Logo newsbot.ch

Regional

Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf

  • Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf
    Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf (Bild: Staatskanzlei des Kantons Graubünden)
  • Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf
    Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf (Bild: Staatskanzlei des Kantons Graubünden)
  • Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf
    Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf (Bild: Staatskanzlei des Kantons Graubünden)
  • Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf
    Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf (Bild: Staatskanzlei des Kantons Graubünden)
  • Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf
    Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf (Bild: Staatskanzlei des Kantons Graubünden)
  • Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf
    Mit genagelten Schuhen und Schleuderbleien in den Kampf (Bild: Staatskanzlei des Kantons Graubünden)
2022-09-14 10:05:06
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Staatskanzlei des Kantons Graubünden

Seit 2021 läuft das Forschungsprojekt «CVMBAT» zu einem Kampfplatz des späten 1. Jahrhunderts v. Chr, wie die Staatskanzlei des Kantons Graubünden mitteilt.

in der Crap Ses-Schlucht im Surses. Der Archäologische Dienst Graubünden führt zusammen mit der Vindonissa-Professur der Universität Basel und der Arbeitsgemeinschaft Prospektion Schweiz zweiwöchige Geländearbeiten durch.

Am 17. September sei die Bevölkerung zu einer Besichtigung vor Ort eingeladen, um mehr über die aktuellen Erkenntnisse und das neueste Fundmaterial zu erfahren.Die Eroberung des Alpenbogens im Feldzug des Jahres 16/15 v. Chr. setzte den Schlusspunkt hinter die Eingliederung der heutigen Schweiz und damit auch Graubündens ins Römische Reich.

Die Adoptivsöhne von Kaiser Augustus – Tiberius und Drusus – führten eine Zangenbewegung über das Rhonetal und die Burgunder Pforte beziehungsweise über den Reschenpass und den Brenner aus. Vermutlich gleichzeitig erfolgte auch über die Bündner Pässe ein militärischer Vorstoss.

Durch das Bergell und über den Septimerpass marschierte ein römischer Truppenverband und stiess weiter in Richtung Tiefencastel vor. Unmittelbar vor der Crap Ses-Schlucht kam es offenbar zu einem kriegerischen Zusammenstoss mit lokalen Kämpfern.Ein Kampfplatz im Surses Seit 2021 untersucht das Forschungsprojekt «CVMBAT» (romanisch: Gefecht) die Spuren dieses Kampfes.

So finden sich im antiken Gefechtsfeld heute noch hunderte Schuhnägel und Schleudergeschosse aus Blei, Pfeilspitzen von tragbaren Geschützen, Gürtelschnallen und ein Schildbuckel. Diese Waffen repräsentieren die römische Seite.

Die lokalen Truppen können vor allem durch Schwert- und Schwertscheidenteile sowie Lanzenspitzen gefasst werden. Diese systematische und flächendeckende Untersuchung erlaubt es, mögliche Szenarien für den Ablauf des Gefechtes zu rekonstruieren.

Denn historische Quellen, die diesen Kampf im Oberhalbstein beschreiben würden, seien nicht überliefert.Von Chiavenna zum Crap Ses In Verbindung mit den Forschungen von Werner Zanier (Bayerische Akademie der Wissenschaften) zum antiken Militärlager auf dem Septimerpass könne die Route einer römischen Militäreinheit nun über 60 Kilometer verfolgt werden: von der Flussebene der Mera südlich von Chiavenna über den Septimerpass bis in den Bereich der Crap Ses-Schlucht – und dies 2000 Jahre, nachdem Teile der 3., 10. und 12. Legion diesen Marsch unter ihre Füsse beziehungsweise unter die genagelten Sohlen nahmen. In der Fortsetzung seien die Soldaten wohl über die Lenzerheide nach Chur und weiter an den Bodensee gezogen.

Dafür fehlen bisher aber Nachweise in Form archäologischer Funde.Zusammenarbeit mit Universitäten und Laien Ein wissenschaftliches Forschungsprojekt dieser Dimension übersteigt den Aufgabenbereich des Archäologischen Dienstes, weshalb als Kooperationspartner die Vindonissa-Professur der Universität Basel gewonnen werden konnte. Zudem unterstützen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Prospektion Schweiz (AGP) das Projekt «CVMBAT» ganz im Sinne der sogenannten Konvention von Faro mit ihrem Wissen.

Die 2019 von der Schweiz ratifizierte Konvention von Faro fordert und fördert unter anderem die Teilhabe der Bevölkerung am Kulturerbe. Bei «CVMBAT» arbeiten Ehrenamtliche der AGP zusammen mit Studierenden, um mit ihrem grossen Können im Auffinden von Metallfunden beziehungsweise ihrem Fachwissen zu Metallfunden zu helfen.

Als weiterer Partner kommt 2022 das Institut für Geomatik der Fachhochschule Nordwestschweiz dazu. Studierende und Mitarbeitende dieses Instituts werden im Rahmen einer Lehrveranstaltung Geländemodelle erstellen, die für die wissenschaftliche Rekonstruktion des historischen Kampfgeschehens eingesetzt werden..

Suche nach Stichworten:

Basel genagelten Schuhen Schleuderbleien



Newsticker


Kantonspolizei Bern

Nidau/Zeugenaufruf: Mann tätlich angegangen und beraubt


Staatssekretariat für Migration

Schweiz und Österreich vereinbaren Aktionsplan gegen irreguläre Migration


Kanton Zürich

Polizei- und Justizzentrum Zürich: Einweihung für die Bevölkerung


Kantonspolizei St. Gallen

Rebstein: Frontalkollision zwischen Auto und Mofa – Autofahrer alkoholisiert


Kantonspolizei St. Gallen

Henau: Auffahrkollision – Zeugenaufruf