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Zuger Gespräche: Kanton Zug stärkt die Pflege – Ausbildung im Fokus

2022-09-23 08:05:15
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Quelle: Kanton Zug

Der Kanton Zug will die Pflege stärken und den Personalbedarf für die Zukunft sichern, wie der Kanton Zug mitteilt.

Dazu habe sich die Gesundheitsdirektion an den diesjährigen «Zuger Gesprächen» mit den Pflegeheimen, Spitälern und Bildungsinstitutionen ausgetauscht. Dabei wurde betont, dass der Schlüssel zum Erfolg in der engen Zusammenarbeit liegt.

So werde die angenommene Pflegeinitiative und die daraus folgende Ausbildungsoffensive in enger Koordination umgesetzt. Der Kanton Zug ergreift auch darüberhinausgehende Massnahmen, etwa bei der Gewinnung von Wiedereinsteigerinnen oder bei Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.Qualifiziertes und motiviertes Pflegepersonal sei entscheidend für eine gute Gesundheitsversorgung – diese Tatsache wurde in der Corona-Pandemie einmal mehr deutlich.

Damit der Personalbedarf in der Pflege auch in Zukunft gedeckt werden kann, ergreift der Kanton Zug verschiedene Massnahmen. Im Zentrum steht eine nationale Ausbildungsoffensive, mit welcher die angenommen Pflegeinitiative umgesetzt wird.

Der Kanton Zug nimmt aber auch Themen wie Wiedereinsteigerinnen oder Anstellungsbedingungen in der Pflege in den Fokus. Über die konkrete Umsetzung haben sich Kanton, Leistungserbringer und Ausbildungsstätten an den diesjährigen «Zuger Gesprächen» ausgetauscht.Die Pflegeinitiative werde auf Bundesebene in einer ersten Phase durch eine Ausbildungsoffensive umgesetzt.

Durch Massnahmen bei Ausbildungsstätten und -betrieben solle erreicht werden, dass die Ausbildung für die Pflegeberufe attraktiver wird. Der Kanton Zug arbeitet bei der Umsetzung dieser Massnahmen eng mit den verschiedenen Leistungserbringern, dem Bildungszentrum XUND und den Gemeinden zusammen.

Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Der Kanton Zug setzt sich zudem besonders für eine Koordination innerhalb der Zentralschweizer Kantone ein.

«Durch ein koordiniertes Vorgehen aller Stellen können wir unser gemeinsames Ziel erreichen: Genügend Ausbildungsplätze und Studierende für die nächsten Jahrzehnte», betont Landammann Martin Pfister.Eine weitere Möglichkeit, den Personalbedarf in der Pflege decken zu können, sei die Gewinnung von Quer- und Wiedereinsteigerinnen. Der Kanton Zug unterstützt dabei entsprechende Programme des Bildungszentrums XUND.

So können potentielle Wiedereinsteigerinnen zur Rückkehr in ihren Beruf motiviert werden und auch Arbeitgeber für das ungenutzte Potential von Wiedereinsteigerinnen und deren spezifische Bedürfnisse sensibilisiert werden. Quereinsteigenden werde mit einer verkürzten 3-jährigen Ausbildung ein attraktiver Weg in die Diplompflege angeboten.Neben der Attraktivität der Ausbildung sei auch die Verweildauer von Pflegepersonal im Beruf ein wichtiger Faktor, um den Bedarf abdecken zu können.

Die Gesundheitsdirektion bietet den Zuger Pflegeheimen bei dieser Aufgabe eine Hilfestellung: In Zusammenarbeit mit einer externen Beratungsfirma werde den Pflegeheimen die Möglichkeit geboten, eine Betriebsanalyse durchführen zu lassen. Diese solle den Pflegeheimen Klarheit geben, welche Ansätze für den Personalerhalt bereits vorhanden und wo noch Potential besteht.

«Diese individuellen Analysen vor Ort sollen zu motiviertem Pflegepersonal führen – davon profitieren nicht nur die Heime, sondern vor allem auch die Bewohnenden», betont Pfister.Der Kanton Zug nimmt seine Verantwortung, den Pflegeberuf zu stärken, somit in verschiedenen Rollen wahr. Als Finanzierer unterstützt er Schulen und Betriebe, damit der Pflegebedarf gedeckt werden kann.

Als Planer erhebt er diesen Pflegebedarf für die Zukunft. Als Initiator sucht er nach neuen Wegen zum Personalerhalt und regt die Institutionen zu Massnahmen an.

Und als Koordinator vermittelt er zwischen allen involvierten Stellen und schafft Austauschgremien. «Diese vielfältigen Aufgaben seien eine Herausforderung, welche wir in den nächsten Jahren mit vollem Einsatz angehen», so Pfister..

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