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Wissenschaft

Neue S2k-Leitlinie für Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie veröffentlicht in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Erste S2k-Leitlinie zur Geschlechtsdysphorie bei Kindern und Jugendlichen veröffentlicht - neue Standards für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Hormonbehandlung und Pubertätsblocker im Fokus, kritische Diskussion über langfristige Sicherheit und Wirksamkeit.

2024-03-22 13:25:06
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Quelle: Science Media Center Deutschland

In diesem Frühling wird erstmalig eine S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter veröffentlicht. Kinder und Jugendliche mit Geschlechtsinkongruenz (GI) können sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das bei der Geburt zugewiesen wurde. Wenn dies zu einem anhaltenden, krankhaften psychischen Leiden führt, spricht man von Geschlechtsdysphorie (GD).

Neue Leitlinie für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Die neue Leitlinie ersetzt die im Jahr 1999 erstellte und 2013 aktualisierte S1-Leitlinie und wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz gültig sein. Sie basiert auf internationalen Klassifikationen von geschlechtsnonkonformen Identitäten, die betonen, dass GI an sich keine psychische Krankheit ist, sondern nur das damit verbundene subjektive Leiden, die GD.

Hormonbehandlung und Pubertätsblocker im Fokus

Die Leitlinie soll aktuelle Behandlungsstandards festlegen, basierend auf Evidenz und Konsens von 26 Fachgesellschaften und zwei Vertretungsorganisationen von Betroffenen. Ein kritischer Punkt ist der Einsatz von Hormonen als Pubertätsblocker bei Jugendlichen mit GD, dessen langfristige Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht ausreichend belegt ist.

Aktuelle Diskussion und Kommentierungsphase

Einige Länder zeigen aufgrund von Fällen, in denen Personen eine zu frühe Behandlung bereut haben, Vorsicht bei der Behandlung von Jugendlichen mit GD. Die Leitlinie befindet sich bis Ende April 2024 in der Kommentierungsphase durch beteiligte Fachgesellschaften, bevor sie endgültig veröffentlicht wird.

In einem virtuellen Press Briefing präsentierten drei Autorinnen und ein Autor die Leitlinie. Eine unabhängige Expertin bewertete die Stärken und Schwächen der Leitlinie. Die Interessenkonflikte der Teilnehmenden wurden transparent gemacht, um die Glaubwürdigkeit der Präsentation zu wahren.

(Quelle:Science Media Center Deutschland Bearbeitet mit ChatGPT)

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