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Klimawandel hat immer stärkeren Einfluss auf die Zürcher Gewässer

2023-01-18 11:05:18
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Quelle: Kanton Zürich

Mit dem Ausbau der Abwasserreinigungsanlagen, Revitalisierungen und anderen Massnahmen im Bereich der Siedlungsentwässerung und der Landwirtschaft ist der Gewässerschutz in den vergangenen Jahren verstärkt worden, wie der Kanton Zürich mitteilt.

Der neue Bericht über den Zustand der Gewässer im Kanton Zürich zeigt, dass diese Bemühungen wirken. Doch der Klimawandel gefährdet bisherige Erfolge im Gewässerschutz zunehmend.

Der Zustand der Seen, Fliessgewässer und Grundwasservorkommen im Kanton Zürich habe sich seit 2018 insgesamt etwas verbessert. Dies zeigt der Bericht «Wasser und Gewässer 2022», den die Baudirektion heute publiziert hat.

«Die Bemühungen der vergangenen Jahre zeigen in einigen Bereichen Wirkung. Sie genügen aber noch nicht», sagt Baudirektor Martin Neukom.

So gelangen immer noch zu viele Nährstoffe, Pestizide und andere Schadstoffe in die Flüsse und Seen, wo sie die Wasserqualität und die Biodiversität beeinträchtigen.Die Belastung der Flüsse und Bäche mit sogenannten Mikroverunreinigungen, also Rückständen aus Medikamenten, Kosmetika, Pestiziden und anderen Produkten, sei seit 2018 zurückgegangen. Dazu beigetragen hat, dass im Kanton Zürich inzwischen sieben Abwasserreinigungsanlagen (ARA) mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe für Mikroverunreinigungen aufgerüstet wurden; bis ins Jahr 2035 sollen es 34 ARA sein.

Dort, wo die ARA bereits ausgebaut sind, etwa in der Limmat und der Glatt, sei die Belastung deutlich zurückgegangen. Allerdings erfüllten 2021 erst 30 Prozent der Proben die Anforderungen der Gewässerschutzverordnung.

Auch die Belastung durch Pestizide aus der Landwirtschaft nimmt tendenziell ab. Eine besondere Herausforderung stellen jedoch hochwirksame synthetische Insektizide dar, die Wasserlebewesen bereits in kleinsten Mengen schädigen.43 Prozent der Flüsse und Bäche im Kanton Zürich seien heute durch Verbauungen stark beeinträchtigt, naturfremd oder eingedolt.

Revitalisierungen schaffen wieder mehr naturnahe Abschnitte mit besseren Lebensbedingungen für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten. Dort, wo Flüsse und Bäche in den vergangenen Jahren revitalisiert wurden, habe sich der Zustand von Wasserpflanzen und Kleinlebewesen im Wasser verbessert.

Allerdings haben vor allem Arten profitiert, die bereits weit verbreitet sind. Seltene und gefährdete Arten seien bisher noch nicht häufiger geworden.

Die Zahl der Fische sei seit Längerem rückläufig, und der Zustand der Fischbestände habe sich weiter verschlechtert. Neben lokalen Belastungen durch Schadstoffe oder verbaute Ufer habe auch der Klimawandel einen immer stärkeren Einfluss auf die Gewässer im Kanton Zürich.

Die Auswirkungen seien vielfältig: Vor allem in kleineren Fliessgewässern steigt die Schadstoffkonzentration, wenn sie bei Trockenheit weniger Wasser führen. Steigende Wassertemperaturen und Trockenperioden bedeuten zusätzlichen Stress für die Fische.

In den grossen Seen führen die steigenden Temperaturen dazu, dass sich die Wassermassen im See im Winter weniger stark umwälzen und weniger Sauerstoff in die Tiefe gelangt. Dies habe weitreichende Folgen für das Ökosystem.«Der Zustand unserer Gewässer hängt auch davon ab, ob es global gelingt, das Klima zu stabilisieren», sagt Baudirektor Martin Neukom.

«Gleichzeitig sei es umso wichtiger, dass wir die Schadstoffeinträge aus dem Abwasser, dem Siedlungsgebiet und der Landwirtschaft weiter reduzieren und mit Revitalisierungen wieder mehr naturnahe Gewässerabschnitte schaffen».  .

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