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Wissenschaft

Klimawandel bedroht europäische Baumarten: Neue Studie warnt vor Waldverlust

Neue Studie warnt: Klimawandel bedroht europäische Baumarten! Forschung zeigt, dass bis zu 50 Prozent der Bäume den zukünftigen Klimabedingungen nicht standhalten könnten. Experten empfehlen dringend geeignete Maßnahmen zur Wiederaufforstung.

2024-04-30 17:25:05
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Quelle: Science Media Center Deutschland

Je nach Region in Europa könnte zwischen einem Drittel und der Hälfte der heute dort wachsenden Baumarten den künftigen Klimabedingungen nicht mehr gewachsen sein. Somit dürfte die Herausforderung, dem drohenden Waldverlust durch geeignete Wiederaufforstung mit heute und auch künftig geeigneten Baumarten entgegenzuwirken, enorm schwierig werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Modellierungsstudie, die soeben im Fachjournal „Nature Ecology & Evolution“ veröffentlicht wurde.

Fortschreitender Klimawandel und Auswirkungen auf Waldökosysteme

Der fortschreitende Klimawandel bedeutet auch für Waldökosysteme massive Veränderungen. Langanhaltende Trockenphasen, Hitze, häufigere Waldbrände, intensivere Herbststürme, Schadorganismen, wie zum Beispiel der Borkenkäfer, und andere Stressoren sind die Ursache für ein umfangreiches, oft großflächiges Absterben von Bäumen. Um diese Ausfälle zu kompensieren, müssen die betroffenen Wälder mit Baumarten regeneriert werden, die sowohl heutige als auch künftige Klimabedingungen tolerieren.

Untersuchung der Baumartenverteilung in Europa

Forschende der Universität Wien und der Technischen Universität München untersuchten zunächst die derzeitige Verbreitung von 69 der häufigsten Baumarten unter Berücksichtigung von Daten von fast 240.000 Standorten in ganz Europa. Anschließend modellierten sie, ob die regionalen Standorte dieser Bäume unter Betrachtung der Emissionsszenarien RCP 2.6, 4.5 und 8.5 bis zum Ende des Jahrhunderts nach definierten Kriterien weiterhin für eine Wiederaufforstung von Waldgebieten geeignet sein würden.

Analyse der Forschungsergebnisse und Ausblick

Das Ergebnis der kleinräumigen Modellierungen zeigt, dass die durchschnittliche Anzahl der Baumarten pro Quadratkilometer je nach Szenario zwischen 33 und 49 Prozent abnehmen könnte. Dies führt dazu, dass der durchschnittliche Pool an europäischen Baumarten, die sich für eine Wiederaufforstung eignen, kleiner als bei den mutmaßlichen Klimabedingungen am Ende des Jahrhunderts wäre. Die Studie betont die Bedeutung eines breiteren Artenportfolios für die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für die Forstwirtschaft

Die Studie bietet wichtige Einblicke in die Zukunftsfähigkeit von Baumarten in Europa und verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die Forstwirtschaft steht. Es wird empfohlen, die Anpassung der Wälder an die veränderten Umweltbedingungen ernst zu nehmen und auf eine vielfältige Baumartenmischung zu setzen, um die Resilienz gegenüber Extremereignissen zu erhöhen. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Entwicklung von effektiven Maßnahmen zur Bewirtschaftung von Wäldern dienen.

(Quelle:Science Media Center Deutschland Bearbeitet mit ChatGPT)

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