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Schweiz: Neue Schleppschlauchpflicht für Gülle - Ausnahmen und Lieferengpässe

Neue Vorschrift für das Ausbringen von Gülle in der Schweiz: Seit dem 1. Januar 2024 müssen landwirtschaftliche Nutzflächen mit dem Schleppschlauch begüllt werden, um Ammoniakverluste zu verringern. Betriebe können Ausnahmen beantragen oder Flächen abtauschen, um der Vorschrift nachzukommen.

2024-03-20 10:05:16
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Quelle: Kanton Appenzell Ausserrhoden

Seit Jahresbeginn gilt schweizweit die Schleppschlauchpflicht. Alle Flächen mit einer Hangneigung bis 18 Prozent müssen mit dem Schleppschlauch begüllt werden. Ausgenommen sind Betriebe, die insgesamt weniger als drei Hektaren pflichtige Flächen haben. Aus technischen oder betrieblichen Gründen können weitere Ausnahmen gewährt oder Flächen abgetauscht werden.

Neue Vorschrift für das Ausbringen von Gülle in der Schweiz

Seit dem 1. Januar 2024 gelten schweizweit strengere Regeln für das Ausbringen von Gülle und flüssigen Gärprodukten auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Diese müssen nun mit emissionsarmen Verfahren wie dem Schleppschlauch erfolgen, insbesondere auf Flächen mit einer Hangneigung bis zu 18 Prozent und ab einer Gesamtfläche von drei Hektaren auf dem Betrieb. Diese Maßnahme soll die Ammoniakverluste beim Düngerausbringen verringern und ist in der Luftreinhalte-Verordnung verankert.

Ausnahmen und Möglichkeiten für Betriebe

Ausnahmen von dieser Pflicht sind unter bestimmten Bedingungen möglich, z.B. wenn ein Schleppschlauch eine bestimmte Fläche nicht erreichen kann aus technischen oder betrieblichen Gründen. Betriebe hatten auch die Möglichkeit, beim Amt für Umwelt Anträge für Flächenausgleich zu stellen. Hierbei können betriebsfremde Pflichtflächen durch nicht-pflichtige Flächen innerhalb des Betriebs ausgeglichen werden. Die Ausgleichsflächen müssen mindestens 1,5 Mal so groß sein wie die pflichtigen Flächen.

Lieferverzögerungen bei Schleppschläuchen möglich

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Schleppschläuchen und Güllefässern können derzeit Lieferverzögerungen auftreten. Betriebe können beim Amt für Umwelt Gesuche einreichen, um vorübergehend die Gülle konventionell auf den verpflichteten Flächen ausbringen zu dürfen, bis die erforderliche Ausrüstung verfügbar ist.

(Quelle:Kanton Appenzell Ausserrhoden Bearbeitet mit ChatGPT)

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