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Wissenschaft

Klimarekorde 2023: Ozeantemperaturen steigen weiter an

Das Jahr 2023 war das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, mit globalen Durchschnittstemperaturen 1,45 Grad über dem vorindustriellen Referenzwert. Ein Bericht der Weltorganisation für Meteorologie fasst die Klimaentwicklungen zusammen, darunter auch das Klimaphänomen El Nino und die Herausforderungen für den Klimaschutz.

2024-03-20 15:25:06
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Quelle: Science Media Center Deutschland

Das Jahr 2023 hat in vielerlei Hinsicht Klima-Rekorde aufgestellt. Die globale Durchschnittstemperatur an der Erdoberfläche lag 1,45 Grad über dem vorindustriellen Referenzwert. Das Jahr war damit das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), der am 19.03.2024 erschienen ist, fasst die Entwicklungen zusammen (siehe Primärquelle). Dabei geht es um klimatische Variablen wie Niederschlag und Temperatur, aber auch um Extremwettereignisse, soziale und ökonomische Folgen des Klimawandels und Entwicklungen im Klimaschutz.

Besonders auffällig: Temperaturanstieg in den Ozeanen und Klimaphänomen El Nino

Besonders auffällig sind die Temperaturen der Oberflächenwasser der Weltmeere, die seit März 2023 bis heute ungewöhnlich hoch sind. Als einen Grund nennt der Bericht das Klimaphänomen El Nino, das sich im Jahr 2023 entwickelt und im September seine volle Ausprägung erreicht hat. Dieses ist jedoch wahrscheinlich nur ein Faktor unter mehreren, da zum Beispiel die starke Erwärmung des nordöstlichen Atlantiks nicht typisch für El-Nino-Jahre ist.

Konsistenz mit Klimamodellen und Herausforderungen für die Zukunft

"Der Bericht listet zahlreiche Indikatoren auf, die das ungebremste Fortschreiten des Klimawandels klar dokumentieren. Nicht nur die große Zahl kurzfristiger Extreme wie Hitzewellen, Dürren und Starkregen, sondern auch die dokumentierte Entwicklung langsamerer Folgen der Erwärmung sind eindeutige Zeichen eines zunehmend starken Wandels", sagt eine Forscherin. Zudem macht sich Sorge breit über die Auswirkungen des Klimawandels auf die marine Ökosysteme wie Korallenriffe, die von den hohen Meerestemperaturen besonders betroffen sind.

Die Entwicklung ist im Wesentlichen konsistent mit den Projektionen der Klimamodelle. Die Experten diskutieren auch die Unsicherheit bezüglich der langfristigen Erwärmung und betonen die Bedeutung des Ausbaus erneuerbarer Energien sowie die Herausforderungen des Erreichens der Netto-Null-Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts.

El Nino und die Entwicklung auf der Nord- und Südhalbkugel

In vielen Meeresregionen ist durch ein Abklingen von El Nino in den nächsten Monaten mit einer gewissen Beruhigung zu rechnen, sodass sich die Temperaturen um das langfristig erhöhte Niveau herum erstmal wieder einpendeln dürften. Unklar ist jedoch, wie es mit den Rekordtemperaturen im Atlantik weiter geht. Nachdem der Nordatlantik seit März 2023 außergewöhnlich hohe Temperaturen aufweist, zeichnet sich seit Dezember im Südatlantik eine ähnliche Entwicklung ab. Im Atlantik sind solch hohe Temperaturen keine typische Begleiterscheinung von El Nino. Wahrscheinlich spielen natürliche Schwankungen beim Geschehen im Atlantik eine Rolle.

Ausblick auf 2024 und Herausforderungen für den Klimaschutz

Es wird erwartet, dass 2024 im globalen und jährlichen Mittel ähnlich oder etwas kühler als 2023 ausfallen wird. Die Experten betonen die Notwendigkeit einer schnelleren Energiewende und technologischer Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Auch die Bedeutung des Schutzes mariner Ökosysteme wie Korallenriffe wird deutlich herausgestellt.

(Quelle:Science Media Center Deutschland Bearbeitet mit ChatGPT)

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