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Arbeitslosenquote steigt leicht, bleibt aber auf tiefem Niveau

2023-01-09 10:05:12
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Quelle: Kanton Zürich

Im Kanton Zürich ist die Arbeitslosenquote im Dezember seit fast zwei Jahren erstmals wieder leicht gestiegen und kletterte von 1,6 auf 1,7 Prozent, wie der Kanton Zürich schildert.

Im Jahresrückblick zeigt sich ein von einer tiefen Arbeitslosigkeit und einer Vielzahl offener Stellen geprägter Arbeitsmarkt. Ende Dezember waren 14`566 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet.

Das seien 747 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 1,7 Prozent und stieg damit erstmals seit 21 Monaten wieder an.

Der Anstieg fällt allerdings viel geringer aus, als es zu dieser Jahreszeit zu erwarten wäre. Bereinigt um saisonale Effekte nahm die Zahl der Arbeitslosen sogar um 595 Personen ab.Verantwortlich für den leichten Anstieg sei zu einem grossen Teil das Baugewerbe, wo die Zahl der Arbeitslosen – wie üblich um diese Jahreszeit – deutlich zugenommen habe (+342).

Gestiegen seien die Arbeitslosenzahlen auch bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+163). In den übrigen Branchen kam es zu keinen grossen Bewegungen.Die Anzahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen habe im Dezember weiter abgenommen (-1`999) und liegt bei 6`456 Stellen.

Am meisten offene Stellen werden bei den Köchen und Servicekräften (1`113) sowie den Handwerks- und Baufachkräften (876) verzeichnet.«Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich betrug 2022 im Durchschnitt 1,8 Prozent und war damit erfreuliche 1,1 Prozentpunkte tiefer als im Vorjahr mit durchschnittlich 2,9 Prozent», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh. Bereits Anfang Jahr lag die Arbeitslosenquote leicht unter dem Vorkrisenniveau, ehe sie in den Sommer- und Herbstmonaten auf den tiefsten Wert seit über 20 Jahren sank.

Dies sei vor allem auf den starken konjunkturellen Aufschwung aufgrund eines Aufholeffekts nach zwei Pandemiejahren zurückzuführen.Ein Rückgang der Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt war in allen Branchen zu verzeichnen. Am stärksten ausgeprägt war dieser jedoch mit 4,9 Prozentpunkten im Gastgewerbe (von 8,8 auf 3,9 Prozent).

Die Branche litt besonders stark unter den Corona-Einschränkungsmassnahmen und profitierte 2022 von deren Aufhebung.Sanken die Arbeitslosenzahlen 2022 auf Tiefstwerte, war bei den offenen Stellen das Gegenteil zu beobachten: Auf dem Zürcher Arbeitsmarkt stieg die durchschnittliche Zahl der offenen Stellen von 21`441 in Jahr 2021 auf 27`953 im Jahr 2022. Gleichzeitig haben auch die bei den RAV gemeldeten offenen Stellen 2022 zugenommen. Im Jahresdurchschnitt waren 28 Prozent mehr offene Stellen ausgeschrieben als im Vorjahr.

Aufgrund der tiefen Arbeitslosigkeit und der hohen Zahl an offenen Stellen wurde es für Unternehmen vermehrt schwieriger, passendes Personal zu finden.Der Ukrainekrieg, die angespannte Energieversorgungslage und die Covid-Situation in China sorgen weiterhin für Unsicherheit. Dennoch haben sich die Geschäftserwartungen stabilisiert.

Zum Jahresende sei die Geschäftslage der Zürcher Unternehmen nach wie vor robust. Das Wachstum der Wirtschaft dürfte in den nächsten Monaten nicht einbrechen, aber sich wohl verlangsamen.Stabil bleiben dürfte auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt, selbst wenn die Arbeitslosigkeit in den nächsten zwei Monaten saisonal bedingt noch etwas steigen könnte.

Die Beschäftigungserwartungen seien zwar gesunken, jedoch gehen in allen Branchen nach wie vor mehr Unternehmen von einem Aus- und nicht einem Abbau ihrer Belegschaft aus. Mit einer markanten Zunahme der Arbeitslosigkeit sei deshalb nicht zu rechnen.

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