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Luftangriffe in Myanmar: Amnesty International fordert Untersuchung von Kriegsverbrechen und fordert Ende des Treibstoffexports

Amnesty International untersuchte Luftangriffe in Myanmar, bei denen 17 Zivilpersonen getötet wurden. Die Menschenrechtsorganisation fordert eine Untersuchung von Kriegsverbrechen und das Ende der Flugzeugtreibstofflieferungen, um solche Verbrechen zu verhindern.

  • Myanmar: Militär tötet durch Luftangriffe während eines Gottesdienstes 17 Zivilpersonen
    Myanmar: Militär tötet durch Luftangriffe während eines Gottesdienstes 17 Zivilpersonen (Bild: Amnesty International)
  • Myanmar: Militär tötet durch Luftangriffe während eines Gottesdienstes 17 Zivilpersonen
    Myanmar: Militär tötet durch Luftangriffe während eines Gottesdienstes 17 Zivilpersonen (Bild: Amnesty International)
2024-02-08 01:10:06
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Quelle: Amnesty International

Luftangriffe in Myanmar: Amnesty International fordert Untersuchung von Kriegsverbrechen

Bei Luftangriffen auf das Dorf Kanan im Westen Myanmars wurden am 7. Januar 2024 mehrere Menschen getötet und unter anderem die Kirche schwer beschädigt. Amnesty International dokumentiert Luftangriffe durch das Militär, bei denen 17 Zivilpersonen getötet wurden. Die Menschenrechtsorganisation fordert, die Angriffe als Kriegsverbrechen zu untersuchen und die Lieferung von Flugzeugtreibstoff einzustellen, um solche Verbrechen zu verhindern.

  • Armee tötet 17 Zivilpersonen bei Luftangriffen im Westen Myanmars
  • Schwere Schäden an Kirche und Schule in Kanan
  • Amnesty International fordert Untersuchung von Kriegsverbrechen

Bei Luftangriffen am 7. Januar im Westen von Myanmar tötete die Armee 17 Zivilpersonen, darunter neun Kinder, und verwundete mehr als zwanzig Menschen. Die Angriffe fanden während eines Gottesdienstes im Dorf Kanan in der Region Sagaing statt, das an der Grenze zu Indien liegt. Zeug*innenaussagen zufolge töteten die ersten Explosionen zwei Kinder, die vor einer Schule Fußball spielten. Als die Menschen gerade versuchten, sich in Sicherheit zu bringen, erfolgte der zweite Angriff. Mehrere Häuser wurden zerstört, eine Schule und eine Kirche wurden schwer beschädigt.

"Militär in Myanmar greift Zivilbevölkerung unerbittlich an", sagt Amnesty International

Matt Wells, Crisis Response Director bei Amnesty International, sagt: "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass das Militär in Myanmar plant, seine tödlichen Angriffe auf die Zivilbevölkerung einzustellen. Die Welt kann nicht länger wegschauen, während das Militär in Myanmar unerbittlich Zivilpersonen und zivile Ziele angreift, darunter Kirchen, Schulen und Krankenhäuser. Die Staatengemeinschaft und Unternehmen weltweit müssen die Lieferung von Flugzeugtreibstoff an die Armee einstellen, um die Zivilbevölkerung vor einer weiteren Katastrophe zu schützen. Die Luftangriffe müssen als Kriegsverbrechen untersucht werden und der UN-Sicherheitsrat muss die Situation in Myanmar an den Internationalen Strafgerichtshof verweisen. Die Verantwortlichen für diese völkerrechtlichen Verbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen werden."

Amnesty International befragte vier Zeug*innen der Angriffe und analysierte 99 Fotos und Videos. Sämtliche Schäden, die an der Schule, der Kirche und den umliegenden Häusern entstanden sind, sind auf die Luftangriffe zurückzuführen. Die Foto- und Videobeweise deuten auf mindestens drei Einschlagkrater hin, die von Flugzeugbomben mit einem Gewicht von jeweils etwa 250 Kilogramm stammen können. Dies wird durch Satellitenbilder bestätigt, die nach dem Angriff aufgenommen wurden und massive Schäden an der Schule und nahe gelegenen Häusern zeigen.

Zivilpersonen als Ziel: Luftangriffe in Myanmar als Kriegsverbrechen

Diese Gebäude wurden am 7. Januar 2024 bei den Luftangriffen auf das Dorf Kanan im Westen Myanmars schwer beschädigt. Das myanmarische Militär bestreitet die Verantwortung für den Angriff und behauptet, dass am Morgen des 7. Januar keine Flugzeuge im betroffenen Gebiet unterwegs gewesen seien. Amnesty International hat jedoch ein Video ausgewertet, das während des Angriffs aufgenommen wurde. In diesem ist die charakteristische Silhouette eines A-5-Kampfjets zu sehen, der das Dorf überfliegt. Nur das Militär verfügt in Myanmar über diese aus China importierten Jets.

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(Quelle:Amnesty International Bearbeitet mit ChatGPT)

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