich der erste Standort der städtischen Quartierarbeit. «Die Quartierarbeit hat sich immer mehr geöffnet und steht heute der ganzen Bevölkerung zur Verfügung», sagt Sibylle Lang und ergänzt: «Wir spüren den Puls der Bevölkerung und der Quartiere.» Auch deshalb, weil die Quartierarbeit der Stadt bestens vernetzt ist: mit Quartiervereinen und Schulen, mit Kirchen und Vereinen.

Die Kooperation mit Quartiervereinen

In Littau beispielsweise sei die Zusammenarbeit mit den vier Quartiervereinen kooperativ und kollegial. Man ergänze sich gut, sagt Sibylle Lang: «In den Quartiervereinen ist die Bevölkerung super organisiert, um etwas anzustossen. Wir von der Quartierarbeit ermöglichen einen direkten und niederschwelligen Draht zur Stadtverwaltung. Es braucht uns beide.» Das zeigt sich aktuell auch beim Bahnhof Littau. Durch die Zusammenarbeit zwischen der Quartierarbeit und dem Quartierverein An der Emme wird die Bevölkerung aktiv in die Aufwertung des Gebiets rund um den Bahnhof miteinbezogen.

«Wir sind ein Interessenverein und Netzwerk der Quartierbevölkerung gegenüber der Verwaltung und betreiben Quartierpolitik für alle», erklärt Andreas Gervasi. Aktuell beschäftigt sich der Quartierverein Obergrund beispielsweise mit der Vereinsgründung der IG Kulturachse zur Aufwertung des Freigleises und mit der Zukunft des Bocciodromos beim Eichwäldli. «Dazu sind wir im Austausch mit der Quartierentwicklung der Stadt Luzern.» Der Dialog funktioniere, sagt Andreas Gervasi: «Als Quartierverein hat man gegenüber der Stadt eine kurze und direkte Kommunikation, wird meist frühzeitig informiert und im besten Falle bei städtischen Anliegen partizipativ einbezogen.»

(Quelle:Stadt Luzern Bearbeitet mit ChatGPT)

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