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Überbrückungshilfe: Stadt Bern startet Pilotprojekt

2023-01-17 10:05:02
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Quelle: Stadt Bern

Die Stadt Bern startet ein Pilotprojekt für Überbrückungshilfen, wie die Stadt Bern schreibt.

Es beinhaltet niederschwellige Hilfen für armutsbetroffene Menschen, die keine Sozialhilfe beziehen. Mit der Durchführung des einjährigen Pilotprojekts wurde die Fachstelle Sozialarbeit der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung (FASA) beauftragt.Die niederschwelligen Hilfen sollen Personen ein menschenwürdiges Dasein sichern, die aus Angst vor negativen Konsequenzen den Kontakt mit Behörden vermeiden.

Dadurch drohen sie durch die Maschen des sozialen Netzes zu fallen und nehmen eine existenzbedrohende Notlage in Kauf. Die Überbrückungshilfe dient der Sicherung des Lebensbedarfs für Wohnen, Essen, Kleidung und Gesundheit.

Sie umfasst zudem eine bedarfsorientierte Kurzberatung. Dabei werde mit den Antragstellenden eine Standortbestimmung gemacht und bei Bedarf weiterführende Unterstützung vermittelt.Ziel der Überbrückungshilfe sei der Schutz vor unmittelbarer Not und die Stabilisierung oder Verbesserung der finanziellen Situation von Personen in prekären Lebenslagen.

Insbesondere seien dies armutsbetroffene Ausländer*innen mit gültigem Aufenthaltsstatus B, C, F oder L, Sexarbeiter*innen und Sans-Papiers.Die Überbrückungshilfe solle niederschwellig sein und ohne Angst vor Behördenkontakten genutzt werden können. Die Stadt solle deshalb nicht als Hauptakteurin in Erscheinung treten, sondern mit Hilfsorganisationen ausserhalb der Verwaltung zusammenarbeiten.

Mit der Fachstelle Sozialarbeit der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung (FASA) habe die Stadt schon im Rahmen der Corona-Nothilfen erfolgreich zusammengearbeitet. Sie verfügt über bekannte Kontaktstellen und einen breiten Zugang zu den Zielgruppen.Die FASA werde aber auch mit anderen sozialen Organisationen zusammenarbeiten.

Auf diese Weise sollen auch Personen erreicht werden, die vor allem mit spezialisierten Beratungsstellen in Kontakt treten, wie Sans-Papiers oder Sexarbeiter*innen. Diese Organisationen können über ein elektronisches Datenverarbeitungssystem ebenfalls Anfragen auf Leistungen an die FASA einreichen.Das Pilotprojekt werde vom runden Tisch Armut der Stadt Bern begleitet sowie von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wissenschaftlich überprüft.

Dabei solle geklärt werden, ob die Zielgruppen erreicht werden, welche Anschlusslösungen gefunden werden und aus welchen Gründen die Personen Anträge auf Sozialhilfe vermeiden.Der Gemeinderat habe den Leistungsvertrag mit der FASA und den Begleitauftrag an die ZHAW genehmigt. Die für den Pilot benötigten Mittel von insgesamt rund 220`000 Franken seien in der Strategie zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration für die Jahre 2022 bis 2025 enthalten, die der Stadtrat im Juni 2022 zustimmend zur Kenntnis genommen hat..

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