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Regional

Personalerhalt in Pflegeheimen fördern

2023-01-18 11:05:21
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Quelle: Kanton Zug

Das Alterszentrum Büel in Cham hat an einem Pilotprojekt zum Erhalt des Pflegepersonals teilgenommen, wie der Kanton Zug ausführt.

Die von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug mitfinanzierte Betriebsanalyse stellt dem Alterszentrum Büel ein gutes Zeugnis aus, zeigt aber auch Entwicklungsmöglichkeiten für den künftigen Personalerhalt auf. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung werde für die Sicherstellung der medizinischen Altersversorgung zu einer finanziellen und personellen Herausforderung. Der zentrale Schlüssel um weiterhin eine gute Pflege garantieren zu können, sei motiviertes und gut ausgebildetes Personal.

Neben der Attraktivität der Ausbildung seien verbesserte Arbeitsbedingungen und das Verhindern des Berufsausstiegs des Pflegepersonals wichtige Faktoren.Im Rahmen der Umsetzung der Pflegeinitiative erhalten die Zuger Pflegeheime dabei Unterstützung von der Gesundheitsdirektion. In Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Valecura werde den Pflegeheimen die Möglichkeit geboten, eine Betriebsanalyse durchzuführen.

Diese solle ihnen Klarheit geben, welche Ansätze für den Personalerhalt bereits vorhanden seien und wo noch Potential besteht. Der Kanton beteiligt sich zu 50 Prozent an den Kosten dieser Analyse.

«Die Betriebsanalyse sei bestens dafür geeignet, die Arbeitsbedingungen zu verbessern», betont Gesundheitsdirektor Martin Pfister, «davon profitieren die Heimbewohnerinnen und -bewohner sowie das Pflegepersonal.» Kader einbinden«Die Partizipation des oberen Kaders in einem solchen Projekt sei zentral. Als Führungspersonen gestalten sie wichtige Strukturen und Prozesse zum Personalerhalt und zur Attraktivität als Arbeitgeber», betont Patrick Csomor von der Beratungsfirma ValeCura aus Steinhausen, die das Projekt leitet.

Der Ablauf der Betriebsanalyse sei sehr strukturiert. Er setzt sich aus einem Vorgespräch, dem Einreichen von Kennzahlen, einem Analyse-Tag mit Interviews vor Ort mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Stufen und dem Auswertungsgespräch mit dem oberen Kader zusammen.

«Für das Erfassen des Ist-Zustands nehmen wir verschiedene Blickwinkel ein. Dazu gehören die Analyse von Dokumenten, Interviews mit Mitarbeitenden und das Beobachten des Heimalltags», führt Patrick Csomor aus.

Das Ziel, die betrieblichen Rahmenbedingungen zum Personalerhalt sichtbar zu machen und zu bewerten, sei erreicht worden. Der gesamte Prozess im Rahmen des Pilotprojekts dauerte rund zwei Monate.Gründe für wertschätzende KulturFür Diana Brand, Geschäftsführerin des Alterszentrums Büel, habe das Projekt die bestehenden Stärken bestätigt und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt.

«Ich bin froh, haben die Projektergebnisse unsere mitarbeiterfreundliche und wertschätzende Betriebskultur bestätigt», sagt Diana Brand, «Offenheit, Flexibilität, Hilfsbereitschaft, Wertschätzung und erprobtes Anpacken sorgen für eine gute Stimmung im ganzen Haus.» Unterstützend wirkten sehr flache hierarchische Strukturen, offene Türen über alle Stufen, kurze Entscheidungswege und eine gut abgestimmte interprofessionelle Zusammenarbeit. Alles Faktoren, welche die Personalfluktuation tief halten, weiss Patrick Csomor aus Erfahrung.Starke Identifikation mit UnternehmenWas gibt es da noch zu verbessern? Zurzeit profitiere das Alterszentrum Büel bei der Stellenbesetzung stark von den Empfehlungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, stellt Diana Brand fest.

Trotzdem müsse die Generation Z mit Online-Bewerbungstools und Social-Media-Aktivitäten gezielt angesprochen werden, sei ein Fazit im Schlussbericht.Die Betriebsanalyse zeigt weiter auf, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich sehr stark mit dem Unternehmen identifizieren. Dies bilde die Grundlage, um noch vermehrt in die fachliche Weiterentwicklung und berufliche Identifikation zu investieren, führt Diana Brand aus.

Der Bericht schlägt zudem vor, Massnahmen zu entwickeln, um den schwankenden Arbeitsaufwand im Pflegealltag gut abzufedern. Der Gesamtaufwand für das Projekt sei überschaubar gewesen, zieht sie Bilanz: «Wir seien für die Zukunft gerüstet.»KontaktRegierungsrat Martin Pfister, Gesundheitsdirektor: Telefon 041 728 35 01 (ruft zurück), martin.pfister.rr@zg.ch .

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