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Banken in Liechtenstein: Erfolgreiches Jahr 2023 mit Wachstumsschwäche im Euroraum

Der Bankensektor in Liechtenstein verzeichnete im Jahr 2023 Erfolg, trotz leicht rückläufiger Gewinne stiegen die verwalteten Vermögen aufgrund des Nettoneugeldzuflusses weiter an. Der Ausschuss für Finanzmarktstabilität (AFMS) beobachtet aufmerksam die Entwicklungen, um Systemrisiken vorzubeugen.

2024-03-25 13:05:07
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Quelle: Fürstentum Liechtenstein

Die Wachstumsschwache im Euroraum führte zuletzt auch in Liechtenstein zu unterdurchschnittlichem Exportwachstum und einer schwachen Konjunktur. Trotzdem wurden an den Aktienmärkten vor dem Hintergrund erwarteter Zinssenkungen und optimistischer Gewinnerwartungen neue Rekordstände erreicht. Gleichzeitig bleiben die Risiken auf internationaler Ebene erheblich. Hohe Bewertungen und eine persistente Inflationsentwicklung machen die Finanzmärkte anfällig für Korrekturen. Die anhaltend hohen Zinsen erhöhen zudem die Verwundbarkeiten in Marktsegmenten mit hohem Verschuldungsgrad.

Bankensektor in Liechtenstein erfolgreich im Jahr 2023

In Liechtenstein verzeichnete der Bankensektor ein erfolgreiches Jahr 2023. Während die Gewinne insgesamt leicht zurückgingen, stiegen die verwalteten Vermögen insbesondere aufgrund des Nettoneugeldzuflusses weiter an. Auffallend ist hierzulande das im internationalen Vergleich hohe Kosten-Ertragsverhältnis, was sich mittel- bis langfristig in sinkender Profitabilität niederschlagen könnte. Der AFMS beobachtet daher die Entwicklungen weiterhin aufmerksam, um dem Aufbau von Systemrisiken entgegenzuwirken.

AFMS berät über Empfehlung des ESRB zu Gewerbeimmobiliensektor

Der AFMS hat darüber hinaus über die Empfehlung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB) zu "Anfälligkeiten des Gewerbeimmobiliensektors im Europäischen Wirtschaftsraum" (ESRB/2022/9) beraten. Während der Gewerbeimmobiliensektor - anders als in anderen Ländern - in Liechtenstein für die Finanzstabilität eine untergeordnete Rolle spielt, werden die relevanten Entwicklungen weiterhin überwacht.

AFMS empfiehlt keine Aktivierung des antizyklischen Kapitalpuffers

Trotz des Anstiegs des Hypothekarwachstums im letzten Quartal empfiehlt der AFMS keine Aktivierung des antizyklischen Kapitalpuffers. Die Verschuldungsquote im nichtfinanziellen Sektor liegt weiterhin unter dem langfristigen Trend, was auf kein übermässiges Kreditwachstum hinweist. Zusätzlich zur Kreditlücke berücksichtigt der AFMS auch weitere zyklische Indikatoren. Da diese Indikatoren derzeit keine zunehmenden Ungleichgewichte anzeigen, schlägt der AFMS vor, den antizyklischen Kapitalpuffer unverändert bei 0% zu belassen.

Ausschuss für Finanzmarktstabilität in Liechtenstein

Der Ausschuss für Finanzmarktstabilität ist das zentrale Gremium der makroprudenziellen Aufsicht in Liechtenstein. Seine Aufgabe besteht darin, den identifizierten Systemrisiken mit effizienten makroprudenziellen Instrumenten, Empfehlungen und Risikohinweisen entgegenzuwirken, um die Finanzmarktstabilität in Liechtenstein zu stärken. Die Mitglieder des AFMS werden von der FMA sowie dem Ministerium für Präsidiales und Finanzen in den Ausschuss entsendet.

(Quelle:Fürstentum Liechtenstein Bearbeitet mit ChatGPT)

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