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Tempo 30 in Zürich: Kritik am Zwang zu Tempo 50 auf Hauptverkehrsachsen

Der Stadtrat von Zürich setzt sich für Tempo 30 zur Lärmreduktion, Verkehrssicherheit und Siedlungsentwicklung ein, während nationale und kantonale Bestrebungen Tempo 50 auf Hauptverkehrsachsen befürworten. Die geplanten Gesetzesänderungen könnten die Lebensqualität und Architektur der Stadt bedrohen.

2024-03-21 10:05:09
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Quelle: Stadt Zürich

Tempo 30 ist in der Stadt Zürich eine wichtige Massnahme zur Lärmreduktion, für mehr Verkehrssicherheit und für eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung. Der Stadtrat kritisiert die Bestrebungen auf nationaler und kantonaler Ebene, auf Hauptverkehrsachsen Tempo 50 vorzuschreiben.

Bedrohung für die Lebensqualität und Architektur

Der Nationalrat will im Umweltschutzgesetz verankern, dass auf "verkehrsorientierten" Strassen die allgemeine Höchstgeschwindigkeit nicht herabgesetzt werden darf. Aktuell befindet sich das Geschäft zur Differenzbereinigung in der Umweltkommission des Ständerats (UREK-S). Auch zwei kantonale Initiativen richten sich direkt gegen Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen.

Dringender Handlungsbedarf aufgrund des wachsenden Siedlungsdrucks

Mitte Juli 2021 hat der Stadtrat kommuniziert, dass er auf den Strassen der Stadt Zürich weitgehend Tempo 30 einführen will. Damit schützt er die Bevölkerung gerade auch im Bereich von stark befahrenen Strassen vor übermässigem Strassenlärm. Zudem erhöhen Temporeduktionen nachweislich die Verkehrssicherheit und schaffen Platz für klimafreundliche Mobilität. Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich haben diese Strategie mit Annahme des kommunalen Verkehrsrichtplans im Jahr 2021 deutlich unterstützt.

Die Bedeutung von Massnahmen gegen Strassenlärm

Zürich ist der grösste Ballungsraum der Schweiz. Der Platz ist knapp, der Siedlungsdruck hoch. Und Zürich wächst weiter. Mittlere Szenarien gehen davon aus, dass bis 2045 über 520 000 Personen in der Stadt leben werden. Heute sind in Zürich 140 000 Menschen an ihrem Wohnort von übermässigem Strassenlärm betroffen. Umso wichtiger sind Massnahmen an der Quelle, also bei der Entstehung des Lärms auf der Strasse.

Gefahr einer Verschlechterung der Lebensqualität

Ein Wegfallen von Temporeduktionen entlang der wichtigen Verkehrsachsen verschlechtert die Lebensqualität markant. Es mindert die Akzeptanz für die innere Verdichtung, wie sie das revidierte Raumplanungsgesetz des Bundes fordert. Gleichzeitig werden städtebaulich und architektonisch attraktive Lösungen verhindert. Es drohen dem Lärm geschuldete, tote Fassaden.

Infragestellung des Lärmschutzes durch geplante Gesetzesänderungen

Gerade verkehrsorientierte Strassen verursachen hohe Lärmemissionen. Kanton und Stadt sind verpflichtet, Sanierungen vorzunehmen, wo die Immissionsgrenzwerte gemäss eidgenössischer Lärmschutzverordnung (LSV) überschritten werden. Mit den angestrebten Anpassungen im nationalen Umweltschutzgesetz wird der Lärmschutz ausgehebelt.

(Quelle:Stadt Zürich Bearbeitet mit ChatGPT)

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