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Pandemie-Prävention: Hochkarätig besetzter Round Table in Genf

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    Pandemie-Prävention: Hochkarätig besetzter Round Table in Genf (Bild: Tierschutzorganisation Vier Pfoten)
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    Pandemie-Prävention: Hochkarätig besetzter Round Table in Genf (Bild: Tierschutzorganisation Vier Pfoten)
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    Pandemie-Prävention: Hochkarätig besetzter Round Table in Genf (Bild: Tierschutzorganisation Vier Pfoten)
2022-09-20 16:10:08
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Quelle: Tierschutzorganisation Vier Pfoten

Genf, 20. September 2022 – Die ständige Vertretung Australiens bei den Vereinten Nationen und die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN organisierten einen hochkarätigen runden Tisch, um zukünftige internationale Möglichkeiten zur Stärkung der Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion zu diskutieren, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten berichtet.

Die 194 Mitgliedsstaaten der WHO hatten sich vergangenes Jahr auf die Ausarbeitung eines internationalen Instruments zur Stärkung der Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion geeinigt. Was genau dieses Instrument beinhalten sollte und welche Rechtsform es am Ende haben wird, werde aktuell intensiv diskutiert.

Auch VIER PFOTEN bringt sich über internationale Expert:innen und Mitgliedsstaaten in die Diskussion ein: Aus Sicht des Tierschutzes sei es essenziell, bei dem geplanten Abkommen die Prävention zukünftiger Pandemien zu fokussieren, statt lediglich die Verbesserung des Umgangs mit Pandemien ins Auge zu fassen. Dies sei die zweite Diskussionsrunde in diesem Jahr, welche sich mit der Beseitigung von Risikofaktoren an der Schnittstelle zwischen Mensch, Tier und Natur im Rahmen eines One-Health-Ansatzes befasst.Nina Jamal, Expertin für Pandemieprävention bei VIER PFOTEN, formulierte eine klare Botschaft: «Die hochkarätige Expertenrunde habe überzeugend dargelegt, dass wir künftige Pandemien nur durch einen ganzheitlichen One-Health-Ansatz verhindern können.

Dieser muss zwingend eine branchenübergreifende Zusammenarbeit beinhalten, um das Wohlergehen von Tieren und den Zustand unserer Umwelt zu schützen, da dies wiederum die menschliche Gesundheit schützt. 75 Prozent der neu auftretenden Infektionskrankheiten gehen von Tieren aus, darum dürfen solche Massnahmen nicht ausser Acht gelassen werden.» Im Juli veröffentlichte das Internationale Verhandlungsgremium (INB) mit Unterstützung des Büros der Weltgesundheitsorganisation einen Arbeitsentwurf zur Prüfung durch die Mitgliedstaaten.

Jamal erklärte, dass darin wichtige Massnahmen fehlten. «Der Runde Tisch habe deutlich gemacht, dass der Arbeitsentwurf in seiner jetzigen Form die Regierungen nicht in die Lage versetzen wird, ihr Ziel zu erreichen, Leben zu retten und Lebensgrundlagen zu schützen.

Um betroffene Gemeinschaften eine Chance zu geben, sich gegen künftige Ausbrüche zu wehren, brauchen wir einen rechtsverbindlichen Vertrag, der nicht nur Massnahmen für die Zeit nach einem Ausbruch festlegt. Deshalb fordern wir die Mitgliedsstaaten auf, einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise zu ermöglichen, wie wir die Gesundheitspolitik definieren und umsetzen.

Dazu gehört auch, dass wir die Art und Weise, wie wir Tiere behandeln, verbessern und die Auswirkungen unserer globalen Lebensmittel- und Landwirtschaftssysteme auf die Umwelt reduzieren.»Mit Lawrence Gostin und Gian Luca Burci, zwei überragenden Experten für globales Gesundheitsrecht, wurde eine der drängendsten Fragen, die nach der Ausgestaltung des internationalen Abkommens und dem notwendigen Geltungsbereich diskutiert. Auch der Rahmen für einen rechtlich bindenden Vertrag wurde auf der Veranstaltung thematisiert.

Gostin erklärte: «Starke und widerstandsfähige Gesundheitssysteme seien für die Pandemievorsorge unerlässlich, aber Gesundheitssysteme allein können nicht verhindern, dass sich Ausbrüche zu globalen Pandemien ausweiten. Das Pandemie-Instrument der WHO muss einen One-Health-Ansatz verfolgen und anerkennen, dass die menschliche Gesundheit eng mit der Gesundheit von Tieren und unserer gemeinsamen Umwelt verbunden ist.

Die Mitgliedsstaaten müssen in zentralen Fragen der Landnutzung, dem Tierwohl, der Erhaltung der Lebensräume von Wildtieren und des Schutzes vor Umweltzerstörung solidarisch handeln.» Markotter sagte: «Die One-Health-Definition sei umfassend und erkennt ausdrücklich an, dass die Gesundheit von Ökosystemen, Tieren und Menschen eng miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Prävention von Pandemien.»Als Reaktion auf die weltweiten Auswirkungen von COVID-19 richtete die Weltgesundheitsversammlung im Dezember 2021 auf ihrer zweiten Sondersitzung ein zwischenstaatliches Verhandlungsgremium (INB) ein, um im Rahmen der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation ein Übereinkommen, eine Vereinbarung oder ein anderes internationales Instrument zur Stärkung der Pandemieprävention, -vorsorge und -bekämpfung auszuarbeiten und auszuhandeln.

Die Arbeit des INB beruht auf den Grundsätzen der Einbeziehung aller, der Transparenz, der Effizienz, der Führung durch die Mitgliedstaaten und der Konsensbereitschaft.Ein internationales Pandemie-Instrument werde ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer widerstandsfähigeren internationalen Gesundheitsarchitektur und zum Schutz der Welt vor künftigen Gesundheitskrisen sein. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Schwere von Pandemien sei die Einbeziehung der Prävention in den Geltungsbereich des Instruments zu begrüssen und notwendig.

One Health solle unsere Überlegungen, Entscheidungen, Planungen und Praktiken beeinflussen. Das sei wichtig, denn wir wissen, dass wir die Dinge anders angehen müssen, wenn wir weitere Pandemien vermeiden, unsere Umweltkrisen bewältigen und weit verbreitetes Leid verhindern wollen.

One Health sollte einen grundlegenden Wandel hin zu einer einheitlichen Sorge um die Gesundheit aller Menschen und Tiere in ihrem gemeinsamen Umfeld und zu einer ganzheitlichen Betrachtung aller Aspekte und Determinanten ihrer Gesundheit darstellen. Ein One-Health-Ansatz sollte uns nicht nur dabei helfen, uns auf die Verringerung der Auswirkungen von Gesundheits- und Umweltkrisen vorzubereiten.

Er muss uns auch in die Lage versetzen, Krisen von vornherein zu verhindern. Dies setzt voraus, dass wir die Ursachen an der Wurzel packen.Fotos dürfen kostenfrei verwendet werden.

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