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Monitoringbericht Kinderbetreuung 2022: Steigender Bedarf nach familien- und schulergänzender Kinderbetreuung

2023-01-20 11:05:16
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Quelle: Kanton Zug

Im Kanton Zug hat das öffentliche und private Angebot im Bereich der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung zwischen 2005 und 2022 deutlich zugenommen, wie der Kanton Zug ausführt.

Seit 2005 sei das familien- und schulergänzende Betreuungsangebot im Kanton Zug von rund 1’600 auf gut 5`000 Plätze gestiegen (plus 210 Prozent). Besonders gross sei die Nachfrage bei Betreuungsplätzen für Babys, Mittagsbetreuung sowie Angeboten während der Schulferien.

Dies geht aus dem Monitoringbericht 2022 hervor. Die Direktion des Innern ermittelt periodisch den Bedarf an Einrichtungen der familien- und schulergänzenden Betreuung.

Der Monitoringbericht 2022 stellt die Ist-Situation der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung dar, zeigt die Entwicklung von Angebot und Nutzung auf und ermöglicht Einschätzungen zum künftigen Bedarf, was vor allem für die Gemeinden von Bedeutung ist. Erfasst wurden die Daten der Kindertagesstätten (Kitas), der Tagesstrukturen für Schulkinder (Tagesschulen, Mittagstisch, Morgen-, Nachmittags- und Randzeitenbetreuung) und der Tagesfamilien.Erhebliche Unterschiede je nach GemeindeDie Anzahl Plätze sei seit 2005 kantonsweit um rund 3`400 auf gut 5`000 Vollzeitplätze gestiegen, was einem Zuwachs von rund 210 Prozent entspricht.

Die Betreuungsquote - das heisst, die Anzahl familienergänzend betreuter Kinder im Verhältnis zur Gesamtzahl Kinder der jeweiligen Alterskategorie – liegt im Kanton Zug im Vorschulbereich bei 43 Prozent und im Schulbereich bei 35 Prozent. Im Vorschulbereich seien die Unterschiede zwischen den Gemeinden ausgeprägt: Bei den 0-4-Jährigen liegt die Betreuungsquote in der Stadt Zug bei 52 Prozent und in Walchwil bei 2 Prozent.

Im Schulbereich seien die Unterschiede weniger ausgeprägt. Zudem beeinflussen die ansässigen Privatschulen das Bild.

Dabei muss relativiert werden, dass im Monitoringbericht nicht erfasst wird, wie viele Kinder kantonsextern, von Nannies oder Au-Pairs betreut werden. «Der deutliche Anstieg von Angebot und Nachfrage zeigt die Wichtigkeit der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung.

Der Ausbau der Angebote sei nicht nur für die Zuger Bevölkerung zentral, sondern auch für die Wirtschaft», so Regierungsrat Andreas Hostettler.Mittagstisch und Plätze für Babys besonders gefragtDie Anzahl an Plätzen in der schulergänzenden Betreuung sei seit 2005 stärker angewachsen als jene in Kindertagesstätten. Seit der letzten Erhebung 2017 sei jedoch eine Konsolidierung der Plätze zu beobachten.

Die Kindertagesstätten haben ihr Angebot weiter ausgebaut und seit 2017 um 549 Plätze erhöht. Das Tagesfamilienangebot bleibt stabil.

Die durchschnittliche Auslastung bei den Kitas im Kanton Zug liegt bei 72 Prozent. Auf Wartelisten dominiert der Bedarf nach Säuglingsplätzen.

Ebenso besteht bei der schulergänzenden Betreuung eine hohe Nachfrage nach Angeboten zur Mittagsbetreuung. Die Kinderbetreuung während der Schulferien bleibt ein wichtiges Thema.

2017 boten neun von elf Gemeinden eine Ferienbetreuung an. 2022 gibt es in jeder Zuger Gemeinde ein entsprechendes Betreuungsangebot.Entwicklung geht Richtung BetreuungsgutscheineDie Zuger Gemeinden finanzierten im Jahr 2021 die familien- und schulergänzende Betreuung mit über 16 Millionen Franken mit.

958 Franken wurden im Durchschnitt pro Kind im Alter von 0 – 12 Jahren ausgegeben. Der öffentliche Finanzierungsgrad - also die jährlichen Ausgaben der öffentlichen Hand für familien- und schulergänzende Betreuung im Verhältnis zur Anzahl Kinder der gleichen Altersgruppe - habe seit 2005 um gut 560 Franken zugenommen.

Alle Zuger Gemeinden beteiligen sich an der Finanzierung der schulergänzenden Angebote und investieren in deren Ausbau. Bei den Kindertagesstätten geht die Entwicklung bezüglich Finanzierung in Richtung Betreuungsgutscheine.

Das seien finanzielle Beiträge der Gemeinden, welche den Erziehungsberechtigten eine vergünstigte Nutzung von Betreuungsplätzen ermöglichen. Im Gegensatz zum Modell mit den subventionierten Plätzen gehen die Gutscheine direkt an die Eltern, die dann selber entscheiden können, welche Einrichtung sie für die Betreuung wählen.

«Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darf keine Frage des Einkommens sein, sondern muss für alle Bevölkerungsschichten möglich sein», so Regierungsrat Andreas Hostettler.Fachkräftemangel in der KinderbetreuungEine Erhebung bei den Betreuungsangeboten zeigt, dass es sowohl im Bereich der Kindertagesstätten als auch in der schulergänzenden Betreuung einen Fachkräftemangel gibt. So konnte 2021 in rund einer von drei Einrichtungen mindestens eine Stelle nicht besetzt werden.

Für Kindertagesstätten sowie schulergänzende Angebote stellt die Rekrutierung von qualifiziertem Fachpersonal gleichermassen eine Herausforderung dar..

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