Logo newsbot.ch

Vermischtes

Arbeiterinnenproteste in Bangladesch: Amnesty International kritisiert Gewalt und Strafverfahren (10. August 2022)

Arbeiterinnen in Bangladesch erleben Angst und Unterdrückung bei Protesten für bessere Arbeitsbedingungen, so Amnesty International. Unternehmen bleiben straffrei, während Arbeiterinnen mit Strafverfahren und Gewalt konfrontiert sind.

  • Bangladesch: Entschädigung und Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen überfällig
    Bangladesch: Entschädigung und Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen überfällig (Bild: Amnesty International)
  • Bangladesch: Entschädigung und Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen überfällig
    Bangladesch: Entschädigung und Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen überfällig (Bild: Amnesty International)
  • Bangladesch: Entschädigung und Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen überfällig
    Bangladesch: Entschädigung und Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen überfällig (Bild: Amnesty International)
  • Bangladesch: Entschädigung und Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen überfällig
    Bangladesch: Entschädigung und Gerechtigkeit für Textilarbeiter*innen überfällig (Bild: Amnesty International)
2024-05-01 02:10:10
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Amnesty International

Arbeiterinnen protestieren in Sylhet in Bangladesch für bessere Arbeitsbedingungen (10. August 2022). Textilarbeiter*innen in Bangladesch sind einem Klima der Angst und Unterdrückung ausgesetzt, kritisiert Amnesty International zum Tag der Arbeit am Ersten Mai. Unternehmen, die sich Menschenrechtsverstoßen schuldig gemacht haben, bleiben straffrei, während der Staat die Rechte von Arbeiter*innen weiter einschränkt.

Schweigen durch Strafverfahren und Gewalt

Trotz Arbeitsunfällen, die manchmal sogar mit dem Tod enden, müssen in Bangladesch nicht Unternehmen, sondern Arbeiterinnen Konsequenzen fürchten – das kritisiert Amnesty International zum Tag der Arbeit. Textilarbeiterinnen, die auf Missstände hinweisen, werden zum Schweigen gebracht: Sie werden mit willkürlichen Strafverfahren überzogen, ihre Proteste gewaltsam niedergeschlagen. Textilarbeiterinnen erhalten weiterhin Armutslöhne und sind mit unzähligen weiteren Verstößen gegen ihre Rechte konfrontiert, darunter Einschüchterung und Gewalt.

Nach Unglücken keine Besserung

Zwischen Oktober und November 2023 starben mindestens vier Textilarbeiterinnen bei Protesten um den nationalen Mindestlohn, 131 Menschen wurden festgenommen, darunter führende Gewerkschafterinnen. Im Juni 2023 wurde Shahidul Islam getötet, der Präsident des Gewerkschaftsverbandes Bangladesh Garment and Industrial Workers Federation. Er hatte versucht, die Auszahlung von ausstehenden Löhnen einzufordern. Vor elf Jahren stürzte die Textilfabrik Rana Plaza ein, mehr als 1100 Textilarbeiterinnen starben, Tausende wurden verletzt.

Strukturverstöße und Forderungen nach Veränderung

Kristina Hatas, Expertin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Amnesty International in Deutschland, fordert Maßnahmen seitens der Regierung in Bangladesch, um die Arbeiterinnen zu schützen und fair zu entlohnen. Auch europäische Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen. Trotz vergangener Tragödien sind Unternehmen und Behörden bisher nicht effektiv zur Rechenschaft gezogen worden. Eine angemessene Entschädigung für Arbeitsunfälle bleibt ein ferner Traum in Bangladesch.

Strafverfahren und Gewalt gegen Demonstrierende

Seit den Protesten 2023 wurden mindestens 35 Strafverfahren gegen Textilarbeiterinnen eingeleitet, wobei in den aufgenommenen Anzeigen rund 161 namentlich genannten Arbeiterinnen und schätzungsweise bis 44.450 ungenannten Arbeiterinnen die Teilnahme an den Protesten vorgeworfen wurde. Mindestens 131 Personen wurden im Zusammenhang mit diesen Fällen festgenommen, darunter mehrere Vorsitzende wichtiger Gewerkschaften.

Unfälle und Todesfälle am Arbeitsplatz

Trotz einiger globaler Reformen, die auf die Rana-Plaza-Tragödie folgten, gibt es für Arbeitnehmerinnen in Bangladesch keine Sicherheit am Arbeitsplatz. Nach konservativen Schätzungen der Safety and Rights Society, einer NGO, die sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen einsetzt, wurden zwischen 2013 und 2023 mehr als 5.608 arbeitsbedingte Todesfälle dokumentiert – ohne die Todesopfer des Rana-Plaza-Einsturzes.

(Quelle:Amnesty International Bearbeitet mit ChatGPT)

Suche nach Stichworten:

Arbeiterinnenproteste Bangladesch: Amnesty Gewalt Strafverfahren (10. 2022)