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Wohnungs- und Obdachlose sind meist psychisch krank

2022-09-20 10:05:10
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Quelle: Stadt Zürich

Eine aktuelle Studie zeigt: Nahezu alle Klient*innen der städtischen Wohnintegration sind psychisch krank, wie die Stadt Zürich mitteilt.

Der Anteil an Personen mit zwei oder mehr psychiatrischen Diagnosen sei in den letzten Jahren gestiegen. Insbesondere haben Störungen wie Depressionen und psychotische Erkrankungen zugenommen.

Die Zunahme an Belastungen zeigt die Notwendigkeit spezialisierter wohnintegrativer Angebote. 2013 haben die Sozialen Einrichtungen und Betriebe gemeinsam mit dem Stadtärztlichen Dienst die Klient*innen der städtischen Wohnintegration nach ihrem psychischen und physischen Gesundheitszustand befragt.

Die sogenannte «WOPP-Studie» (Wohnen und Obdach und Psychiatrische Polyklinik Zürich) wurde 2021 mit 333 Teilnehmenden wiederholt. Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Klient*innen psychosozial noch stärker belastet seien als vor acht Jahren.Eindrückliche 96 Prozent der befragten Klient*innen erfüllen die Kriterien mindestens einer psychiatrischen Diagnose.

Diese Zahl habe sich im Vergleich zu 2013 nicht verändert. Unter allen Befragten sei der Anteil Menschen mit sogar zwei oder mehr psychiatrischen Leiden aber grösser geworden: 2021 trifft dies auf fast zwei Drittel der befragten Klient*innen zu.

Noch immer seien über 80 Prozent der Klient*innen von Abhängigkeitserkrankungen (Drogen, Alkohol) betroffen. Zugenommen haben daneben affektive Störungen wie Depressionen (mehr als 45 Prozent Betroffene) oder Krankheiten aus dem schizophrenen Formenkreis (fast 30 Prozent Betroffene).

Signifikant gestiegen sei auch das Durchschnittsalter der Klient*innen. Mit 50 Jahren liegt es um fünf Jahre höher als 2013.Die zunehmenden Mehrfachdiagnosen wirken sich auf das allgemeine Funktionsniveau der Klient*innen aus, das markant gesunken ist.

Im Alltag der städtischen Wohn- und Obdachloseneinrichtungen äussern sich die Belastungen in verstärkt depressiven und psychotischen Symptomen. Entsprechend seien gut qualifizierte Mitarbeitende notwendig, zunehmend auch aus dem Bereich Psychiatriepflege.

Ebenfalls essenziell sei die intensive und übergreifende Zusammenarbeit der beteiligten Fachorganisationen.Angesichts der zunehmenden Vulnerabilität der Klient*innen zeigt sich die Bedeutung für die Stadt, ein wohnintegratives Angebotssystem bereitzustellen, das den spezifischen Anforderungen dieser Menschen gerecht wird. Ein Beispiel dafür sei die 2019 eröffnete beaufsichtigte Wohnintegration» (Medienmitteilung vom 21. August 2020), die Menschen, die durch alle Maschen gefallen sind, langfristige Stabilisierung bietet.

Vor zwei Jahren wurde zudem die stationäre Wohnintegration für ältere, sozial beeinträchtigte Personen mit chronischen psychischen und körperlichen Leiden vergrössert. .

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