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Der kunterbunte Dorfladen in der Stadt

  • Der kunterbunte Dorfladen in der Stadt
    Der kunterbunte Dorfladen in der Stadt (Bild: Stadt Luzern)
  • Der kunterbunte Dorfladen in der Stadt
    Der kunterbunte Dorfladen in der Stadt (Bild: Stadt Luzern)
2022-11-21 11:05:05
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Quelle: Stadt Luzern

Ein kleiner Junge hüpft durch die Eingangstür und steuert zielstrebig auf die Rössli zu, die parat für einen Ritt durch den Laden sind: Auf den plüschigen Spielzeugtieren mit Rädern können Kinder durch den Laden galoppieren, während die Erwachsenen einkaufen, wie die Stadt Luzern ausführt.

Oder mit der Familie Stalder plaudern, wie es die Mutter des Knirpses gerade macht. «Hier kennt man sich, die Atmosphäre sei sehr familiär.

Wir wissen, wessen Katze krank sei oder wer gerade die Schulklasse wechselt», sagt Vater Albert (66). Er werde von allen Bärti genannt, Mutter Maia (64) sei die gute Seele, und Sohn Dominic (41) habe tausend Ideen, die mit einem Nahrungsmittelladen eigentlich wenig zu tun haben – aber genau das macht es aus: Das Trio betreibt mit dem SPAR Geissenstein einen Laden, wie man wohl keinen anderen findet – es sei ein liebevolles Schmuckstück, eine sorgfältig arrangierte Wundertüte.

Und natürlich gibt es Alltags- und Spezialprodukte, je nach Gusto der Kundschaft.«Wir haben über 1000 Bioprodukte, vegane und laktosefreie Sachen und regionale Spezialitäten – von Teigwaren bis zu lokalen Bieren», sagt Dominic Stalder. Die Sachen stehen jedoch nicht nur in den Regalen herum, sondern werden auch liebevoll und lustig inszeniert.

Bei der Molkereiabteilung thronen überdimensionierte Milchkrüge mit Tupfen auf dem Kühler. Die Weinflaschen werden im selbst geschreinerten Holzregal mit indirekter Beleuchtung ins Licht getaucht, und Maia habe vor zwei Monaten eine Wäscheleine gespannt, daran flattern vier mit Buchstaben bemalte Babyhemdchen: LUAN.

«Dominic sei Papi geworden!», sagt Maia Stalder und erzählt, das ganze Quartier habe mitgefiebert. Die Kundinnen und Kunden seien geradezu Schlange gestanden, um zu gratulieren.

«Diese Wertschätzung und Anteilnahme sei für mich das grösste Geschenk», sagt der frischgebackene Vater.Aktuell wurde die Familie Stalder mit dem Anerkennungspreis Quartierleben der Stadt Luzern ausgezeichnet. Das sei aber nicht die einzige Auszeichnung, mit der dieser aussergewöhnliche SPAR-Laden gerade aufs Podest gehievt wird: Stellvertretend für das Familien-Trio wurde Albert Stalder zum «Mister SPAR Schweiz 2022» gekürt.

Zusammen mit Sohn Dominic geht es demnächst auf die geschenkte Reise – zwei Wochen Malediven. Mutter Maia geht aus gesundheitlichen Gründen nicht mit und überhaupt: «Es muss ja jemand hier die Stellung halten», sagt sie und erzählt dann von der Auszeichnung, die sie am allermeisten gefreut hat: Das Kinderparlament habe dem SPAR Geissenstein 2019 den «Goldenen Lollipop» verliehen.

Als Argumente zählte das Kinderparlament natürlich die Rössli auf, aber auch, dass man um die Ecke im Pyjama einkaufen könne und dass die Familie alle Kinder mit Vornamen kennt. Das Lädeli sei einfach wie eine grosse Quartierfamilie.

«Das war die schönste Wertschätzung überhaupt», sagt Maia Stalder mit Tränen in den Augen.Bei SPAR Schweiz werde das Prädikat «familiär» grossgeschrieben. Der SPAR Geissenstein geht jedoch noch einen Tick weiter als andere Filialen.

Nebst dem Angebot im Laden selbst werde auch noch der grosse Aussenplatz bespielt. Dieser gehört – wie auch die SPAR-Liegenschaft und viele Häuser ringsum – der Wohngenossenschaft Geissenstein-EBG.

«Wir dürfen den Platz unkompliziert nutzen», sagt Dominic Stalder. Mit den Veranstaltungen und Aktivitäten werden junge und alte Quartierbewohnende abgeholt, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung seien an Bord, Interkulturalität sei eine Selbstverständlichkeit, willkommen seien alle.

«Vom Open Air mit Peach Weber erzählen die Leute heute noch», schwärmt Dominic Stalder und legt die dicke Laden-Bibel auf den Tisch. Die Seiten seien gefüllt mit Fotos: das Karussell und die Weihnachtskrippe, das Public Viewing an der Fussball-EM, der kunterbunte Markt mit lokalen Anbieterinnen und Anbietern, der Ladenumbau vor ein paar Jahren, bei dem alle mit anpackten!15 Jahre sei es her, dass die Familie die SPAR Filiale im Franchising übernommen hat.

«Das war eine Spontanaktion! Ich habe mich mit 50 Jahren klammheimlich auf die Ausschreibung gemeldet», sagt Albert Stalder, der damals noch im Getränkehandel arbeitete. Als er den Zuschlag bekommen und die Überraschung gelüftet hatte, machte seine Frau zuerst keine Begeisterungssprünge: «Ich betreute damals Pflegekinder und liebte diese Arbeit.» Aber dass sie im Laden mit anpacken und ihr Herzblut einbringen würde, sei natürlich klar gewesen.

«Und jetzt könne ich mir überhaupt nicht vorstellen aufzuhören», sagt die 64-Jährige. Eingestiegen sei auch Sohn Dominic, der zuvor in der Migros tätig war, und die beiden Töchter Jennifer und Natalie helfen bei Bedarf aus.

Mitarbeitende werden vom Zentrum für Brückenangebote des Kantons vermittelt: Interessierte können ein Praktikum machen, nachher eine Lehre, und später bleiben sie teils als Angestellte. «Wer das Herz auf dem rechten Fleck hat, passt zu uns», sagen Stalders.

Dass der SPAR Geissenstein gut aufgestellt und im Quartier ein beliebter Treffpunkt ist, habe sich Familie Stalder mit viel Schweiss und Herzblut aufgebaut. «Die ersten Jahre waren enorm schwierig, es seien auch mal Tränen geflossen.» Gelungen sei das erfolgreiche Ladenprojekt nur, weil in der schwierigen Anfangszeit alle rundum mitgeholfen hätten: «SPAR Schweiz habe uns mit Know-how unterstützt, die EBG sei uns temporär mit den Mietkonditionen entgegengekommen, die Lieferanten vertrauten uns, wenn wir mal finanzielle Engpässe hatten.

Und am wichtigsten: Die Leute im Quartier glaubten an uns. Sie seien heute unsere treue Stammkundschaft – das macht uns extrem glücklich!»Der Anerkennungspreis Quartierleben der Stadt Luzern geht 2022 an den SPAR-Supermarkt Luzern-Geissenstein, der seit 15 Jahren von der Familie Stalder geführt wird.

Die Auszeichnung sei als Wertschätzung gedacht und beinhaltet ein Preisgeld von 5000 Franken.Nebst einem vielfältigen Produktangebot im Laden sorgen Albert, Maia und Dominic Stalder immer wieder mit originellen Anlässen wie etwa dem Nostalgiekarussell, dem FussballPublic-Viewing oder dem Weihnachtsbaumverkauf auf dem Aussenplatz für gute Stimmung. Gut vernetzt sei die Familie Stalder auch mit vielen lokalen und regionalen Produzenten – auch das führt zu guten Begegnungen und einer lebendigen Atmosphäre rund um den «Dorfladen» und bereichert das Quartier.Der Anerkennungspreis Quartierleben der Stadt Luzern sei bereits zum fünften Mal vergeben worden.

Der Preis solle neben den Erstplatzierten auch Anerkennung für alle ausdrücken, die sich für das Quartierleben einsetzen und diese wertvolle Freiwilligenarbeit sichtbarer machenSie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer. Dieser veraltete Browser stellt die Webseiten möglicherweise nicht korrekt dar und könne Sicherheitsprobleme verursachen.

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