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Living Library - Lebensgeschichten live statt Vorurteile und Ablehnung

Living Library - Lebensgeschichten live statt Vorurteile und Ablehnung
Living Library - Lebensgeschichten live statt Vorurteile und Ablehnung (Bild: Kanton Zug)

2022-09-16 09:05:13
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Quelle: Kanton Zug

Am 24. September 2022 findet die in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Sozialamt organisierte «Living Library» in der Bibliothek Zug statt, wie der Kanton Zug schildert.

Dabei können statt Bücher Menschen für Gespräche ausgeliehen werden. Die «lebenden Bücher» gehören Personengruppen an, die oft mit Vorurteilen oder sozialer Ablehnung konfrontiert sind.

Zu hören seien und andere Lebensgeschichten eines Flüchtlings, einer Fettaktivistin und eines Blinden. Mit welchen Vorurteilen, Stereotypen oder Ressentiments haben Menschen zu kämpfen, deren Biographie oder Lebensgestaltung nicht ganz der gesellschaftlichen Norm entspreche oder die einer Minderheit angehören? In welcher Form erleben Leute unterschwellig Benachteiligung, Ablehnung oder offene Diskriminierung aufgrund von Nationalität, Ethnie, Lebensstil oder Aussehen? Diese Fragen stehen im Zentrum der «Living Library», die europaweit stattfindet und an eine Aussage in George Eliots 1860 publizierten Roman «Die Mühle am Floss» anknüpft.

Dort heisst es: «Don`t judge a book by its cover» - beurteile nie ein Buch nach seinem Umschlag. Dieses Ziel, von einer Vorverurteilung abzusehen und stattdessen zuzuhören und sich selber ein Bild zu machen, sei auch das Ziel der hier vorgestellten Aktion.

Der Kanton Zug unterstützt die Veranstaltung im Rahmen des kantonalen Integrationsprogrammes (KIP 2022-2023).Direkte Begegnung – eigene Meinung Der internationale Kanton Zug zeichnet sich durch Vielfalt und Offenheit aus, da haben Vorurteile eigentlich keinen Platz. Gleichwohl sei vorschnelles Urteilen menschlich und entsteht oft aus Unsicherheit, Unwissenheit oder Bequemlichkeit.

«Living Library» bietet Gelegenheit, den Wahrheitsgehalt von Vorurteilen zu hinterfragen, zu überprüfen, Fragen an Direktbetroffene zu stellen und sich aufgrund der direkten Begegnung eine persönliche Meinung über einen Menschen zu bilden. Lebensgeschichten – für einmal stehen sie nicht zwischen zwei Buchdeckeln, sondern werden von Mensch zu Mensch erzählt.

Für einen Austausch zur Verfügung stellen sich dieses Jahr u.a.:Antonio, der FlüchtlingEr kam als Minderjähriger aus Eritrea in die Schweiz. Ein junger Schwarzer, der bestimmt mit Drogen handelt, Frauen belästigt und von Sozialhilfe lebt, so die Vorurteile, mit denen er sich konfrontiert sieht.

Fakt ist: Antonio machte eine Lehre, arbeitet 100 % als Logistiker, sei verheiratet und Vater eines einjährigen Sohnes.Melanie, die DickeWer dick ist, gilt als faul, dumm, träge und undiszipliniert. Melanie sei stark übergewichtig, könne aber heute – nach vielen erfolglosen Diäten – zu ihrem Körper stehen.

Mehr noch: Als Fettaktivistin setzt sie sich dafür ein, dass sich Menschen nicht für ihr Gewicht schämen. Als Präsidentin der Organisation «Body Respect Schweiz» engagiert sie sich gegen Gewichtsstigmatisierung und Diätwahn.Michael, der BlindeMichaels Sehvermögen war bereits in seiner Kindheit eingeschränkt.

Im Laufe der Zeit erblindete er fast ganz. Die Angst, dass ein Blinder nur belastet oder weniger leistet, sei weit verbreitet, sagt er.

Einen Job auf dem freien Markt zu finden sei darum schwierig. Michael lebt mit seiner Partnerin in Goldau.

Seine Umgebung nimmt er durch Geräusche und Düfte wahr. Technische Hilfsmittel erleichtern ihm den Alltag. FotoKostenlose Publikation des Fotos bei Einhaltung Copyright (Vorname / Name)Maria Nätscher und Gudrun Sachse organisieren in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Sozialamt die Living Library in Zug.

Foto: Sabine Windlin.Bibliothek Zug, Sankt Oswalds-Gasse 21.

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