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Kultur

Kunstprojekt im Salzkammergut: Weltbekannte Saliera kehrt in die Natur zurück

Die „Saliera“, gestohlen und wiederentdeckt, kehrt als Kunstwerk aus Salz in den österreichischen Wald zurück. Die Ausstellung „Into the Woods“ im KunstHausWien präsentiert die einzigartige Verbindung von Kunst und Natur im Rahmen der Klima Biennale Wien.

2024-04-04 09:35:04
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Quelle: OTS kultur

Einst wurde sie nach einem der wohl spektakulärsten Kunstraube der österreichischen Geschichte in einem Waldstück wiedergefunden. Jetzt kehrt die „Saliera“, das weltbekannte Kunstwerk des italienischen Bildhauers Benvenuto Cellini, im Rahmen eines Kunstprojekts noch einmal in die Natur zurück: Sie steht derzeit im Fokus der Ausstellung „Into the Woods“ zum Ökosystem Wald des KunstHausWien im Rahmen der Klima Biennale Wien. Dafür fertigte das rumänische Künstler-Duo Anca Benera und Arnold Estefan in aufwendiger, sechsmonatiger Arbeit eine Replik der „Saliera“ aus Salz an. In Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) wurde das Kunstwerk aus Salz in einem Wald im steirischen Salzkammergut platziert, um dort die Kräfte der Natur – wie etwa Witterungseinflüsse und Wildtiere – darauf wirken zu lassen.

Die Verbindung von Kunst und Natur

Für das Projekt mit dem Titel „Unworlding“ ließen sich die Künstler von alten Schöpfungsmythen inspirieren. Es soll Kunst und Natur auf neuartige Weise miteinander verbinden und die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Wald darstellen. Das Salz für das Kunstwerk stammt aus dem Salzbergwerk Altaussee.

Die Rolle des Salzkammerguts und der Bundesforste

Das österreichische Salzkammergut wurde als Schauplatz für die außergewöhnliche Kunstinstallation ausgewählt, da hier besonders deutlich wird, wie eng der Rohstoff Salz mit dem Wald verknüpft ist. In früheren Jahrhunderten war Holz ein unverzichtbarer Rohstoff zur Salzgewinnung, der als Bau-, Gruben- und Brennholz in den Salzbergwerken benötigt wurde. Angesichts drohender Holzverknappung entstand bereits im 18. Jahrhundert das Prinzip der forstlichen Nachhaltigkeit, wonach nicht mehr Holz geerntet werden sollte als nachwachsen kann. Ein Grundsatz, nach dem die Bundesforste als größter Waldbewirtschafter Österreichs bis heute handeln.

Die Unterstützung und Expertise der Bundesforste

„Wir bewirtschaften unsere Wälder nachhaltig und naturnah. Auch zukünftige Generationen sollen eine intakte Natur vorfinden. Mit der Unterstützung dieses unkonventionellen Kunstprojekts wollen wir auf das Zusammenspiel von menschlichem Wirken und Natur, ganz besonders auf die Bedeutung des Ökosystems Wald als Lebens- und Erholungsraum sowie seine zentrale Rolle als Klimaschützer, aufmerksam machen“, zeigt sich Georg Schoppl, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste, von diesem Projekt begeistert.

Neben dem Waldstandort bei Altaussee bringen die Österreichischen Bundesforste auch ihre fachliche Expertise zum Wildtierverhalten und zum Lebensraum Wald in das Kunstprojekt ein. Die Dokumentation des Projektes – wie Wetter und Wild die Salz-Saliera neu formen – erfolgt über eigens angebrachte Wildkameras. Seit der Platzierung der „Saliera“ im Wald hat der ungewöhnliche „Salzleckstein“ schon das Interesse verschiedener Wildtiere geweckt, darunter Rehe, Gämsen und Eichhörnchen. Über den Salzleckstein nehmen die Tiere zusätzliche Spurenelemente und Mineralien auf, die sie vor allem in der Zeit des Fellwechsels vermehrt benötigen.

Die Bedeutung des Projekts

„Die künstlerische Arbeit in einer Waldumgebung ist Neuland für uns, daher ist die Unterstützung durch die Expertinnen und Experten der Bundesforste sehr wertvoll. So entstand ein interdisziplinäres Projekt, das Kunst und Forstwissenschaft miteinander verbindet“, erläutern die Künstler Anca Benera und Arnold Estefan.

(Quelle:OTS kultur Bearbeitet mit ChatGPT)

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