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Regional

Grosser Handlungsbedarf zur Sicherstellung der Waldverjüngung in der Region Rheintal/Schanfigg-Domleschg/Heinzenberg-Safien

2022-09-15 10:05:16
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Quelle: Staatskanzlei des Kantons Graubünden

Der Wald-Wild-Bericht ist das wichtigste kantonale Instrument, um die anspruchsvolle Wald-Wild-Thematik regional zu beurteilen, notwendige Massnahmen festzulegen und zu kommunizieren, wie die Staatskanzlei des Kantons Graubünden schildert.

Mit dem neuen Wald-Wild-Bericht Rheintal/Schanfigg-Domleschg/Heinzenberg-Safien werde der Bericht aus dem Jahr 2007 revidiert. Die Wildschäden im Wald haben in den letzten Jahren zugenommen.Ein gesunder und gut strukturierter Schutzwald gewährleistet der Bündner Bevölkerung nachhaltige Sicherheit.

Dieser Wald sei gleichzeitig auch der Lebensraum vieler Wildtiere. Sobald deren Verhalten zu übermässigen Schäden im Wald führt, erstellen die zuständigen kantonalen Stellen unter Einbezug der Gemeinden als Waldeigentümerinnen und gestützt auf die bundesrechtlichen Grundlagen regionale Wald-Wild-Berichte.

Das Hauptziel des Wald-Wild-Berichts Rheintal/Schanfigg-Domleschg/Heinzenberg-Safien ist, den Wald zu verjüngen. Im Wesentlichen solle dieses Ziel durch jagdliche, waldbauliche und weitere Massnahmen, die den Lebensraum der Wildtiere beeinflussen, erreicht werden.Analyse offenbart Problemflächen Der Wald-Wild-Bericht Rheintal/Schanfigg-Domleschg/Heinzenberg-Safien besteht aus einem Teilbericht Wald, einem Teilbericht Wild und einer Synthese mit den festgelegten Massnahmen.

Der Bericht sei mit Kartengrundlagen dokumentiert. Der Teilbericht Wild erläutert die Populationsentwicklungen der Schalenwildarten (Hirsch, Reh, Gämse und Steinbock) in der Region seit 2007 und die darauf basierende Jagdplanung.

Im Teilbericht Wald seien die Waldentwicklung und die Entwicklungen der wichtigsten Baumarten beschrieben.Basierend auf der Beurteilung des Wildeinflusses des Teilberichts Wald werden die Flächen bezeichnet, auf die der aktuelle Einfluss des Schalenwilds so hoch ist, dass eine natürliche Verjüngung des Waldes nicht gesichert sei und die Waldfunktion somit in Frage gestellt oder zumindest stark eingeschränkt ist. Diese Flächen werden als Problemflächen bezeichnet.

Während auf 48 Prozent der Waldfläche keine Probleme aufgrund des Einflusses des Schalenwilds bestehen und somit der Wald seine Funktion erfüllen kann, sei der Anteil der Problemflächen im Gebiet Rheintal/Schanfigg-Domleschg/Heinzenberg-Safien mittlerweile auf 52 Prozent angewachsen. Dies entspreche mehr als einer Verdopplung gegenüber den ausgewiesenen Problemflächen im Jahr 2007. Auf etwas weniger als der Hälfte dieser Problemflächen müssen die Probleme dringlich und prioritär angegangen werden.

Diese Flächen werden als Handlungsflächen bezeichnet.Der Wald-Wild-Bericht wurde im Frühjahr 2022 den Waldeigentümerinnen und den Jägersektionen zur Vernehmlassung unterbreitet, an vier Informationsanlässen vorgestellt und diskutiert. Die Stellungnahmen fanden soweit sachdienlich Eingang in den Bericht.

Die Unterlagen können auf der Webseite des Amts für Wald und Naturgefahren eingesehen und heruntergeladen werden.Gesunder Wald erfordert Massnahmen Nur mit einem artenreichen und gut strukturierten Waldaufbau sei der Wald für die laufende Klimaveränderung gerüstet. Wichtige verbissempfindliche Baumarten wie Weisstanne, Trauben- und Stieleiche, Bergahorn oder Linde haben in einem naturnahen Waldbau eine grosse Bedeutung und müssen erhalten werden.

Neben waldbaulichen Eingriffen sei die Anpassung der Schalenwildbestände an die Lebensraumkapazität im Wald eine wichtige Massnahme. Mit der Festlegung hoher Abschusspläne für das betroffene Gebiet solle mit der Bündner Jagd der Hirsch- und Rehbestand weiter reduziert werden.

Wo nötig, werde im Waldgebiet mit der Festlegung von regionalen oder lokalen jagdlichen Massnahmen auch eine Reduktion des Gämsbestandes angestrebt. Bei der Erreichung der jagdlichen Ziele nehmen schliesslich auch die Wildschutzgebiete mit ihren Massnahmen zur Regulierung des Hirschwildes eine entscheidende Rolle ein.Die Massnahmen der Waldbewirtschaftung und die Reduktion des Wildbestandes zeigen entscheidend bessere Wirkung, wenn die Gemeinden als Waldeigentümerinnen den Erhalt von geeigneten, ungestörten Wildlebensräumen sicherstellen und bewahren.

Massgebend sei ebenfalls, dass die Waldeigentümerinnen bei der Lenkung touristischer Angebote, bei der Planung von Bauvorhaben und Veranstaltungen sowie bei der Schaffung und Durchsetzung von Wildruhezonen das ihnen Mögliche zur Verbesserung der Wald-Wild-Situation leisten.Wald- und Biotophege Die Pflege des Lebensraums sei für den Wald und das Wild von grosser Bedeutung. Mit Hilfe von Eingriffen im Schutzwald oder Massnahmen zur Förderung und Erhaltung der Waldbiodiversität werden Wälder verjüngt und gepflegt sowie besondere Arten und Lebensräume erhalten und gefördert.

Zusammen mit der Jägerschaft im Rahmen von Hegekonzepten könne die Lebensraumqualität für das Wild erhalten und zusätzlich verbessert werden, beispielsweise durch das jährliche Pflegen von Freihalteflächen.Zusammenarbeit entscheidend Zur Verbesserung der Wald-Wild-Situation leistet die Jagd und die Waldbewirtschaftung einen wichtigen Beitrag. Zudem sei aber auch entscheidend, dass alle weiteren Anspruchsgruppen die Massnahmen unterstützen und umsetzen.

Dazu gehören vor allem die Gemeinden, der Tourismus und die Landwirtschaft..

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