Logo newsbot.ch

Wissenschaft

Mauste Experimente zeigen mögliche Alzheimer-Übertragung bei Knochenmarks durchführung

Experimente an Mäusen zeigen mögliche Übertragung von familiärem Alzheimer bei Knochenmarkspende, aber ob dies auf den Menschen übertragbar ist, bleibt unklar. Die Studie im Fachjournal „Stem Cell Reports“ weist darauf hin, dass bestimmte genetisch veränderte Knochenmarkzellen eine Alzheimer-ähnliche Pathologie verursachen können.

2024-03-29 16:25:05
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Science Media Center Deutschland

Forschende aus Kanada wollen mit Experimenten an Mäusen gezeigt haben, dass eine Form von familiären Alzheimer im Fall einer Knochenmarkspende auf gesunde Nager übertragen werden konnte. Ob die Ergebnisse klinische Relevanz für die Medizin haben, kann die Studie nicht klären. Bei familiärem Alzheimer handelt es sich um eine genetische Veranlagung, bei der Betroffene eine mutierte Version eines von drei bekannten Risiko-Genen tragen: Amyloid precursor protein (APP), Presenilin-1 (PS1) oder Presenilin-2 (PS2). Diese führen zu einer erhöhten Produktion von Amyloid-ss-Peptiden und einem meist früheren Krankheitsbeginn. Groben Schätzungen zu Folge lassen sich rund ein Prozent aller Alzheimer-Erkrankungen auf familiären Alzheimer zurückzuführen [I].

Experimente an Mäusen zeigen mögliche Übertragung von Alzheimer bei Knochenmarkspende

Die Forschenden, die ihre Ergebnisse im Fachjournal „Stem Cell Reports“ veröffentlicht haben (siehe Primärquelle), verwendeten Mäuse, die ein mutiertes menschliches Amyloid-Vorläuferprotein (APP) tragen. Sie entnahmen ihnen Knochenmarkzellen und transplantierten diese in Wildtyp-Mäuse oder Mäuse, die gar kein APP-Gen haben (APP-Knock-Out). Die Empfängertiere zeigten laut der Studie innerhalb von sechs bis neun Monaten pathologische Merkmale von Alzheimer, wie zum Beispiel erhöhte Mengen an Amyloid-ss-Peptiden im Gehirn oder einige kognitive Beeinträchtigungen.

Potentielle Implikationen für Stammzelltransplantationen und Bluttransfusionen

Die Autorinnen und Autoren schlussfolgern, dass eine Stammzelltransplantation Krankheiten des zentralen Nervensystems effektiv auf gesunde Empfänger übertragen kann. Vermutet wird, dass bestimmten Stammzellen ins Gehirn wandern und sich dort in Zellen verwandeln, die pathologisches Amyloid-ss produzieren. In der Diskussion empfehlen die Forschenden, vorsorglich Spenderproben vor Gewebe-, Organ- oder Stammzelltransplantationstherapien sowie vor Bluttransfusionen und der Verabreichung von Blutprodukten auf vorliegende Alzheimer-Risikogene zu untersuchen, um das Risiko einer Krankheitsübertragung zu minimieren.

„Prinzipiell ist das Mausmodell in der Studie solide gemacht. Es zeigt, dass es im Kontext der familiären Alzheimer-Erkrankung möglich ist, bestimmte genetisch veränderte Knochenmarkzellen (Bone marrow-derived mononuclear cells) in eine Wildtyp-Maus zu transplantieren. Aus diesen Stammzellen entwickeln sich Megakaryozyten (Riesenzellen, die sich vor allem im Knochenmark finden. Sie sind die Vorläuferzellen der Thrombozyten; Anm. d. Red.), welche ein pathologisches Eiweiß (misfolded ß-amyloid, Aß) erzeugen, das zu einer Störung der Bluthirnschranke führt und Hirnveränderungen, die eine Alzheimer-artige, aber nicht identische Pathologie in der Maus, erzeugt.“

Zweifel an der Übertragbarkeit auf den Menschen

„Für die allogene Stammzelltransplantation spielt diese Beobachtung allerdings eher keine Rolle, so dass ich die Forderung der Autoren und Autorinnen, dass Spenderproben vor Gewebe-, Organ- oder Stammzelltransplantationen sowie vor Bluttransfusionen mittels Genomsequenzierung untersucht werden sollten, für nicht angebracht finde. Es könnte durch solche weitreichende, aus meiner Sicht nicht aus der Studie ableitbare Forderungen dazu führen, dass Spender abschreckt und Empfänger von lebenswichtigen Therapien verunsichert werden. Gleiches gilt auch für die Verbindungen, die zwischen Komplikationen im zentralen Nervensystem nach allogener Stamm

(Quelle:Science Media Center Deutschland Bearbeitet mit ChatGPT)

Suche nach Stichworten:

Mauste Experimente mögliche Alzheimer-Übertragung Knochenmarks durchführung